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Montag, 1. August 2022

Taverne "Odyssey", Fehmarn

Nachdem wir nun bei einem Araber viel Griechisch bekommen haben, reizte es uns mal nun bei einem Griechen zu schauen. 

Vielleicht gibt es da Arabisch.

Im übrigen mag ich dieses Essen.

Die Anfahrt ist etwas kompliziert, da es ein Restaurant auf einem Campingplatz ist. Es nennt sich selbst, eine Taverne.

Es ist zwar letztens gut, separat, ausgeschildert, aber Anfangs sollte man den Hinweisen „Campingplatz-Ostsee-Katharinenhof“ folgen.

Da es am Eingang des Platzes liegt, gibt es keine Probleme. Auch Parkplätze in genügender Zahl sind vor dem Haus. Ein großer Biergarten liegt davor. Da aber alles Kieseindeckung ist, „Vorsicht Rollstuhlfahrer.“

Beim Eintreten wird man mit  einem Schild darauf hingewiesen, dass man bitte warten soll. Man wird dann aufgerufen.

Im Nachhinein fand ich das voll in Ordnung.

Was sofort auffiel, ein großes Gewusel erfüllt den ganzen Raum. Mindesten 10 Personen Personal waren immer mit irgendwas unterwegs.

Einen Tisch bekamen wir zugewiesen, weil wir nicht draußen essen wollten. Ich hasse es im Freien zu essen.

Klein, aber ausreichend. Auf dem Tisch ein elektrisches Licht in einem Glas. Der Sinn ging mir nicht auf. Zwei winzige Salz- und Pfefferstreuer und eine Stellage mit Papierservietten sowie einer Eiskarte.

Vorbemerkung.

Es ist ein Campingrestaurant. Im wahrsten Sinne des Wortes. Im Umgangston, im Publikum, im Interieur, im Essen.

Sauber , einfach, dunkles Holz.

Das soll beileibe keine Abwertung sein, vielleicht im Gegenteil. Und da ich jahrzehntelanger Camper war, war es mir ganz recht. Man sollte es nur vorher wissen. Rund 60% des Essens geht als Bestellung hinaus. Dementsprechend auch die Zahl der Menschen die Essen abholte. Manche bestellen dort, die meisten machen das alles aber per Telefon. Dauer gewöhnlich 10-15 Minuten. Eine tolle Zeit, wenn man bedenkt, dass es auch noch ca. 60 Tischgäste gab.

Auch die Abholung und Bezahlung perfekt organisiert.

Das gesamte Personal besteht aus Nichtdeutschen. Deutsch wird verstanden, manchmal auch nur mit Knubbeln, aber es wird alles freundlich und schnell geklärt.

Es ist alles perfekt durchorganisiert, blitzschnell. jeder weiß was zu tun ist. 

Nur, das ganze artet natürlich in Hektik aus. Essen ja, aber ein ruhiges sitzen wird Fehlanzeige sein.

Da wir am Kommandostand saßen, wo der Boss sein Reich hatte, bekamen wir alles hautnah mit. (DER hat nach 1/2 Jahr Saison seinen Urlaub redlich verdient.)

Betonen möchte ich aber: Es herrscht immer ein sehr freundlicher Umgangston. nie etwas gestresstes. Alles perfekt im Griff.

Die Küche arbeitet prompt und rasend schnell.

Ich hatte zwei mal Personal gesehen denen man den Streß ansah.

Beurteilung des ganzen von mir. Essen ja, ein ruhiges speisen nicht.

Doch kommen wir zum Hauptthema.

Speisenkarte wie bei einem Griechen erwartet. Das übliche. 

Reichhaltig, bald zu viel. Aber wie auch beim Araber. Baukastenprinzip. Darum auch mit wenigen Einzelteilen eine große Vielfalt der Zusammensetzung,

Preise durchaus im üblichen Rahmen.

Die Speisenkarte wurde sofort hingelegt.

Bestellung von uns: 2 Grevensteiner Biere . 0,5l zu je 4,50€

Sie standen schnell da und auch die obligatorischen Ouzos mit viieel Eis.

