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Dienstag, 23. Dezember 2014

" Hier kocht die Chefin selbst "


" Hier kocht die Chefin selbst" 


Dieser Spruch steht an der Küchentür.
Jawoll.
Und wie!

Doch der Reihe nach.
Mein Gasthaus in dem ich wohne, hat nun 3 Tage zu.
Wo gibt es was für mich zu essen ?

" Michi "meinte, fahr doch  mal zum Fischerstübl in Blaibach.
??????
8 km, im dunkeln, nun ja, probieren wir es halt.

Kurvenreiche Strasse.
Einsames Haus.
Hauptsächlich was  für Angler.

Niemand da und drin. 
Die Wirtin kommt und meint, es ist aber noch keine 17,30 Uhr.
?????
Nee, es ist erst 16,45 Uhr !
" Darf  ich mich denn trotzdem setzen?"
" Freilie" 
Ich war , und blieb der einzige Gast.
Tote Hose wie überall vor den Feiertagen. 
Und wer verirrt sich schon in diese Einsamkeit?
Und dann noch in der Dunkelheit?

" wenn sie schon mal hier sind, was soll ich ihnen denn machen?"

Es war mir zwar egal, denn ich habe noch 3 Monate Zeit, aber fand ich doch toll.

1/4 l Grüner Veltliner war mein Wunsch.
Er war gut temperiert.

Ein kleines Schwätzchen bahnte sich an.
Es war die " selbstkochende Chefin"
Ihr Mann kam hinzu.
Ich bestellte zwischendurch.
Sie ging mal in die Küche.
Kam wieder zurück.
Die Zeit verging.

Dann kam mein Essen.
Frittierte Champions mit Toastbrot, Salat und Remoulade.
Dazwischen ein neues Viertele.
Danach eine Mandelforelle mit Kartoffeln und Beistellsalat.

Qualität und Geschmack: Hervorragend.
Ich sagte der Wirtin und auch jetzt hier:
" Ein ehrliches Essen" 

Zum Abschluss einen Kaffee und einen Williams.

Bis zum Begehr der Rechnung noch etwas persönliches im Gespräch.
Es war ein, überraschend, netter Abend geworden.

Hier fand ich das, was ich immer suche.
Nicht bedient und abgefertigt werden, sondern im Kreise netter Menschen gegessen und getrunken zu haben.

Das ich hier noch einmal wieder komme, ist absolut sicher, da die Speisenkarte nicht nur Fisch aufweist.

Zu Hause habe ich überlegt.
Was habe ich bestellt?
Was habe ich bekommen?
Was habe ich bezahlt?

Das kann im Leben nicht stimmen.
Angerufen.
" Ich muss noch einmal vorbei kommen um den Rest zu bezahlen."

Normalerweise wird man beschissen.
Hier war es genau umgekehrt.
Die Wirtsleute glaubten es mir noch nicht einmal!

Noch ein Grund einen Besuch zu wiederholen.

Es lohnt sich vom Angebot, dem gebotenen und der Atmosphäre dort einmal anzuhalten.

Das kühle Ambiente des Raumes übersehen wir einfach.
Das sind nur Äusserlichkeiten.

Gell? 




Montag, 22. Dezember 2014

Aber, etwa essen muss man ja.....



Heute fand ich nichts gescheites zum Abendbrot.

Ich esse immer abends warm.

Das einzige was mich auf der Speisenkarte ansprach, war:

Gänsekeule mit Kloss, gebackenen Apfelscheiben mit Preißelbeeren und Rotkraut. 
Kosten: 12,50€




Damit das Zeug nicht so trocken runtergewürgt werden muss, vorher einen kleinen, gemischten Salat, und zwischendurch zwei halbe, naturtrübes Bier.

Es war gut. 
Wirklich?
Sagen wir mal als soziale Tat weil wir auf Weinachten zugehen, ja.

