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Donnerstag, 11. Oktober 2018

Und immer noch auf der Findung.


Nun, 10 Tage sind rum.
Das Thema Küchenmaschine beschäftigt mich immer noch.
Essen, Lebensmittel und das Kochen waren immer mein Ding.
Letztendlich ist essen das zweitschönste auf der Welt
Im Moment gehe ich schwanger mit der Idee mir doch noch einen Küchenhelfer an zu schaffen.
Gebe zu, dass das Essen zu zubereiten in solch einem Gerät zwar auch was für sich hat, wenn ich aber ehrlich bin, mich hat  meine alte Sucht etwas zu haben wo Drähte, Schalter und sonstwas dran ist, doch sehr stark beeinflusst.

Nun! es ist wie die Büchse Pandorra.
Einmal aufgemacht, wirst du erschlagen.
Zuerst muss man unterscheiden.
Automatische Allesmacher Kochgeräte
Heissluftfriteuse
Multikocher
Slow cooker.

Alle diese Geräte decken immer nur einzelnes ab. 
Das andere kann wieder etwas besser als das andere .

Fangen wir einfach mal an.
Der Platzhirsch ist der Thermomix  von Vorwerk.
Auch der teuerste. 1200,00€ 
Soll !!! ????  auch der beste sein.
Kommt für mich aber nie in Frage, weil der Hersteller Vorwerk heisst.
Den habe ich noch von seinen Kobold Staubsaugern in unangenehmer Erinnerung. 
Es war nie mein Bestreben eine Unzahl von nervenden Vertretern ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.
Hier, wie seit Jahrzehnten, das gleiche Geschäftsmodell.
Man kann den Vorwerk Thermomix NIE  und nirgends selber kaufen.
Man muss immer einen Vertreter dieser Firma  anfordern, dann noch drei weitere interessierte suchen und dann wird in deiner Wohnung eine Vorführung gestartet. 
Im Anschluss daran  darfst !!!! du kaufen. 
Darum auch dieser Wahnsinnspreis, denn diese Vertreter wollen ja auch leben. 
Ausserdem nerven sie dich dann bis an Dein Lebensende. 
Also da bin ich nicht doof genug für. 
Dann gibt es noch zwei oder drei Konkurrenten, sind aber Testmässig   schlechter.
Dieser Gerätetyp  fällt also für mich aus.

Heissluftfriteuse.
Grosse Auswahl, völlig unübersichtlich.
Preis ab 50,00€, nach oben offen.
Funktionen im Prinzip alle gleich.
Heisse Luft pustet auf die Lebensmittel
Erfahrungen anderer gelesen.
Was mich nervt, war immer, ohne Fett alles machen und Fritten herstellen. 
Erstens muss jedes Gericht Fett haben und zweitens esse ich so gut wie nie Fritten.
Wenn, dann aber richtige. 
Der Wahn vieler, durch eine Umstellung der Ernährung auf Blätter oder ausgetrocknetes Zeug,  gesünder zu werden, 
dem bin ich noch nicht verfallen.
Gesünder brauche ich nicht zu werden, denn wer so alt wie ich geworden  ist, kann nicht viel falsch gemacht haben.
Und von der heissen Luft ausgetrocknetes Zeug scheint mir auch nicht  gerade das schmackhafteste zu sein.

Slow Cooker
Das fällt weg.
Denn hier wird nur, mit weniger Temperatur, länger gekocht. Das kann ich überall, dafür benötige ich keinen extra Kocher.

Multikocher.
Hier werde ich mit Sicherheit fündig.
Preis von 50,00€, bis ins unendliche.
Funktionen...
Braten, garen, dämpfen, Dampfkochen, backen. Und, und, und.
Mir persönlich hat es im Moment das Dampfgaren angetan.
Kenne ich noch von früher, scheint heute etwas in Vergessenheit  geraten zu sein. Dabei wäre es das beste für die Erbsenzähler bei den Kalorientanten.
Und nun  beginnt das endlose vergleichen für mich.
Viele Gruppen auf Fratzelsbuch besucht.
Wohw, alle diese Damen haben einen Fuhrpark an elektrischen Geräten im Besitz.
Multikocher immer gleich mehrere.
Nach längerem forschen muss man das aber anders sehen. 
Alle diese Frauen kochen zwar gern und gut, haben aber die gleiche, uneingestandene Sucht nach der Technik und dem neuen,  wie ich. 
DAS macht sie mir alle so sympathisch.