Wir bestellten: 1 mal Bifteki und einmal die Tilemahos Platte. Beide Gerichte je 13,80€

Als erstes kam sofort ! , und das bei alles Gästen immer, ein Salatteller.

Nun, es war der übliche Teller wie überall, aber trotzdem war ein Balsamicoessig und , ich möchte es mal behaupten, auch etwas Honig drin oder dran., Auf jeden Fall eine kleine Überraschung für mich, denn ich hatte noch den sauren Geschmack der Essig Essenz des Arabers im Munde.

Dann das Essen. Wartezeit angemessen. Ich werde immer sehr nervös, wenn das Essen zu schnell kommt, aber hier war es wirklich angemessen.

Bifteki: Hacksteak mit Feta, Reis, Pommes, Zaziki. Lucie fand das Fleisch seeehr lecker. Frische Tomaten und gut gewürzt. Ich  freute mich, denn eine zufriedene Frau ist immer ein Gewinn für den Mann.

Tilemahos Platte: Gyros, Suzukaki, Lammkotelett, Reis, Fritten.

Nun mal im einzelnen. Suzukaki war normales Hackfleisch. Wobei das für mich immer zu trocken ist. Ist aber so. Das Gyros war hervorragend. Nicht von einem Spieß der schon eine Woche im Schaufenster hing. Hier merkte man den Speisenumsatz an. Das Lammkotelett war gut. Obwohl, ich weiß sie sind immer klein, aber dieses Lamm hätte man noch ein paar Wochen länger leben lassen sollen. Aber, in Anbetracht des Preises und der Menge, durchaus in Ordnung. Mir gefielen vor allem die aufgeschnittenen roten Zwiebeln. Man hat sich was dabei gedacht. Reis war eben Reis und die Fritten vollkommen in Ordnung. Im ganzen war alles für mich zu viel. Was zurück ging, lag nur an der Menge und nicht an der Qualität.

Um alles runter zu spülen: 2 Ouzos 0,2l zu je 2,50€ und 2 Griechische Moccas zu je: 2,50€ Die letzteren waren gut. Ich mag das süßliche. 

Und weil das so ist, wir zwar satt waren, aber irgendwie der Abschluss fehlte, bestellten wir zur Mitnahme noch: Loukoumades und Halvas zu je 4,50€ Haben es dann zu Hause doch nicht gegessen weil wir zu satt waren. Gekostet schon. Hefebällchen mit Honig. Wird nachher verspeist. ( Fotos sind nicht mehr Original. Wurde schon gekostet)

Bis hierher war der „Alte“ eigentlich zufrieden. Ich meinte, hier kämen wir noch öfter her. Nun mußten wir beide  aber Pipi machen.

Ich nahm meinen Ferrari und suchte das Sanitärgebäude. Es ist ja ein Campingplatz. Dieses war gleich gegenüber in ca. 20 Meter Entfernung. Sauber, großzügig, gepflegt. Es könnte hier Spass machen.

Lucie wählte den bequemeren Weg zu den Toiletten im Inneren der Taverne.

Beide trafen wir uns dann  am Tisch wieder.

Ich merkte schon, als sie kam, das irgendwas nicht in Ordnung war. Sie wollte auch den angebotenen Ouzo vom Haus nicht mehr.

Wir bezahlten und dann raus.

Der Gesamtpreis von 56,60€ war sehr angenehm und durchaus gerechtfertigt.

Im Auto sagte sie mir, das die Toiletten nun nicht das war, was man sauber nennt. Von den Baulichkeiten schon, aber ansonsten……

Irgendwie hatte ihr NUN das Essen nicht mehr geschmeckt.

Das es Säue unter den Menschen gibt, ist allgemein bekannt, nur dann muß man eben öfter putzen.

Ich persönlich gehe mal davon aus, ohne es gesehen zu haben, dass der Wirt es nicht wußte. Oder aber, man sollte die Reinigungsintervalle eben öfter machen. Nach Lucies Meinung war der Reinigungsdienst da aber schon einige Tage ausgefallen.

Leider hinterließ das letzte nun einen etwas gespaltenen Eindruck bei mir.

Das Problem ist hierbei, nun noch eine gerechte Beurteilung zu finden.

