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Samstag, 20. Dezember 2025

Herr He, Hamburg




Wir waren ein  paar Tage in Hamburg.

Möglichkeiten um was zu essen oder zu speisen, unendlich.

Für mich war entscheidend, dass ich das Restaurant vom Hotel barrierefrei erreiche.

Das ist beileibe nicht selbstverständlich.

Der Clou aber war, bald bei allen, so auch hier, kommt man in den Betrieb nur über eine hohe Eingangsstufe. Da ich das überall so sah, denke ich mal, das es was mit Hochwasser zu tun hat.

So auch bei diesem Restaurant.

Da stehst Du dann mit deinem Ferrarie vor einer 35 cm hohen Stufe.

Lucie krempelte die Arme hoch. Ich lehnte mich an die Scheibe um nicht zu stürzen, und…….

Von innen wurde das bemerkt und sofort kamen einige Damen und Herren um mich in das Lokal hinein zu wuchten.

Alles wuselte um uns rum.

Tisch natürlich sofort wie gewünscht.

Ach wären Deutsche Servicekräfte nur annähernd so aufmerksam wie diese Chinesischen Damen und Herren.

Das Restaurant selbst ein  eigenartiges Lokal., relativ schmal, dafür aber (schätzungsweise) 8 Meter hoch.

An den Wänden Bilder im Format: 1 Meter x 4 Meter. Alles Chinesischer Art, aber keinesfalls aufdringlich oder überladen.

Sehr sauber.

Publikum schien aus vielen Bekannten zu bestehen. Man sah es auch an der Art ihrer Bestellung

Was ich auch schön fand.

Speisenkarte lang, aber trotzdem übersichtlich.

Alles mit einer Nummer versehen

Daneben ein Block und ein Kugelschreiber.

So konnte man also seinen Wunsch aufschreiben und auch noch einmal nachschauen und ändern.

Zusätzlich Gabel, Löffel und Stäbchen.

(Das letztere brauchen wir nicht, das mag jeder benutzen der dazu ein Affinität hat.) Aber ein Messer wäre für mich schon nicht schlecht gewesen.

Wenn das Mäuschen nun merkt, dass man so seine Wahl getroffen hat, nimmt die den Block ohne zu fragen und Dein Essen ist gebont.

Die Preise bewegen sich, nach meiner Meinung , im unteren Drittel.

Wo kann man schon für 10,00 € zu Mittag essen?

Noch eine Besonderheit.

Speisen die schärfer als normal sind, sind in der Karte mit einem großen roten Haken gekennzeichnet. 1 = scharf, 2 sehr scharf.


Bier, (Uns war danach) Spatenbraü, München.


Da wir keine Rechnung haben, Angaben nur aus dem Gedächtnis,

Lucie:

Frühlingsrollen (gefüllt mit Gemüse)

Gebratene Reisnudeln mit Gemüse




Gerhard:

Peking Suppe 

Gegrillte  Ente ohne Knochen mit Gemüse und Reis




Pflaumenwein

Bambusschnaps


Die beiden letzteren gingen auf das Haus trotz eigener Bestellung 

Dann hatten wir Mühe, ohne das Gesicht zu verlieren, das angebotene Eis NICHT an zu nehmen.

Auf jeden Fall war die Endsumme: 74,40€


Für uns, auf jeden Fall empfehlenswert.

Kein Imbiss, sondern schon ein gutes Restaurant aber mit Imbisspreisen und dem Aufmerksamkeit eines guten Hotels.

Allein der Abschied erinnerte mich an das Verlassen von langjährigen , guten Freunden.


Montag, 6. Oktober 2014

Restaurant - Kritik (12)



Zu den Anbietern kulinarischer Genüsse gehört diese Gruppe der auch  " Essen " anbietenden,  sicher nicht. 

Die " Asia" Gruppe.
Hier ist das Feld so gross, das ich es nur  anreissen möchte.
Mindestens so gross, wie die Speisenkarten lang sind.
Ich möchte mich darum hier auch ganz kurz halten und nur einige Stichworte, zum nachdenken, in den Raum werfen.
Die meisten Betreiber sind nicht die Besitzer, meist auch nur Angestellte.
Und wenn nicht, werden sie von eigenen Kartellen mit der eigenen Ware beliefert.
Diese Geschäfte sind streng organisiert. Genau wie früher die Märkte. 

Ich war in Asien und weiss diese Küche zu schätzen
Nur, was einem hier bei einem " Chinaimbiss " angeboten und serviert wird, hat nichts damit zu tun.
Absolut nichts! 

Wenn ich z.B. die Anzahl der Tagesgäste sehe, auf der Speisenkarte 400 verschiedene Gerichte zur Auswahl stehen ( also vorgehalten werden müssen) dann muss ich passen.
Also alles TK Ware?
Dazu kommt noch, das das was ich esse meist undefinierbar ist.
Ich lasse diese Etablissements meistens links liegen.

Einen guten Appetit allen die es mögen.
( Ehrlich, bitte nie beim Essen nachdenken was sie da gerade essen. Bitte! )

Die nächste Gruppe mit der ICH kein Freund werden kann.
Die Frühstücks - und " alles kannst Du (fr)essen " Restaurants.
Einmal bezahlen und nun haue rein.
Möglichst schnell den Teller voll hauen ehe der Nachfolger auch was davon haben will.
Es schmeckt mir zwar nicht oder es war sowieso zuviel, aber ich war schneller.
Positiv finde ich an dieser Form der Nahrungsaufnahme, das man sogar  noch  Fitnesstraining zusätzlich bekommt . Gratis!
Denn das ewige hin und her laufen, das sich durch die Tische zwängen, das eilen und drängeln  um noch an etwas bestimmtes zu gelangen, der Balanceakt mit den Tellern, Gläsern und Tellern zwischen den Stuhlreihen, all  das trägt ja auch zur körperlichen Ertüchtigung bei.