Irgendwie/wo merkt man schon, ob es eine gebratene frische Gans war oder aus dem TK kommt.

Na, mein Hund war jedenfalls sehr glücklich.

Jeder Tag ist ein anderer.
Neuer Tag, neues Glück.

Dafür habe ich ja zu Hause ja noch meinen Cognak.
Der riss alles wieder raus.

Der Service war auch nicht belehrbar.
Haken wir den Abend einfach mal ab.

Der Service?
Ich meinte zu ihm, das es nicht in Ordnung wäre, wenn die Dame noch im Mantel dort steht, sie schon zu fragen was sie denn nun trinken möchte.
Ähnlich erging es mir auch.

Aber vielleicht bin ich auch  zu empfindlich.
Er meinte : Keine Zeit. ( bei 10 Gästen !!! ) 
Ich meinte : So füttert man ab. 
Ich gehe dann das nächste mal einfach wieder.
Schulterzucken von ihm !

Wir kamen nicht zusammen.
Oh, oh, und noch 3 Monate mit dem Hern vor mir ?


Ob ich das noch ändern kann?
Versuchen kann man es ja.





Sonntag, 21. Dezember 2014

Bad Kötzting: d'Reim Gregori



Da hat doch mein Gasthof, seit Jahren bekannt unter
 " Gregori ", seinen Namen geändert.
Nun heisst er : " d'Reim Gregori "
Warum?..
Auf Nachfrage.
Ganz früher hiess es eben so hier: " Gehn's zum Reim "
Das muss was mit Ecke oder Kurve zu tun haben. 
Genau weiss das auch keiner.
Glücklicherweise haben sie den Werbefaktor " Gregori" beibehalten.
Der Name ist hier sehr geläufig.

Grund war aber auch eine Generalüberholung des Gastraumes und der Toiletten.

Es ist alles hell und freundlich geworden.
Der alte Muff ist weg. Dafür nun der neue Name. 
Kann man mit leben.

Gestern abend war ich dort essen.
Auch der Service ist neu und nett.
Statt Busen, nun eine männliche Person.
Scheint aber auch in die Umgebung zu passen.
Fazit:
Passt.

Essen.
Ich bestellte Holzfällersteak. Kosten ca. 10,00€
Das man hier sehr oft alles auf einem Teller serviert, daran muss man sich gewöhnen.
Ist eben ein Gasthaus in Bayern.
Gott sei Dank lief keine Sauce oder sonstige Pampe durchs Gedränge.

Immerhin war der angemachte Quark ( so ähnlich wie Tzatziki ) in einem extra Schälchen.
Fritten.
Krautsalat. Selbst gemacht. Wohltuend dezent gewürzt.
Das Stück Fleisch wie es sich gehört. Wie es der Name verspricht. Darüber flüssige Kräuterbutter. 
Die ausgelassenen Speckwürfel hätte man  gern entbehrt. War bald zu viel .
Nun, es gibt ja auch Menschen die mehr als ich essen.
Menge, Qualität und Geschmack wie ich es kenne.
Ich war zufrieden.

Dazu gab es Falterbier.
Es gibt aber auch naturtrübes Zwickelbier.
Ist heute abend dran.

Nette Tischunterhaltung.
Im grossen und ganzen alles ungezwungen. Auch in der Lautstärke. 
Ich mag das wenn Menschen sich natürlich geben und benehmen.
Ich war der einzige " Ausländer " , was man aber wohlwollend zur Kenntnis nahm.

Kann man am ersten Abend mehr erwarten?






Samstag, 20. Dezember 2014

Frühstücksbüffet



Da sitze ich nun morgens im Hotel beim Frühstück.
Erst allein.
Dann kommen zwei weitere Übernachtungsgäste.

Grüssen zwar, aber nicht aus Herzlichkeit, sondern aus Höflichkeit.
Immerhin.

Kontakt miteinander? Na ja. Es ging so.
Ihre Handys waren ihnen wichtiger.
Ich würde sagen: Diese Nacht war für die beiden nicht berauschend verlaufen.