Doch zu mir zurück.
Muckelchen verdreht  zwar immer öfter die Augen  wenn ich ihr wieder etwas zeigen will oder vorlese, aber da muss sie halt durch.

Im Moment sind auf meiner Favoritenliste  zwei Geräte 
(kann sich aber noch ändern) 
Krups 4 me ( ein Franzose zu rd.. 180,00 €)
Ollas  G de luxe ( ein Spanier zum gleichen Preis) 
Denke aber mal der Spanier wird gewinnen, weil man für 
rd. 25,00 € noch einen Halogenaufsatz zum grillen dazu kaufen kann.

Die Entscheidung muss ende der Woche getroffen werden, denn, wenn wir am übernächsten Wochenende  nach Hause kommen, muss das  Ding  da stehen.
Der Stress muss weiter gehen. 

Und dann? 
Noch mehr kochen?
Noch mehr essen? 
Neee, aber mal etwas anderes im Geschmack.

Was  mir Sorge macht, sind zwei Dinge.
Ob mein vielgeliebter Römertopf mir verzeiht wenn ich ihn vernachlässige?
Und das andere, im Ollas spricht eine angenehme Frauenstimme auf Deutsch mit mir bem Kochprozess,
Was sagt mein  Muckelchen  dann?
Ob die nicht eifersüchtig wird?

Wieder neue Probleme.
Ach Jottchen, wat is dat Leben schön.

Montag, 1. Oktober 2018

Das Kind im Manne.....


Das Kind im Manne.....
Neee, das Kind in mir.
Ich darf nichts lesen oder sehen wo ein Schalter oder Draht ist, schon ist mein Interesse geweckt.
Und der nächste Schritt ist dann meistens: „Muss ich haben“
Vor allem bei Dingen die die Küche oder das Kochen anbetreffen. 

Nun, im Urlaub, habe ich Zeit, viel Zeit, und........
Da gibt es so wundervolle Dinge wie:
Tefal Optigrill, Krups Multikocher, Philips Airfryer, usw. usw. 

Nun verbringe ich seit Wochen meine Zeit damit all diese wundervollen Geräte zu begreifen, zu lesen was andere sagen und sie in meinen Haushalt, im Geiste, ein zu ordnen. 

Erste Erkenntnis.
Alle können etwas anderes und sind nicht austauschbar.

Zweitens.
Der Preis bewegt sich von 50,00€ bis 1.200,00€ 
Also dem Spieltrieb sind keine Grenzen gesetzt.
Nur begrenzt durch die Rentenhöhe.

Drittens.
Nach langen Studium......
Ich denke mal, alles ist Blödsinn.
Man braucht eigentlich nichts davon.
(Muckelchen atmet jetzt beim lesen dieses Satzes hörbar auf.) 

Fangen wir mal an.
Kontaktgrill
Toll. Erkennt sogar die Dicke des Fleisches und schaltet bei erreichen des Garzustandes automatisch ab. 
Nur, wann essen wir denn mal ein Steak?
Wann überbacken wir mal einen Toast? 
Für mehr ist das Ding schon nicht mehr zu gebrauchen.

Airfryer oder Heissluftfriteuse. 
Fett sparen. Warum? Ohne Fett schmeckt nichts.
Strom sparen. Wie oft muss ich das Ding benutzen um die Stromdifferenz zum Backofen herein gewirtschaftet habe? 
Die rd. 200,00€ dauern bestimmt 10 Jahre. 
Alle sprechen immer von den herrlichen Fritten die man damit machen kann.
Wir essen vielleicht einmal im Monat Fritten und da muss Fett ran.
Ich denke voller Grausen an die Backofen Fritten die fettarm angepriesen waren.
Hühnchen das gleiche. Entweder ist es furztrocken in der Heissluft oder die pinseln alle 10 Minuten den Flattermann mit Öl ein.
Nun, das kann  ich auch in der Bratröhre machen. 

