Montag ist es.
Einkaufen angesagt.
Dabei, natürlich irgendwo essen gehen.
Leicht gesagt, schwer getan.
Denn überall in Deutschland haben die meisten Restaurants Montags ihren Ruhetag.
Ich gönne ihn den Tag ja, aber kann man sich nicht irgendwie absprechen wann, wer?
Eine rühmliche Ausnahme davon macht der "Dorfkrug" in Petersdorf.
Ich kenne das Restaurant schon einige Jahre.
Immer wenn ich einkaufen gehe, esse ich hier.
Es liegt idyllisch am Dorfweiher.
Deshalb, im Prinzip, auch keine Parkprobleme.
Vor dem Restaurant eine kleine Terrasse.
Mit Sonnendach, Glaswänden und Gartenstühlen.
Kinder und Hunde no problemo.
Toiletten hinten durch, am Essenszubereitertisch vorbei.
Bis auf die Eingangsstufe behindertengerecht.
Innen, na ja. Der Zahn der Zeit nagt unaufhörlich.
Der Service von einer sehr netten freundlichen Dame ausgeübt, wobei der "Padrone" auch gern selbst mit Hand anlegt.
Es firmiert als Italiener, es ist aber Jugoslawe.
Schon lange hier ansässig.
Beliebt bei den Touries.
Vor allem der Preise wegen.
Die Preise liegen hier ca. 20% unter Fehmarnschnitt.
Da aber das Essen dem auch entspricht, ist es zwar wieder ausgeglichen, aber die Menschheit vom Bazillus "Geiz ist geil" besessen, sieht das nicht so.
Es geht schnell.
Alles.
Mir manchmal zu schnell.
Nur, die Klientel hier, schätzt das eben.
Es wird u. a. frischer Fisch angeboten.
Es ist auch so.
Ich möchte sagen.
Fisch ja, Fleisch versuchen.
Die Speisenkarte ist sehr vielfältig.
Getränke blitzschnell !!! am Tisch.
0,5 liter Warsteiner zu 3,50€
Essen:
Zanderfilet mit Sahne-Dillsauce und Kartoffeln zu 12,70€
Vorher kam noch ein kleiner Beistellsalat.
( kann man drauf verzichten)
Ein nettes Stück Fisch.
Ich kenne Zander immer als großen Fisch, hier sah es mehr nach einer kleinen Forelle aus.
Hat aber geschmeckt
3 Salzkartoffeln
Und Sauce.
Dill? Sagen wir, sehr neutral.
Alles in allem nicht schlecht.
Wobei ich im Hinterkopf den Preis habe.
Zum bezahlen gibt es noch ein Glas alkoholisches.
( saurer Apfel?)
Dann geht man, die nächsten Gäste stehen schon bereit.
Fazit:
Montag?
Hunger?
17,30 Uhr?
Warum nicht?
Richtig gut essen?
Bis Dienstag warten.
Aber, man ist ja im Urlaub und sehr verständnisvoll.
Oder?
Die Übernachtung wurde in diesem Gasthaus vorgesehen.
Das Navi glühte, um uns zum Ziel zu bringen.
Die Adresse ist nicht so einfach interpretierbar.
Marktheidenfeld, Triefenstein, Homburg, und dazu noch zwei mal Rösser.
Nebenbei bemerkt, aber auch dann noch.
Enge Straßen, verwinkelt, und blind nur dem Navi vertrauen, sie kommen schon hin.
Parkplatz neben dem Haus und vielleicht ?? gegenüber. (Kindergartengelände)
Die Öffnungszeiten werden peinlichst genau eingehalten.
Auch das Telefon bringt nur bedingt jemand dazu, zu öffnen.
Innen rechts eine hochmoderne Rezeption.
Ein wunderschönes Treppenhaus. Modern.
Nur leider kein Fahrstuhl.
Unser Zimmer im 2. Stock war auch schon innerhalb der Modernisierungswelle gewesen.
Ohne jeden Tadel.
Dagegen links die Gaststube noch im Charme der 50er Jahre.
Dunkles Holz, bieder und nicht unbedingt der Knaller.
Aber, alles braucht eben seine Zeit. Wird schon. Eine Beeinträchtigung durch irgendwelche Baumaßnahmen fand nicht statt.
Hinter der Rezeption die Toiletten. Noch im Urzustand, aber sauber.
Die Wirtin, anfangs, durchaus freundlich, was sich im Laufe des Abends, bei dem Eintreffen heimischer Gäste merklich änderte.
Nun, gut, wir wollten ja auch keine Freundschaft auf Lebenszeit schließen.
Immerhin haben wir beschlossen, unsere nächste Übernachtung einige Kilometer weiter zu buchen.
Doch nun zum Essen.
Rumpsteak zu 15,50€
Putensteak zu 12,50€
Hier waren die Preise das einzige was stimmte.
Ich kann mich nicht mehr an Einzelheiten erinnern, aber auch das zeigt, das es nur Durchschnitt war und keinerlei Wiederholungswunsch aufkam.
Morgens das Frühstück wurde von der Chefin abgefragt und auf einem Teller serviert.
Wie immer, Brötchen, Wurst, Eier und Käse, wie in Durchgangsquartieren gewohnt.
Ich denke mal, da wir die einzigen Übernachtungsgäste waren, war man froh, das wieder beschauliche Ruhe in dieses Haus einkehrt.
Wir werden diese Ruhe nie mehr stören.
Versprochen.