Das Frühstücksbuffet enthielt alles was man sich nur denken kann.
Auch eine Körnerecke. 

Was ich mir holte, ist gewöhnlich wenig , aber " gehaltvoll"
Dazu einen ( oder auch zwei ) richtigen Potts heissen Kaffee.

Ich war schon am futtern, da kam das Pärchen.
Alter? Sagen wir mal so um die 30.

Sie sprachen kaum miteinander.

Bestellten beide dann Pfefferminztee.
Bitte keinen Zucker oder Süssstoff.
Leute, davon wird man impotent!

Das erregte meine Aufmerksamkeit.
Sie gingen zum Büffet.
Kamen zurück.

Er hatte diese zerquetschten Getreidekörner mit etwas Milch auf einem Teller.
Sie ein paar Stück frische Ananas, und eine Kiwi. 

Als ich das sah, wusste ich.

Bei diesen erbärmlichen Essensresten, war es mit der Liebe und der Freude am Leben bei diesen beiden nicht weit her.
Darum auch diese vergeistigten Gesichtszüge.

Da war nichts hinter und da kam auch nichts mehr.

Sie taten mir nur leid.
Wer weiss welche Gedanken sie dazu getrieben haben so asketisch zu leben.

Zufrieden biss ich in mein frisches, knackiges Brötchen, dick belegt mit Butter und rohem Schinken. (Kaum gesalzen !)
Dazu meine zwei Eier.
Alles gut mit Kaffee herunter gespült.
Für meine Gesundheit noch ein Glas von dieser gelben Brühe. Es soll Apfelsinensaft sein.

Für mich konnte der Tag beginnen.
Ich war gerüstet.

Bei den beiden?
Mit dem was die assen brachte er nichts mehr fertig.
Noch nicht  mal einen anständigen  Furz.


Freitag, 19. Dezember 2014

Geiselwind : Zur Krone



Da hatte ich nun wieder einmal ein Blinddate. 
Aus dem Internet gebucht. Mein Hotel " Stern " hat am Mittwoch Ruhetag.
Also ins Hotel " Krone " in Geiselwind.
Geiselwind als Ort, kenne ich schon seit ewigen Zeiten, muss aber gestehen, das mir die " Krone " unbekannt war.
Nun, alles ist zum ersten male.

Die Zimmer waren sehr gut.
Gross genug, sauber allemal, ruhig, hell möbliert, gemütlich, mit Flachbildfernseher, also , " et passt."
Vor allem: Ein Fahrstuhl im Haus.

Genau so wichtig war aber auch für mich, das Restaurant.
Durchgang von einem Haus zum anderen.
Logischerweise um diese Jahres- und Tageszeit spärlich besetzt.

Es sind zwei kleinere Räume, Holzmöbel, Tische eingedeckt.
Kachelofen. Stammtisch.
Eigentlich gemütlich zum wohlfühlen.
Da die Papierserviette hochwertig war, war es schon in Ordnung.  
Schön fand ich auf jedem Tisch einen Zettel und Kugelschreiber  ! auf dem man benoten konnte und eventuelle Wünsche oder Klagen notieren kann.

Wie für mich gemacht:
Sofort habe ich meine Wünsche niedergeschrieben.
 Ob es was nutzt????

" Warum fragt man mich was ich trinken möchte, ehe ich eine Speisenkarte habe?" 
Genau so war es. Hatte Weisswein bestellt, weil mein Sinn auf Karpfen stand.( es ist hier eine Karpfengegend ).
Es gab aber keinen in " blau " auf der Karte, ergo bestellte ich ein Rumpsteak. 
Es war zwar nicht  tragisch, da der Wein genau !! meinen Vorstellungen entsprach , trotzdem......

Des weiteren.
Wie gern hätte ich ein Dessert bestellt.
Nur, da die Karte SOFORT wieder in Sicherheit gebracht wurde, war es unmöglich.