Multikocher.
Hier bin ich noch nicht am Ende.
Sehe zwar bis heute auch hier noch keinen Sinn, aber...........
Mein Kopf rotiert noch.
Das Ding ist so ähnlich wie ein Dampfkochtopf früherer Zeiten. 
Hat was für sich.
Die schmeissen da alles rein und schalten ein.
Das gleiche mache ich in einem normalen Topf aber auch.
Also? 

Wenn ich nun so nachdenke, ich glaube, ich bleibe bei meinem heissgeliebten Römertopf und meiner Eisenpfanne. 
Beides ist zwar alt aber immer noch das beste.
Es sei denn, einer zeigte mir wirkliche Vorzüge auf.
Bin sofort dabei.

Was mir eigentlich überall fehlt, ist die Kreativität. 
Kochen macht Spass.
Kochen erfordert Phantasie.
Jedes Gericht muss individuell hergestellt werden und nicht nach einem Rezept oder einer Programmierung.
Darum schmeckt auch meist das Essen im Restaurant nach nullachtfufzehn. 
Es fehlt meist die Kreativität des Koches.
Seine Inspiration und  seiner Leidenschaft zum kochen. 

Wenn ich da manchmal lese: „2 Gramm Pfeffer“ 
Haben die alle eine extra Waage? 
Wichtiger wäre es zu schreiben welchen Pfeffer man nehmen sollte. 
Allein DAS ist das wichtigste.
Mit wie vielen  Frauen habe ich schon allein über Pfeffer diskutiert und festgestellt das die 0 Ahnung haben aber meinen gut kochen zu können. 
Oder sagen wir mal so. 
Sie haben einen gut angepassten Ehemann.
Sie kaufen sogar den Strassenstaub im Supermarkt  nur weil da Pfeffer auf dem  Glas steht.
Ich habe in den Rezepten zu den Geräten  sogar Grammangaben von 0,2 Gramm gelesen.
Irre.
Bei mir wird mit den Augen gemessen.
So etwas hat man im Gefühl.

Viel wichtiger als alle diese Geräte sind, so glaube ich, die verwendeten Lebensmittel und die Zutaten.  
Das beste Gerät kann aus einer Discounterware oder einem Fertigprodukt nichts vernünftiges machen.
Aber genau da ist, glaube ich,  die Zielgruppe für all diese Geräte. 
Fertigsuppe, Allerweltsgewürz wie Fondor, in ein Gerät, Stufe XYZ, und was rauskommt ist dann wundervoll.
Wer Wurst vom Discounter isst, ist auch mit Fleisch auf einem Medikamentenflies unter der Plastikverpackung  zufrieden.
Der isst auch Fleisch das Kilo zu 4,00€ 
Der braucht solche Geräte.
Der verdreht auch die Augen bei einer unter der heissen Luft ausgetrockneten Kartoffelspalte. 

Also, alles nichts für mich.
Thema ist damit erledigt.

Moment.... da lese ich gerade..... ich sollte da aber noch mal kucken....

Männer werden eben nie erwachsen.




Donnerstag, 21. Dezember 2017

Unsere Milch und die Silage


Da hatte ich nun gestern, auf Fratzelsbuch, eine wilde Diskussion entfacht.
Zugegeben, ich kenne nichts von der Materie, bin also ein völliger Laie, aber überrascht hat mich, die Wildheit und Aggressivität meiner Kontrahenten.
Diese wollten mich gleich steinigen.
Und genau DAS hat mich mißtrauisch gemacht. 
Es ging um die Steigerung der Milchproduktion durch den Einsatz von „verbessertem Mais“ bei der Herstellung der Silage.
Meines Wissens besteht eine reine Silage besteht aus Heu.
Mais gehört aber eindeutig zum Kraftfutter und hat nur Profitgedanken als Hintergrund.
Verblüfft war ich auch, das viele Menschen das Wort Silage und deren Verwendung überhaupt nicht kennen.

Silage ist das  Grünzeug, was der Bauer unter einer Wetterplane, abgedeckt mit alten Autoreifen, lagert, bis es verfault ist, um es dann zu verfuttern.
Das ganze ist im Grunde eine komplizierte Angelegenheit, nach meinem Wissensstand aber, so eine Nebensache der Bauern. 