Denke, bei Gelegenheit gehen wir noch einmal hin und ICH besuche diese Örtlichkeiten auch selbst einmal.

Ich bin gern bereit dann MEINE Beurteilung zu korrigieren.









Samstag, 30. Juli 2022

Es hat nicht sollen sein


Nun, heute wollte ich mal nicht kochen. Dazu stand auf meiner Agenda schon lange ein Restaurant was mich neugierig machte. Da ich gern, bei allem, immer gern was neues probiere und Arabische Küche ich nur aus meiner Jugendzeit kenne, stand schon lange fest, heute gehen wir ins SINO.

„Arabische Speziaitäten“

Vorab:

In der Ansage großes Kino, im Endeffekt……. na ja, sagen wir mal,,,,, gut, aber ICH brauche das nicht noch einmal.

Fronten geklärt? Erklärung folgt.

Das Restaurant ist nicht weit von meiner Wohnung, aber mit dem Rolator war ich doch froh angekommen zu sein.

Tisch war um 17,00 Uhr im Innenraum bestellt. 

Dazu muss ich sagen, trotz Wärme, ich esse nur im Notfall im Freien. Hier zeigt sich schon, das alles was ich nun schreibe rein subjekiv ist und keine Allgemein Gültigkeit haben sollte. Denn hätte ICH  recht, wäre das Restaurant gegen 18,00 Uhr nicht so gefüllt gewesen. So aber gebe ich hier nur meine ureigenste Meinung wieder.

Fangen wir mal mit den Örtlichkeiten an.

Wie gesagt, ich war froh, angekommen zu sein.

Eine große, direkt an einer Ampel-Kreuzung gelegene, Terrasse erwartete uns. Eigentlich sehr nett eingerichtet, wenn da nicht die zwei Zugänge (Treppen) mit  jeweils 4 bzw.5 großen Stufen wären. Davon war eine ohne Geländer.

Also per se nicht für Rollstuhlfahrer oder schwer gehbehinderte ausgelegt. Es hilft auch niemand.

Für mich war das nun zwar kein unüberwindliches Hindernis, zumal Lucie den Rolator die Treppe hoch wuchtete,(Danke noch mal) aber das erste Manko fing schon an.

Innen, der erste Eindruck war sehr gut.

Zwar alles in dunklem Holz gehalten, (kenne ich noch aus Bayern) aber nicht billig, sondern gediegen. Die Polsterung auf den Sitzgelegenheiten in Leder und alles machte einen gepflegten Eindruck. Allgemein, alles sehr dunkel. Fangen wir gleich mit dem wichtigsten für mich an.

Die Toiletten. Die dagegen waren nicht die gleiche Liga. Das oberste Drittel aller Räume sehr dunkel getönt und überall eine Funzel von vielleicht 15 Watt als Beleuchtung. Dachte sofort an „Die Grünen“ : Strom sparen. Vielleicht sollte das wenige Licht aber auch verbergen, das die Toiletten, zwar sauber !!!, doch schon einmal bessere Zeiten gesehen hatten. Sie verwischten den guten Eindruck den das Interieur des Restaurants vermittelt hatte.

Unser Tisch war eingedeckt. 

Oder? Es lag ein Kunststoffset und Messer und Gabel da. Ein kleines dunkles Glas mit einer nicht brennenden Kerze. Kein Gewürz oder sonstiges.(Was ich im Nachhinein sehr bedauerte) Oh doch, eine kleine Papierserviette aus der großen Packung von Discounter war noch da. Sollte ich lieblos sagen?

Ein Herr (Wirt?) bemühte sich freundlich um uns.

Er brachte eine Karte. In jeder Hinsicht: Karte. Ein großes Blatt Kartonpapier. In Folie eingeschweißt mit den jeweiligen Gerichten. Was mir sofort auffiel. Keine Arabischen Köstlichkeiten und keinerlei Dessert. Ansonsten zwar Auswahl genug. Nur bei näherem Hinsehen erinnerte mich das an China oder Asia Restaurants bei denen aus 5 Grundgerichten, 30 Hauptgerichte im Baukastenprinzip, erstellt werden.