Wann werden Wirte begreifen, das man eine Speisenkarte am Tisch belässt.  
Besonders bei Einzelreisenden. Sie ist umsatzfördernd.

Vorher gab es noch ein amuse.
Selbstgemachtes Schmalz mit 3 versch. Sorten Brot.
Und das hier auf dem Dorf. Toll!

Der Salat erfrischend und schmackhaft.
Mir persönlich aus zwei Gründen sofort symphatisch.
Es fehlten die Güllekugeln und er schwamm nicht in der sonst üblichen Fertigpampe.

Mein Rumpsteak war in der Grösse, in der Qualität und im gewünschten Garzustand, wie gedacht und erwünscht
.
Die Bratkartoffeln waren eben " Fränkische" habe mich daran gewöhnt. Geht auch.
Sogar die Kräuterbutter musste nicht mit dem Beil zerhackt werden.

Was mich etwas störte, war:
Lieber Koch.
Normale Bratensauce gehört nicht zu einem Steak und passt auch nicht dazu.
Es war zwar gut gemeint, nur etwas mehr Kräuterbutter
 ( also reines Fett) wäre besser gewesen.
Und wenn Sie dann noch etwas Telly Cherri Pfeffer , grobkörnig darüber gemahlen hätten, würde ich sagen : Perfekt !!

Es war trotzdem gut.   
Preis: 13,80€ 

Der Wein schmeckte mir.
Die Speisenkarte war weg, also hielten wir uns , statt am Dessert,  am Wein fest.
Es wurden dann 3 Viertel für die Nacht.
( ich hatte mir den Namen so gemerkt, doch wieder vergessen. Frankenwein, Riessling, Valentino  ? . Um die 10,00€ die Flasche Ich frage da noch einmal nach.) 

Nach der Regenfahrt, war das ein guter Abschluss.

Ich würde sagen, empfehlenswert.
Freundlich.
 ( soweit Franken das gegenüber Fremden können )
Nicht weit von der Autobahn.
Parkplatz satt.
Tankstelle ein paar hundert Meter weiter.
Und sollten sie Schwierigkeiten haben, eine Apotheke ist in 50 Meter Entfernung.





Samstag, 6. Dezember 2014

Der Tiefkühler rief mich...



Im Moment ist der Blog " Essen " ziemlich ins Hinterfeld geraten.
Ich bin im Moment eine lange Zeit zu Hause.( 6 Wochen ) 
Habe nun, aus mehreren Gründen , beschlossen, meinen Tiefkühler mal zu entleeren.

Er war voll.
Übervoll!
Manches darunter, wo das Einfrierungsdatum nicht mehr nach vollziehbar ist.
Dazu kommt auch, das ich mein Konto nicht weiter überziehen kann und mir deshalb so auch finanziell etwas Erholung verschaffe.
Arbeit spare ich auch noch.

Das Ding muss ja auch mal abgetaut werden.

Also ran.

Am Anfang war die Auswahl an gefrorenem gross und darum kein Problem.
Nun aber, wird es enger.
Jeder zweite Tag ist nun Gemüseeintopf dran.

Aber was ich da so gefunden habe.
Ich wusste bei manchem nicht einmal das ICH das gekocht habe.

Als Abwechslung sind ja auch noch die diversen Büchsen da.
Ich sehe das mit den MHD nicht so eng.
Trotzdem war mir manches nicht geheuer.

Wovon ich mich getrennt habe , war die Tütenware wie Mehl usw.

Noch  14 Tage, dann bin ich weg, meine Vorräte sind  rapide gesunken, das Geld fürs Benzin, um in Urlaub zu fahren, ist auch erwirtschaftet.

Und das komischste ist, ich bin kein Fritten Fan, aber jetzt freue ich mich drauf.

Und dann, ja dann , kommt auch wieder was vom Essen in diesem Blog.