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Sonntag, 19. Oktober 2014

Weisskohl aus Dithmarschen

Ich habe aus dem grössten Kohlanbaugebiet Europas, Dithmarschen, einen Weisskohl mitgebracht.
Ich weiss nicht wie schwer der ist. Ein Riesending. 
Frisch vom Feld.
Nur, den muss ich allein auch vernichten  !

So viel anderes zu essen habe ich auch nicht mehr im Haus.
Dagegen habe ich die perfektionierte Fritten Küche langsam satt.

Zwiebeln in einen Bräter, Fett, anschmelzen.
4 Kohlwürste klein geschnitten.
1/4 Kohlkopf in Streifen dazu.
1 Büchse Pomodori, Kümmel, Salz, Pfeffer, und was liegt hier noch rum?
Fond und Pepperoniepaste.
Abgelöscht mit Weisswein.

Nun schmort das ganze.

Ich weiss noch nicht wie es schmeckt.
Da aber alles echte Ware ist, bekommen wir das schon hin.

Ein kleines Problem habe ich dennoch.

Warum ist die Flasche Wein schon leer?
Ich muss doch noch was nachgiessen!?

Ob mein Hund da........
Da tun sich Abgründe auf und für mich Entschuldigungsgründe.
Aber was solls.
Es fragt eh keiner mehr danach.

Nun warten wir es ab.
.............

Eben mal probiert .
Macht sich.
Hätte nur von der Pepperoniepaste etwas weniger nehmen sollen. Vielleicht ein Viertel von dem was ich genommen habe :-)))))))

Egal, tötet dann eben alle Bakterien.

Probiert: Perfekt.
Ein bisschen zu viel " al dente" , aber das kommt noch.
Noch ne Flasche Wein ist nötig, aber nicht um in den Topf zu schütten.
                                             
.........

Und wieder fiel mir ein:
Der Kohl kostete : 1,00€
Fett, Zwiebel, Tomaten,  Gewürze, 1,50€
Den Wein rechne ich nicht, der muss nicht sein.
Wurst: 2,50€

Gesamtsumme: 5,00€ 
Das ergibt bei 4 Portionen:

Je Essen 1,25 € !!!!!!!!!

Gegenrechnung.
Weissmehl und Wasser mit Resten aus einem Grossgebinde vom Discounter ergibt eine Pizza.
Kosten zwischen 8-10,00€
Plus Wuchergetränkepreis.
Plus Fahrtkosten zu dem Laden der einem die eigene Faulheit stärkt.

Gesamtsumme je Essen : 20,00€
 ( billigst gerechnet. Oder wer rechnet sich  mal die echten Fahrtkosten aus?)


Vorschlag:
Um nicht ewig zu klagen, wie schlecht es einem geht und wie gut es andere haben, mal sich bewegen und selbst etwas machen.

Keine Zeit?
Das machen, dauert genau so lange wie das hinfahren.

Keine Lust?
Mal den Asch bewegen statt zu jammern.

Gesünder ist es sogar auch noch.

Wenn ich wenig Geld habe , muss ich mal mein Gehirn einschalten.



Sonntag, 5. Oktober 2014

Restaurant - Kritik (11)


Da sind wir nun bei den " Fritten und Pizzabuden "gelandet. 

Es gilt als schick, wenn man Fritten serviert, die dünn sind. Ich  habe nichts dagegen, möchte sie aber auch trotzdem nicht.
Für mich ist die Kartoffel das Ausgangsprodukt und das will ich schmecken.
Diese Stricknadel dünnen Stäbchen schmecken nach nichts.
Sind voll Fett und ausserdem auch  schnell kalt.  ( und dann hart ) 
Muss ICH nicht haben.
Es geht nichts über eine Belgische Fritte.
Kein Wirt ordert sie beim Grosshandel. ( oder glauben sie das die Dinger vom Lokal selber gemacht werden?) 
Dafür aber diese TK Kroketten.
Leider habe ich noch nicht ergründet aus was die bestehen.
Weich sind sie innen. Nur, was mag das sein? 

Die Pizza ist ein eigenes Kapitel.
Genau wie die Pasta, auf Deutsche Wünsche umgemodelt.