Da wird argumentiert, das den Kühen das gut tut, sie es gern fressen und, vor allem, MEHR Milchleistung bringt.
Das kommt mir so vor, als ob man mir sagen würde, der in Folie verpackte Dreck bei den Discountern, wäre gesund und schmackhaft für uns Menschen. 

Für mich gehört eine Kuh auf die Weide.
Wenn ich hier in Bayern, im Umkreis von 50 Kilometern, nicht eine einzige Kuh im Sommer sehe, kann etwas nicht stimmen.
Dagegen, in Schleswig-Holstein, sehe ich ganze Herden.
Es scheint auch was mit der Bequemlichkeit der heutigen Landwirte zu tun zu haben.
Im Winter? 
Da gab es immer schon Futter aus dem Silo. Kein Mais als Kraftfutter. Nur, diese Silage wurde zugefüttert. 
Das andere war dann Heu.

Warum nun meine Antipathie gegen diese Silage?
Erst einmal, wird Genmanipulierter Mais verwendet.
Dazu kommt alles was grün ist, mit unter die Plane.
Auch Giftpflanzen
Nachgewiesener Massen entstehen beim Fäulnisprozess zusätzliche Gifte. 
Ist der Bauer nicht aufmerksam verfüttert er auch schon mal verschimmeltes Futter.
All dieses erzeugt bei vielen Menschen Krankheiten.
Eine grosse Zahl kann heute  keine Milch und Käse mehr vertragen.

Schon mal überlegt?
Früher holten wir am Tag 3-4 Liter Milch. 
Diese wurde roh getrunken.
Was übrig blieb, wurde sauer, kam in ein Sanitastuch und wurde am Kran zum austropfen aufgehängt.
Wunderbarer Quark war das Ergebnis.
Versuchen Sie das heute mal.
Diese weisse Flüssigkeit wird NIE mehr sauer.
Die hält ein paar Tage und verschimmelt dann.
Es gibt sogar dieses weisse Zeug, was sich im Plastik verpackt, Monate lang hält.
Es schmeckt nach nichts.
Es ist wertlos.
Und es ekelt mich vor dieser Kunstbrühe im Plastikcontainer.

Nun, es gibt aber auch andere Bauern.
Diese garantieren, das sie nur Silagefreie Milch produzieren
Molkereien verarbeiten die und daraus entsteht auch Käse.
Nicht nur das er besser schmeckt, nicht viel teurer ist, nein er ist auch noch gesünder.
Donnerwetter : Sieh mal an. 
Es geht doch !

Warum das nun alles?
Und weshalb fühlten sich einzelne Bauern von mir auf den Schlips getreten?
Weil es in meinen Augen nämlich an ihrer Interesselosigkeit mangelt mal etwas zu überdenken, zu ändern ohne gleich nach Subventionen zu schreien.

Bringt doch eine vernünftige, gesunde Milch auf den Markt.
Dann habt  ihr Absatz.
Der Verbraucher bezahlt gern etwas mehr.

Und genau so ist es mit den anderen landwirtschaftlichen Produkten.
Ein normales Huhn wiegt 3-5 Kilogramm.
Eine Suppe davon hat Fettaugen.
Was kaufe ich heute?
Ein eingefrorenes Huhn, irgendwo in der Welt aus einem Käfig, noch das blutige Schlachtwasser im Eis, mit einem Gewicht von 1 Kilo. 
Ein normales Huhn wird ca. 6-7 Jahre alt und läuft in der Gegend rum.
Die uns angebotenen sind noch kein halbes Jahr  alt und haben nie Erde unter den Füssen gehabt. 
Ein Biafrahuhn nenne ich es.
Im Topf muss man Öl rein machen, das das Wasser nicht anbrennt.
Geschmack und Fleisch gleich Null.

Manchmal denke ich, diese heutige Generation weiss überhaupt nicht mehr wie normales Essen schmeckt.
Denn sonst würden sie auch diese gefrorenen Pappscheiben, Pizza genannt, nicht bald täglich essen.
Nebenbei bemerkt, auch ich esse Pizza gerne.
Nur haben diese Supermarkterzeugnisse mit einer echten Italienischen Pizza nichts, aber auch nichts, gemeinsam.
Da liegen Welten zwischen.