Es fehlte so manches, z.B., Beilagen sind was?

Die Getränke waren auf einem extra Blatt (halbe DIN A4 Seite) Auch überschaubar.

Warsteiner und König Ludwig Bier.

Die Preise der Gerichte bewegten sich immer um die 15,00€ (Abgesehen von den Platten für 1,2,4 oder 6 Personen.

Die Biere kamen. Gut gekühlt.

Der von mir bestellte Tsatsiki Salat, in einer Schüssel zu 5,00€ ,plus einem Körbchen mit selbstgebackenem (?) Brot als Vorspeise.

Gleich vorweg. Das Brot war und blieb das beste was aufgetischt wurde.

Der Salat selbst warf Fragen auf. Ist ein Griechischer Salat eigentlich typisch Arabisch? Wenn ja, sollte man ihn vielleicht mal etwas verfeinern. Oder sich doch in Griechenland kundig machen.

Die Hauptgerichte (Siehe Bilder) waren: Kalb- bzw. Rinderhack. Jeweils eine Salatmischung, Fladenbrot, 3 verschiedene Klekse mir irgendwas und Reis bzw. Fritten. 

Und alles auf EINEM Teller.

Mein altes Trauma kam wieder hoch. Der Essig lief in den Reis. Ist es denn zu viel verlangt, wenigstens den Salat in einer extra Schüssel zu servieren? Ich bezahle gern 0,10€ mehr für das Spülen der zusätzlichen Schüssel.

Im einzelnen: Das Hack, na ja. Ich hätte mehr gewürzt. Lucie fand es gut. Aber mit dem Essig vom Salat war es durchaus essbar.

Der Salat hatte meiner Meinung nach nur einen normalen Essig als Basis. Lucie meinte, da wären auch noch Kräuter drin gewesen. Ich habe keine gefunden oder geschmeckt. Auf jeden Fall war er sauer. Jawohl, und wie. Lucies Reis war, sagte sie, eine Wucht. Zwei verschiedene Sorten. Sie konnte sich nicht davon trennen. Meine Fritten dagegen? Für mich….. ich habe sie gegessen. Das „irgendwas“ war Mayonnaise, und was anderes. Aber auf der gleichen Grundlage. Gab mir die Möglichkeit die Fritten etwas geschmeidiger zu machen. Und das Hack? Na, eben Hack.

Wo war eigentlich die Wunder- und Gewürzwelt Arabiens geblieben? 

Arabien lebt von Gewürzen und Gerüchen.

Ich habe alles vermisst.

Auch bei meiner Frage nach etwas Gebäck oder irgend einer Nachspeise konnte man mir nichts anbieten.

Wobei gerade Arabisches Gebäck zu den Köstlichkeiten dieser Erde zählt.

Kein Likör oder Arabischen Mocca, Fehlanzeige.

Stattdessen gab es Ouzo und Wodka plus einem Espresso.

Na, das konnte ich auch in jedem anderen Restaurant ordern und bekommen.

Es kam auch während des Essens keine Nachfrage, trotz halbvollem Restaurant, über unser Wohlergehen, Wünsche oder Klagen.

Wenn ich so nachdenke, WAS war überhaupt Arabisch. WAS waren denn die Spezialitäten die auf dem Flyer stehen? Das meiste war Griechisch , Russisch oder Deutsch.

Schade, ein Traum von mir zerplatzte.

Auch die zwei Griechischen Ouzos aufs Haus brachten mir nichts. Ich brauche nichts umsonst. Was ich will kaufe ich mir.

Da die Rechnungssumme uns dann nur mündlich mitgeteilt wurde, ohne Rechnung, passte irgendwie/wo alles zu allem.

Dabei war das Potenzial da.

Touristen in jeder Zahl. Bereit Geld aus zu geben und auch mal etwas neues zu probieren.

Dabei bietet sich die Küche geradezu an um dem Deutschen lieblosen Einheitsbei mal zu zeigen was man in der Welt isst, und WIE!

Es hat nicht sollen sein.









Sonntag, 24. Juli 2022

Nur mal so, im Allgemeinen

Wenn ich so um mich schaue, ich meine in Bezug auf Essen, so findet man doch ganz selten nur noch NATUR.