Damit auch die menschliche Komponente nicht zu kurz kommt, ergeben sich  immer wieder Gespräche mit Unbekannten wenn man in der Warteschlange steht.
Ich habe mich das letzte mal in Russischer Gefangenschaft für mein Essen anstellen müssen.
Nie mehr in meinem Leben!!!!!!!!  

Was ist das Motiv eigentlich? 
Zu allererst : GEIZ!
Ich bezahle einmal pauschal, und kann dann in mich hineinstopfen bis ich platze.

Dazu, vor allem beim so beliebten Frühstücksbuffet: Die FAULHEIT.
Denn was sollte mich veranlassen, mich morgens anzuziehen, weg zu fahren, mich anzustellen um Kaffee aus einer Warmhaltekanne ( statt frisch aufgebrüht ) mir zu holen, Aufschnittwurst von irgend einem Discounter von einer Silberplatte mir zu nehmen,  mich zu ärgern, das das Mohnbrötchen der fiese Kerl da hinten sich geschnappt hatte und zusätzlich das in Massen aufgetragene, billige Parfüm meiner unbekannten Nachbarin ein zu atmen.
Vor allem wenn von der anderen Nachbarin ein guter Käsegeruch sich damit vermischt?
( oder sind es doch ihre Nylons?)

Das sind die gleichen Menschen, die statt ihren Kindern zu Hause ein gutes Frühstück zu machen, und  dabei noch das Familienleben pflegen, denen  ein paar Euro morgens in die Hand  drücken, damit die sich von der Bäckersfrau ( hier wird das anstehen nach Essen gelernt )  ein Brötchen schmieren lassen um dieses dann aus der Faust während des Laufens zu essen.
Nicht das welke Salatblatt, einschl. der Nitrate, vergessen. Ist doch  so gesund.
Aber aufpassen , in der anderen Hand ist das Handy.
Die zukünftige Generation die keine Ahnung mehr vom Essen, Lebensmitteln und damit Kultur hat, wird hier herangezogen.

Dabei kostet  das dann noch das mehrfache von dem als wenn es  zu Hause selber gemacht worden wäre. 
Faulheit lässt grüssen! 

Im übrigen:
Das Frühstück ist FÜR MICH  die schönste Zeit des Tages und absolut heilig.


( Fortsetzung folgt )  


Mittwoch, 10. September 2014

Chinesisches Essen?



Da lese ich allerorten:
" China Restaurant"
In jeder Stadt. Sogar auf dem Land.
Es gibt sogar viele Anhänger dieser Kunstrichtung.

Kunstrichtung?
Oh ja. Denn es ist schon eine Kunst, aus 6 verschiedenen Zutaten  plus Geschmacksverstärker , 297 verschiedene Gerichte auf einer Karte anzubieten.
Und dann im Hinblick darauf, das vielleicht am Tag 5 Essen verkauft werden.

Und wenn dann das Gesundheitsamt immer noch nicht einschreitet, diese Geschäfte aber über Jahre hinaus existieren und sogar ihren Besitzer ernähren, dann nenne ich das schon " Kunst!"  

Das allerschönste daran ist für mich, das ein " China" Restaurant " Chinesische Gerichte" anbietet, wo es überhaupt keine " Chinesische Küche" gibt!
Würden die wenigstens noch " Asiatische Kochvariationen" dazu sagen. Damit könnte man sich anfreunden. Aber " China  " das ist Quatsch.

Wenn man wenigstens noch schreiben würde:

Kantonesisch, Xiang, Min oder wenigstens Nord- bzw. Südchinesisch .      

Aber wie gesagt,  so, ist das völliger Blödsinn.

Kein Nordchinese kennt, oder würde es vielleicht essen, was aus Kanton kommt.
Auch die 1000 jährigen Eier wird man nicht in ganz China finden. ( Nebenbei bemerkt, schon der Geruch  ist für unsere Nasen widerwärtig) 

China ist kein Land, sondern ein Erdteil.
Der im Norden, mit seiner geschmacklosen und faden Küche, kann noch  nicht einmal mit dem Landsmann im Süden sprechen.
Sie verstehen einander nicht einmal.

In einem war und ist man sich einig.

" Langnasen" ( Europäer) fressen alles.
Darum ist es das Ziel vieler Chinesen hier in Europa das  grosse Geld zu machen.
Es muss nur fremdländisch klingen und  aussehen und " in" sein.

Das haben nun auch  die Japaner mit Ihrem " Sushi" erkannt.

Bei beiden muss man sich nur im klaren sein.

Mit dem was in diesen Ländern gekocht und gegessen wird, hat das hier herzlich wenig zu tun.

Aber es ist eben " in." 

Mal sehen, vielleicht schreibe ich hier noch manches auf woran ich mich erinnere.
Ich bin unter anderem auch mal mit neugierigen Augen , 6 Wochen mit einer kleinen Gruppe durch ganz China gereist.
Bin kein Experte, nein, aber manches ist mir aufgefallen und habe ich mir gemerkt.