Ich denke aber auch, es liegt nicht nur an den Produzenten oder Vertreibern, sondern auch an den Verbrauchern, also an uns.
Täglich staune ich über die Unwissenheit und Interesselosigkeit der Frauen beim Kauf und beim Zubereiten der täglichen Nahrung.

Nachfrage regelt das Angebot.
Und hier habe ich meine Zweifel wenn ich so um mich rum schaue ob die sich mal ändert.
Ergo:
ICH suche weiter nach guten Lebensmitteln und IHR anderen stopft das in euch rein was ihr eben nicht besser kennt.

Eigentlich schade, denn, wie gesagt:
Essen ist das zweitschönste auf der Welt.



Dienstag, 21. November 2017

Die ersten Apfelsinen


Eben war der Postbote da.
Ich habe schon auf ihn gewartet.
Ein Paket aus Mallorca.
10kg Apfelsinen und Zitronen.
Ungespritzt und frisch vom Baum.

Ab 1. November ist es wieder soweit. 
Die ersten Zitrusfrüchte werden dann geerntet.
Die ersten Navellinas sind zwar noch etwas sauer, aber so mag ich sie
Natürlich, wild und echt.

Warum kaufen eigentlich so wenig Menschen ursprüngliches Obst?
Auf das, was man gemeinhin als Apfel bezeichnet, verzichte ich schon seit rd. 25 Jahren. 
Dieses Gebilde kommt mir nur flüssig und gebrannt über die Lippen.

Wenn nun mancher sagt:
Mallorca, bah, der Preis......
Ihr werdet lachen.
Bei der Edeka kosten Zitrusfrüchte das Kilo : 2,99€ 
(und ich muss noch fahren um sie zu kaufen)
Meine, aus Mallorca, kosten das Kilo nur 2,50€ und das noch frei Haus bis zur Haustür.

Aber wem ich erzähle ich das.
Niemand versucht mal was neues.
Neues? 
Ich mache das schon seit 10 Jahren.

Im übrigen.
Ich lasse sogar manchmal Speiseeis mit köstlichen Früchten aus Mallorca kommen. 

Geht auch.

Freitag, 17. November 2017

"Alsdorfer Kochfreunde"


In dem Ort, in dem ich die meiste Zeit meines Lebens wohnte, hat sich nun eine neue Fratzelsbuchgruppe gebildet. 

ALSDORFER KOCHFREUNDE

Schön.
Auch ich bin nun dort Mitglied geworden.
Wohltuend klein und überschaubar.

Kochgruppen und solche  die sich mit Essen und Lebensmitteln im allgemeinen befassen, gibt es in schier unübersehbarer Menge.
95% davon ergehen sich leider nur im Kopieren bereits veröffentlichter Rezepte.
Ich habe den Sinn noch nicht ganz begriffen, denn die kann ich ja selbst woanders nachlesen.
Gerade diese Unart ist in den meisten Gruppen vorherrschend.
Wobei ich den Urheberrechtsschutz und das Kopierverbot noch nicht einmal hervor heben möchte.
Gott sei Dank ist es hier, in dieser neuen Gruppe, NOCH  nicht so weit.
Denn dann bin ich als erster wieder weg.

Rezepte?
Aber ja doch.
Wie macht der/die andere etwas?
Wie hat Oma noch gekocht?
Welche Variante hat jemand ausprobiert?
Was könnte ich anders als bisher machen?

Aber ich möchte nicht zum 350. male lesen, das man Salz in das Wasser, beim Kartoffeln kochen, in der Menge von 
4,7 Gramm einstreuen sollte.
Kochen macht Spass.
Jedenfalls mir. 

Leider sieht das die heutige Generation teilweise nicht so.
Der Erfolg, ist das Trinken von Flüssigkeiten 
(bitte nie sagen, das wäre Kaffee!) auf der Strasse in Plastikbehältern.
Oder das Anstehen von Kindern morgens an einer Bäckerei um sich auf ein Brötchen etwas Fleisch ähnliches mit einem Stück vergammelten Grünfutter zu kaufen. 
Auch das „Fressen„ von Wurst auf Pappe mit Pampe ist modern.