Es wird zwar immer viel von „Regional“, „Bio“, oder „Naturrein“ gefaselt, aber die Wirklichkeit sieht anders aus.

Dabei hat sich m.M. der Begriff, was eben „natürlich“ ist, verändert.

Das beginnt schon mit der Züchtung neuer Sorten bei Obst und Gemüse und setzt sich überall fort.

Bestes Beispiel: Tomaten. Wer kennt denn eigentlich noch eine richtige Tomate und deren Geschmack?

Das, was da heute angeboten wird, hat mit einer Tomate wie ich sie noch kenne genau so viel zu tun wie ein Ford Lizzie mit einem 7er BMW.

Natürlich ist die Zeit weiter gegangen, aber muss es deshalb alles so künstlich und schlecht werden?

Oder denken wir an die Möhren bzw. Karotten.

Wer weiß schon, das Karotten früher lila und gelb waren?

Erst die Niederländer (nicht Holländer) haben sie im 16. Jahrhundert aus Politischen Gründen in Orange umgezüchtet. So wie sie heute noch sind.

Es liegt aber auch viel an uns, dem Verbraucher.

Ich bin manchmal über die Unkenntnis von „Hausfrauen“ entsetzt.

Das eklatanteste Beispiel ist für mich der Umgang mit Gewürzen und den Produkten die Geschmack vortäuschen.

Mindestens 75% aller Menschen schwören auf den Chemiecoktail „MAGGI“

Schon mal nachgesehen WAS das ist?

Ich stehe weiterhin zu meinen alten Satz:

„Eine Frau die Maggi verwendet, kann nicht kochen“

Denn Geschmack in einem Essen bekommt man durch natürliche Produkte und Gewürze und nicht durch Chemie.

Allein das Kunstprodukt Maggi, hat den Geschmack von Massen "umkonditioniert"

Genau wie die Discounter mit ihren Plastikbeuteln in denen sie etwas verkaufen was sich Wurst oder Käse nennt. Meist noch zu Phantasienamen.

Natürlich hat jeder seinen eigenen Geschmack, ist auch gut so, nur, auch den kann man verbilden. 

Vielleicht liegt es auch daran, das die Menschen heute kaum noch kochen können, sondern nur erwärmen.

Wenn ich in meinen Facebookgruppen so die Kommentare verfolge und darin vor kurzem die Frage fand: „Wie mache ich Bratkartoffeln?“ ist das zwar traurig aber für mich verständlich. Denn, nicht lachen, es ist gar nicht so einfach. Denn man muß ZEIT aufwenden. 

Und hier sind wir wieder beim Thema.

Es muss alles schnell gehen.

Leute, kochen macht Freude und und hat mit Zeit nichts zu tun. Jetzt bitte nicht kommen, „Wir sind berufstätig“.

Quatsch, das waren die Menschen immer.

Früher sagte man: „Liebe geht durch den Magen“

Es ist auch heute noch so. Darüber sollte manche Ehefrau einmal nachdenken.

Setzt doch Euren Partnern mal etwas frisches, selbst gekochtes, vor.

Und wenn ER/SIE dann Wowh sagt, ist der Abend gerettet.

Denkt doch mal daran, vielleicht wenn ihr das nächste mal im Supermarkt vor der Theke steht auf der „Gewürze“ steht.

Es ist meist nur Dreck oder Strassenstaub. Vor allem wenn es schon gemahlen ist. Denn dann ist alles an ätherischen Ölen schon verflogen und damit auch der Geschmack.

Überhaupt, vielleicht sollten wir einfach nur mehr über Lebensmittel und kochen nachdenken.

Das hat alles nichts mit dem Preis zu tun, sondern nur mit der Begeisterung und dem Willen etwas gutes und schmackhaftes zu kochen.




Samstag, 23. Juli 2022

"Hooger Fähre" Pellworm

 Nun war ich einige Tage auf Pellworm.

Abschied nehmen.

Dabei dachte ich nicht daran noch einmal etwas über Restaurants zu schreiben.

Heute nun hat sich das geändert.