Immer wieder höre ich:
" Dünn und knusprig, wie sie sein muss " 
Nein, wie man sie persönlich gern hätte!!!! 
Ich z.B. mag sie NICHT knusprig! 
Denn Pizzen sind, je nach Herkunft , beileibe nicht knusprig!
Im Süden Italiens,  von wo sie ja herstammen, sind sie z.B. dicker, weicher und nicht knusprig. ( und besser!) Sie werden auch ganz anders zubereitet. 

Schön finde ich, wenn dann die servierte Pizza, in 8 Stücke geschnitten wird, ein Stück in eine  Hand, mit der anderen der Belag festgehalten,  die Augen auf die Tischdecke gerichtet, und gemampft wird.
Das ist der Sohn. 
Die Tochter, eingedenk ihres Magerwahnsinns in den Nudeln stochert.
Die Mutter versucht vornehm mit Messer und Gabel den Salat zu vernichten, derweil  Papa den Kampf mit den Erbsen und der Gabel längst aufgegeben hat.
Man weiss ja was sich gehört!

Viele Restaurants bieten neben der traditionellen Küche, nun auch Pizzen an.
Nie selbst gemacht. ( wie auch, wenn alle paar Tage mal eine bestellt wird ) 
Also TK Ware.
In jedem Supermarkt werden sie nicht nur angeboten, sondern auch tonnenweise verkauft.
Wenn ich dann lese, eine Pizza kostet am Ende der Herstellung, Lieferung und Tiefkühlkette, rd. 1,60€  im Verkauf, dann überkommt mich das Grauen.
Was mag man mir da vorsetzen?
Das sind ja allein die Stromkosten der Tiefkühlkette.
Und das soll ich auch noch  essen?

Dabei ist das herstellen einer eigenen Pizza kinderleicht.
Ich weiss was drauf ist, es ist mein Geschmack und dazu immer noch  billiger als bei " Luigi "an der Ecke.

Ich habe selten eine wirklich gute Pizza in Deutschland gegessen.
In Italien rieche es in 100 meter Entfernung: 
Dort ist eine Pizzeria. 
Warum? Weil auf eine richtige Pizza auch richtige Kräuter  und Gewürze drauf gehören.
Und nicht " Fondor oder Maggi" 

Da die Pizza ja im Prinzip eine Resteverwertung ist ( aus Armut entstanden,) die Deutschen auf dieses dünne Fladenbrot aber soooo abfahren, denke ich oft an die Resteverwerter meiner vergangenen Jahre.
 Die aber standen im Stall und wurden bei erreichen der 4 Zentner Marke geschlachtet. 

Wie schnell eine Wohlstandsgesellschaft doch auf ein " arme Leute " Essen umgepolt werden kann.

Wenn ich dann noch sehe WIE in einem Restaurant !! eine Pizza hergestellt wird ( auf gut Deutsch unaufgetaut in den Ofen geschoben wird )   frage ich mich doch, warum gehen die Leute nicht gleich zu " Luigi"? 
  
Immerhin, für mich immer noch verständlicher als die Anbieter des nächsten Kapitels.


( Fortsetzung folgt )

Dienstag, 20. Mai 2014

Ruhmansfelden: Pizzeria

Quizfrage:
Was hat die Wüste Gobi und der Bayrische Wald um 17 Uhr gemeinsam?
Es ist kein Leben vorhanden!( Oder nur sehr versteckt.)

Wenn Sie Hunger haben, und nicht bis 18 Uhr warten wollen wo sich ein Lichtlein auftut, Sie auch niemanden fragen können , sieht es ziemlich duster aus. 

Nach bald  20 km Fahrt kam ich durch Ruhmansfelden. Es leuchtete " Pizzeria " an einem Haus. Es war so unscheinbar und nichts sagend  von aussen, das ich eigentlich nur aus Neugier anhielt. 

Für Behinderte und Ältere ( also für mich auch in der Zukunft) eine doppelte Freitreppe zum Eingang.
Die aussen hängende Speisekarte erweckte in mir den Eindruck das sie noch vom Vorbesitzer aus dem ersten Weltkrieg dort hing.
Lieber Wirt!
Dieser Kasten mit Ihrer Karte soll Gäste anlocken.  Licht, Angebote, Versprechen gehören dort hinein. So ist er nur abschreckend.