Alles  was sich mit Lebensmitteln befasst ist für mich interessant.
Daneben aber auch wichtig.
Nicht nur des Preises wegen, sondern auch was man wo kauft.
Preise?
Vielleicht mal mit dem Irrglauben aufräumen, das man beim Discounter die gleiche Ware billiger kauft.
Oder mal die Frage diskutieren, was ist denn der Unterschied zwischen einem Discounter und einem Supermarkt? (nämlich keiner)
Wo liegt der Unterschied beim Öl?
Schinken. Was ist Formschinken, Vorderschinken  und richtiger Schinken?
Käse? Analog?
Veganes Fleisch?
Was hat Konditionierung mit Lebensmitteln zu tun?
Ach, da gibt es viele Themen.
Und wenn man das Thema Kochen grosszügig sieht, ist es grenzenlos.
Jeder könnte davon profitieren.
Auch ich!

Lassen wir es mal angehen.
Ich bin guter Hoffnung.
Hoffentlich bleibt auch der Umgangston nett. 
Da habe ich schon sehr viel anderes erlebt.
Vor allem wenn man jemandem widerspricht.

Kochgruppen gibt es, wie gesagt, viel zu viel.
Aber Gruppen, in denen man sich nett austauscht, viel zu wenige.



Samstag, 11. November 2017

Beobachtungen beim einkaufen


Selbst ist der Mann.
Klar.
Das bedeutet aber auch, das man selbst das machen muss, was man sonst gern auf die Frau abschiebt.
Dazu gehört unter anderem, auch einkaufen.

Ich persönlich muss sagen, ich mache das gern.
Dafür dauert es bei mir aber auch viel länger, als bei Frauen.

Zum einen erfülle ich nicht nur eine lästige Pflicht des einkaufens unter eventueller Zeitnot, sondern ich sehe schon ganz genau hin was ich da kaufe.

Das schönste für mich ist, ähnlich wie im Restaurant, meine Umwelt und die Menschen zu beobachten.
Gottes Tierreich ist unerschöpflich.
Männer und Frauen ohne Unterschied.

Da ist der gelangweilte Ehepartner der mit gehen MUSSTE.
Da ist  der, der alles in die Hand nimmt ohne sich entscheiden zu können. 
Der/die andere schmeisst nur wahllos in den Wagen was sie sieht.
Die Partner die sich partout nicht einigen können ob man nun den Essig aus Branntwein oder aus Äpfeln nehmen soll
Usw, usw.

Was mir besonders, immer wieder, auffällt, das eventuelle abtaxieren eines Preises.

Interessant ist,  das die meisten Frauen ! , sich am Preisschild orientieren.
Mein Paradebeispiel was ich täglich erlebe: 
(Preise willkürlich gewählt)   
Paprika in 3 er Packung: 1,98€
Daneben Paprika (einzeln) : 3,50€ 

Ich gehe jede Wette ein, das 80% der Frauen die 3er Packung nimmt.
Oft spreche ich Frauen daraufhin an.
Meist ernte ich dann Schimpfe.
Ihr Argument: Der Preis!!!!
Wenn ich dann versuche ihnen zu erklären, das sie mit der 3er Packung den doppelten Preis bezahlt, weil das eine eine Packung ist, das andere aber den Kilopreis darstellt, das z.B. Ihre Packung in Kilo umgerechnet bald 6,00€ kostet, habe ich mir meist einen Feind fürs Leben angelacht.
Wie kann ein alter Mann eine gestandene Hausfrau auch belehren wollen????
Tsst.
So geht es weiter.
Auch im Onlinekauf.
Selten wird der Kilopreis als Grundlage genommen.
Schaut man z.B. bei Marmelade darauf? 
Da gibt es die unterschiedlichsten Mengen.
Vom %tualen Fruchtgehalt wollen wir garnicht erst reden.

Vom lesen der aufgedruckten weiteren Informationen, will ich überhaupt nicht sprechen.
Wichtig ist nur:
Abgepacktes, schnell und problemlos.
Wie sonst ist es  zu erklären, das in jedem Wagen fertig abgepackte Wurst liegt?
Geschmacklos, dafür aber auf einem Löschblatt das mit Giften getränkt ist. Zusätzlich noch der Hinweis:
Unter Schutzatmosphäre abgepackt. (Gas) 
Der Discounter lässt grüssen. 
Im Supermarkt gibt es aber immer eine Wursttheke.