Aus diesem Grunde, auch nur einige Stichworte die mir so im Gedächtnis geblieben sind.

Da ist u.a. die Hooger Fähre.

Vor einiger Zeit ist die komplett abgebrannt.

Lange Zeit war es fraglich ob sie jemals noch einmal wieder neu erstehen soll.

Kirsten hat es wahr gemacht.

Es entstand eine neue, alte Hooger Fähre.

Das wirklich schöne für mich war, dass der Neubau wirklich neu, in allen Facetten, war und trotzdem man versucht hatte den alten Flair bei zu behalten.

ICH meine.

Es ist rundum gelungen.

Auch optisch fühlt man sich gleich wohl.

Da die Besetzung der Küche und der Service unverändert blieb, sage ich mal, dass ein nahtloser Übergang geschaffen wurde.

Essen und Preise wie gehabt.

Atmosphäre wie gehabt.

Ambiente moderner aber immer noch wohlfühlend.

Mein Beurteilung.

Wie immer, ein Besuch wert.







"De Kohstall" Poppenbüll

Da ist nun der Kuhstall bei Poppenbüll.

Eigentlich, egal von wo man kommt, immer gut ausgeschildert.

Trotzdem kann es passieren, dass man ihn sucht und vielleicht vorbei fährt.

Es lohnt also schon, die Augen offen zu halten.

In jeder Beziehung.

Ein ehemaliger Bauernhof, umgebaut und die Stallungen, nämlich den Kuhstall, als Essraum ausgebaut.

Großzügig mit viel Platz. Auch für Rollstuhlfahrer.

Toiletten innen liegend und alles barrierefrei.

Parkplatz satt.

Es lohnt aber auch, einmal etwas rum zu laufen.

Ruhig, ausruhen, am Seerosenteich mal verweilen, Erholung pur.

Auch Ferienwohnung vorhanden.

Zusätzlich kann man auch draußen sitzen.

Klein, aber gemütlich mit Strandkörbe.

Kein Strassenlärm.

Der Chef selbst bedient und die Frau werkelt in der Küche.

Fleisch vom Nachbarbauer. (Aussage des Wirtes)

Für mich eines wichtigsten Kriterien:

Ganztägige Küche.


Wir beide haben draußen gesessen.

Tagesangebot:

Lammleber mit Grünen Bohnen und Kapü.

Ob letzteres selbst gemacht war????? iCH denke ja.

Preis? Vergessen, aber nicht über 18,00€


Drinnen gibt es auch noch verschiedene Touriprodukte, aber auch manches selbstgemachte von Lebensmitteln.

Es lohnt also auch einmal rein zu gehen.

Freundlich sind sie allemal.

Fazit:

Eine kleine Oase um mal ab zu schalten, sich wohl zu fühlen.

Ist einen Versuch wert.





Freitag, 22. Juli 2022

"Europa" Garding

Man sollte aber auch mal was kleineres essen.

So die Idee.

Pizza wäre doch was. Lange nicht gehabt. Ich selbst bin nun kein Fan von diesen Teigplatten mit was drauf, aber manchmal muss es schon sein um zu erkennen wie gut richtiges Essen sein kann. Meine Abneigung kommt daher, dass ich zu oft diesen Teig da in der MItte nicht durchgebacken bekommen habe . Ich mag eben diese matschige Pampe nicht. Im übrigen kenne ich richtige Pizza. Die hat meist mit den hiesigen nichts gemeinsam. Allein schon die Aussage: „Sie war schön knusprig“ ist , nach meiner Erfahrung im Süden Italiens völlig undenkbar. Dann kann ich auch Knäckebrot essen ( Auch ein Greuel für mich)

Doch zu den Realitäten.

Lucie mag Pizza.

Hat da noch jemand Widerworte? WEHE!

Auf zu einer Pizzaria ,von der ich weiß, das diese Bezeichnung nur ein Nebenprodukt ist. Man kann dort auch ausgezeichnet „vernünftig“ essen. Fleisch oder auch Fisch.

Das EUROPA in Garding.

Von der Hauptstrasse, gegenüber dem EDEKA Markt die kleine Gasse rein. An KERLIN vorbei. Links oder rechts rum um die Kirche.