Innen ? Na, das ist doch was. Sehr einladend und freundlich. Platz für ca. 40 Personen. Doppelt eingedeckte Tische. Zwei nette junge Damen. 
Zwar freundlich, aber es fehlt die Routine der gespielten Herzlichkeit.
Immerhin, das Gegenteil von aussen.

Die Karte wurde gebracht mit der obligatorischen Frage : " was möchten Sie trinken?" 
So langsam geht mir das auf den Geist. Ich möchte erst ankommen, mich setzen, und wenn ich gewählt habe, weiss ich auch was ich trinke!

Die Karte. Wie bei allen Italienern ( oder Südeuropäern) viel zu gross.
Es ist wie in der Liebe: Nicht die Grösse ist entscheidend, sondern die Qualität! 
Viel Calamares, etwas Schweinefleich, kein Rindfleisch, dafür aber Pizzen und Pastas. 
War auch o.k. , ist ja eine Pizzeria.

Wein. Immerhin wurden mir verschiedene angeboten. Der von mir gewählte Bardolino zu 4,00€ war sein Geld wert. 
Dann eine Pizza Diavolo. Ich bin kein grosser Pizzafan, aber es reizte mich, der Zusatz " scharf" 
Wartezeit normal.
Pizza selbst war gut? Oder sehr gut? 6,50€ ? Dann war sie sehr gut. Auch gut scharf
Eigentlich war ich satt und zufrieden. 
Das Schild " selbstgemachtes Tiramisu erregte mein Interesse.
Preis 3,90€. 
Der Espresso kam auf 1,50€. Leider war der nun kein Italienischer, sondern ein Deutscher.
Da in der Küche zwei Italiener werkelten, hätte ich sie gern gefragt, was sie sich dabei denken diesen Kaffe als Espresso an zu bieten.
Leute, die Hälfte Menge Wasser und wir sprechen uns noch mal.

Die Frage nach welchem Schnaps es mich gelüstete fand ich nun wieder super!
Man fragt mich, was ich geschenkt haben will!
Natürlich ein Grappa. Er war Standard, dafür aber in einer vernünftigen Menge. 
Da kam mir der Spruch in den Sinn : Einem geschenkten Gaul schaut man nicht aufs Maul.

Fazit:
Gute Pizzeria. Vor allem,  weil Sie gar keine andere Auswahl haben.
Sauber allemal.
Service etwas jung und ohne Erfahrung.
In der Küche keine Hiwis, sondern Italiener die ihr Handwerk können.
Parkplatz vor der Tür.
Eigentlich war es ein netter Abend, wenn mir nicht ein Zahn abgebrochen wäre an dem noch zwei andere hingen. 
Ich möchte aber betonen: Von allein, hat nichts mit dem Essen zu tun.
Natürlich wurde ich dadurch etwas in meiner Urteilsfähigkeit getrübt, denke aber trotzdem das Wohl dieser Pizzeria vorweg gestellt zu haben.




Montag, 31. März 2014

Wochenmarkt

Mal wieder auf dem Wochenmarkt

. 
Holländischer Stand mit Franz. Maishähnchenkeulen.
Ist doch was.

Aufs Blech.
Gemüse ( Auberginen, Zuccini, Spitzpaprika, rote Zwiebeln, Dosentomaten.) 
Dazu das übliche. Knoblauch, Ingwer, Chillyschoten, Tellicherrypfeffer, ein guter ! Schuß Weißwein.
Die Schenkel mit viel Olivenöl und edelsüßen Paprika etwas marinieren.
Und dann ab in das Rohr. ( 180 Grad, Umluft, 45 Minuten )


2 Stunden später:

Zwar etwas zu Tomatenlastig, aber gut.
Man merkt doch, wenn man nicht diese Deutschen tiefgefrorenen Gerippe aus der Theke kauft.

Bin zwar kein Geflügelfan, aber ab und zu…..

Blieb nicht all zuviel übrig. :-)))))

Kosten unter 10,00€
Wenn ich mir dagegen Deutschlands Lieblings„essen“ , eine gebackene Mehlpampe mit zwei Stücken aus einer Dose vorstelle ?( Pizza)

Morgen wieder was neues  ausdenken.