Und genau das ist es was der Handel will.
Unkritische Kunden.

Immerhin gibt es mir viel Belustigung beim einkaufen
Und damit  macht es MIR persönlich sogar Spass.
Ehrlich. 
Ich lache nicht über die Dummheit von Menschen die SO einkaufen.
Es macht mich sogar meist traurig.

Montag, 2. Oktober 2017

Pellworm, Hooger Fähre


Wir sind immer noch auf Pellworm. 
Meist essen wir, aus verschiedenen Gründen,  zu Hause.
Aber manchmal auch in den Gasthäusern hier auf der Insel.
Ich kenne mich hier aus, und weiss, das sich kaum einer hier das Wasser vom Brot nehmen lässt.
Dazu kommt, das die drei besten hier, in Nachbarschaft unseres Quartiers liegen.
Nun gibt es also als  dritten in unseren Besuchen, die Hooger Fähre. 
In meinen Augen das beste der Insel.
Mag ja sein, das ich etwas parteiisch bin, aber Versuche bei den anderen haben es mir immer wieder bestätigt.
Trotzdem muss ich sagen, das das alles natürlich nur meine subjektive Meinung darstellt.
Aber nach den gefühlten 60 Wochen die ich hier im Laufe der Jahre zugebracht habe, weiss ich schon was ich sage.

Bei Kirsten in der Hooger Fähre wird man als Gast behandelt und nicht als Esser abgefertigt.

Sie ist zu jedem freundlich und hilfsbereit.

Das Haus selbst hat Parkplätze satt und ist barrierefrei.

Alle Tische sind  mit Stofftischdecken eingedeckt und werden auch immer sofort wieder frisch bezogen.
Das obligate Totenlicht einschliesslich einem kleinen Strauss frischer Blumen nebst den Salz- und Pfefferstreuern strahlen eine gewisse Gemütlichkeit aus ohne den Charme „urig“ zu wirken.
Nein, es wirkt alles sehr gepflegt.
Man kann sich wohlfühlen. 
Da Kirsten allein bedient, fehlt jede Hektik und man fühlt sich wohl.

Die Speisenkarte ist normal.
Obwohl, in meinem besonderen Fall des länger als normal ausgedehnten Aufenthalts, ist es etwas schwierig immer was zu finden.
Aber der Normalurlauber kommt dicke zurecht.

Bei Überreichung der Speisenkarte werden immer zwei Tagesgerichte separat angeboten.

Doch nun  zu einem  unserer letzten Besuche.

Bier zu 0,4 l = 3,30€
0,25 l Sylvaner = 5,50€

Unsere Bestellung.

Schlutpfanne zu 14,50€
In einer kleinen, schwarzen Pfanne serviert.
3 Medaillons. Zart und innen noch rosig.
Bratkartoffeln 
(hier im Norden meist, denn das können die eben)
Weisskohlgemüse und Sauce. 
Ausreichende Menge.
Muckelchen hat alles verputzt.

Tagesgericht Schnitzel mit mediterranem Belag und mit Käse überbacken.
Dazu Bratkartoffeln.
Auch 14,50€
Nun muss ich sagen, ich bin absolut kein Schnitzelfreund.
 (es sei denn, es ist ein echtes) 
Aber dieses hier, war das beste was ich je gegessen habe.
Genau genommen waren es zwei Stück.
Dünn, butterzart, etwas knusprig gebraten, der Käse in der richtigen Menge.
Ich war begeistert.
Nicht diese elenden trockenen Pappstücke mit ziehendem Käse die einem jeden, aber auch wirklich jeden Appetit verderben konnten.
Nein, hier habe ich wirklich mit Genuss gegessen. 
Denke auch, das kein Steaker am Werk  war, denn das Fett war nicht eingezogen.

Wenn dir also gutes widerfährt, das ist dann auch einen Friesengeist wert.
Brennend, ohne obligatorischem Spruch,  zu 3,00€ das Stück.

Und weil wir uns so wohl fühlten, gab ein Pharisäer uns den Rest.
Der kam auf 3,60€

Es war wieder einmal ein schöner Abend.
Wir haben uns wohl gefühlt.
Nur zu empfehlen wenn sie essen gehen  und nicht abgefüttert werden wollen.

Danke Kirsten.