Dort steht das ehrwürdige „Kardamon Haus“

Parkplätze satt. Aber, Kopfsteinpflaster. Rollatoren oder sonstwie etwas problematisch.

Ansonsten ist das Lokall barrierefrei  Auch die sehr sauberen Toiletten.

Man kann auch auf der überdeckten Terrasse sitzen. Autoverkehr ist kaum, also ruhig und ohne Abgase.

Innen, sehr gepflegt und beileibe nicht mit einer Pizzabude zu vergleichen.

Freundliche Bedienung. (Keine Deutschen! Gott sei Dank)

Um es kurz zu machen.

Getränke : Lucie Bier 0,5l = 4,80€. Ich Valpolicella 0,25l = 6,00€

Beides ok.

Pizza: Lucie Rucola mit Parmaschinken = 14,50€ . Ich Capricciosa = 12,90€

2 Ramazotti  0,2l = je 3,00€

2 Espresso = je 1,80€

Alles gut.

ich war satt, mehr nicht.

Lucie war begeistert.

Ich musste es notgedrungen auch sein. (Was richtiges auf dem Teller wäre mir lieber gewesen) aber man wird eben im Alter bescheiden.

Fazit:

Durchaus empfehlenswert. Wären wir länger auf Eiderstedt geblieben, wäre es nicht bei diesem einmaligen Besuch geblieben.

Mitentscheident war für mich das Interieur und der Wohlfühleffekt. (na ja, bei dieser Tischdame kein Wunder)






Donnerstag, 21. Juli 2022

"Möllner-Hof" Welt

Da gibt es in der Welt, einen Ort der heißt auch Welt.

Etwas abseits der Hauptstrasse führt eine Nebenstrasse durch diesen Ort.

 In einer scharfen Kurve fährt man am Gasthof Möllner-Hof vorbei.

Manche sagen auch Kirchpielkrug, aber das war mal früher der Name.

Er firmiert zwar als Hotel, was er viellicht auch ist, aber in meinen Augen, ist es doch mehr ein Gasthaus.

Etwas in die Jahre gekommen, aber das soll kein Manko sein. Denn auch diese Häuser haben einen gewissen Charme.

Vor allem das Publikum und auch die überaus freundliche Bedienung tun ihr möglichstes dazu bei.

Gemütlich und sich wohlfühlend.

Ist eigentlich schon die halbe Miete.

Wenn nun  dazu noch eine gut bürgerliche Küche, mit deftigen Portionen, zu einem Preis kommt der seinesgleichen sucht, dann, ja dann, fühlt man sich wohl.

Parkplätze stehen vor und neben dem Haus zur Verfügung.

Leider nur Mittags- und Abendtisch.

Barrierefrei.

Toiletten gut zu erreichen und sauber.

Personal, wie schon erwähnt, dem Gast zugewandt.

Interieur, Charme der alten Zeit.

Speiseraum relativ groß, da ja auch Gäste im Haus wohnen.

Vor der Tür steht jeden Tag eine Holzplatte mit zwei Tagesgerichten.

Innen sind die Tische eingedeckt und man hat freie Platzwahl.

Das einzige Manko in meinen Augen wäre, es stehen immer noch diese Gläser mit dem Zeug auf dem Tisch was sich Salz und Pfeffer nennt. Aber ich bin mir sicher, eines Tages stehen auch hier Mühlen auf dem Tisch.

Wir beide entschlossen uns für das auf der Tafel angebotene Gericht:

Ochsenbacke geschmort, mit Finger Möhren und Schalotten, Kroketten zu 15,50€

Und , ich konnte es erst kaum glauben, die Sauce in einer extra Sauciere.

Heutzutage selten, aber durchaus wünschenswert.

Seht das Bild an.

Noch Fragen?

Da es auch noch Sau lecker war, erübrigt sich jede Frage.

Aber auch anderes bietet die Karte in großer Anzahl an.

Bier, Kaffee, Schnaps war bei uns obligatorisch.

Fazit:

Durchaus empfehlenswert.

Preiswert, vielfältig, reichlich, gut, freundlich.

Hier kann man nichts falsch machen.