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Mittwoch, 13. August 2025

Bootsmann Fischhus, Fehmarn




Der Alte am Meer und seine Lucie.....

……… .und DIE hatte nun Geburtstag.

Zu diesem kamen unsere Freunde (wenn ich das sagen darf) aus Dresden angereist.

Da das Thema Essen bei uns vier  das erste Thema ist, (ist eine Altersfrage) und am Markt hier in Fehmarn vor 2 Tagen ein neues Restaurant eröffnet hatte, war DIESE Frage schon mal geklärt.

Tisch, wie immer, vom Jens reserviert.

DAS kann er.

Das Restaurant liegt am oberen Ende des Marktplatzes in Burg.

Parken? Tja, das ist hier überall Glückssache.

Was viel schlimmer ist, man muss um die Terrasse zu erklimmen einige Stufen sich hochhangeln. Also Achtung.

Ach ja, wovon sprechen wir überhaupt.

Es ist das Restaurant „Bootsmann Fischhus“

Nun, nach Ansage, soll „Kochs“ und Wallnau aus der gleichen Quelle kommen.

Eigentlich ein gutes Omen.

Wenn man die Terrasse erklommen hat und sich dort niederlässt, muss man sich an den endlosen, zweispurigen Autobetrieb mit Ampelbetrieb gewöhnen.

Innen ist es noch genau so duster wie beim Vorgänger und auch dessen Vorgänger.

Um Atmosphäre zu schaffen bedarf es Licht.

Und die fehlt hier.

Auch ein zäher Braten wirkt, bei richtiger Beleuchtung, noch Appetitlich.

Und wenn dunkle Holzmöbel und dunkle Sets auf den Tischen, mit den dunklen Sitzmöbeln harmonieren, dann ist das meist so gewollt und meine Sensoren gehen an.

Wie freundlich sieht doch  ein schön  gedeckter Tisch aus. Vielleicht noch mit einer weissen Tischdecke. Ich träume immer davon. 

Doch das Grauen hat seine eigenen Regeln.

Wir suchten uns nun Platz. Ach ja.

Die Toilette ist ebenerdig, gut erreichbar und sauber.

Der ganze Gastraum auch luftig, frei und gut bespielbar.

Der Ober kam schnellund schon die unvermeidliche Frage: „was möchten sie trinken“

Hallo.

Ich war noch im Begriff aus meinem Fahrzeug zu klettern um den Tisch zu erreichen. Also noch „on Tour“

Gut, der Ober ging wieder und wir konnten nun in aller Ruhe unsere Figuren platzieren. 

Die Speisenkarte.

3 Fleischgerichte.

Ca. 12 Fischgerichte.

War ok so, denn es ist, lt. Ansage,  ein Fischhaus.

Das ein Essen um die 27,00€ kostete und eine Suppe um die 13,00€ , war nicht das primäre, wenn wir denn in einer „tollen“ Bude wären. Aber das hier war ein bürgerliches Gasthaus mit einem überschaubarem Speisenangebot.


Doch  harren wir der Dinge die da uns noch überraschen sollten.

Die Bestellung ging also raus.

Für uns beide je ein halber Liter Grevensteiner.

Kosten: je 5,70€

Lucie:



Kalbsschnitzel mit Kartoffelecken zu 26,90€

Bleiben wir mal dabei. 

Nach Aussage von Lucie. 

Fleisch gut. Kartoffeln gut. Salat nicht der Ihrige. ( musste ich essen)

Also, nach ihrer Aussage. In Ordnung.

Ich:

Einen Beilagensalat zu 6,90€



Wolfsbarsch  mit Rosmarinkartoffeln zu 26,90€

Fangen wir mit dem Salat an.

Ich habe zwei davon gegessen. Denn da konnte man „eigentlich“ nichts versauen. Dachte ich.

Die verwendeten pflanzlichen Ingredienzien waren ok, aber das flüssige war zwar scharf aber nicht unbedingt das, was ich mir vorstellte. 

Nun, jedem Tierchen, sein Pläsierchen.

Zum Hauptgericht.

Die Kartoffeln extra, wie es sich gehörte.



Es war zwar vom Rosmarin  nichts zu sehen oder schmecken, aber es war mir auch egal.

Ich esse prinzipiell keine ungeschälten Kartoffeln.( hatte ich bei der Bestellung übersehen)

Der Fisch war auf dem Teller. Ok.



Wenn ich die Gräten und die Haut weg tat, blieb noch ein Esslöffel Fisch übrig.

Zum Trost hatte man Blüten darauf arrangiert.

Ich bin leider kein Vegetarier und esse kein Unkraut. Dann eine Viertel Zitrone ( es gibt Pressen dafür) und einem Esslöffel Sweet Chilli aus Indonesien.  ( das leckerste für mich.)

Rein optisch haute mich der Teller nicht vom Hocker, geschmacklich erreichte er bei mir noch nicht einmal die Geschmacksknospen.

Die alte Unart, am Tellerrand irgend eine Pampe hin zu schmieren, macht keinen guten Teller aus.

Diese Unsitte kommt von den Pseudo Italienern damals, als sie meinten Pasta wäre leckerer als Nudeln. Damals wurden die Teller  vor dem servieren verunreinigt. ( nachgemachter Balsamico. Ähnlich Wagenschmiere) 

Ehrlich gesagt.

Es war für mich das schlechteste Essen seit Jahren.

Also schnell diese Stätte verlassen.

Tja, so einfach war das aber nicht.

Der diensthabende gute Geist war keine Deutsche. Sie sprach auch nicht ein Wort Deutsch.

Zum Glück kam der „schnelle Ober“ vom Anfang und brachte die Rechnung. 

Oh Gott, welches Glück.

Meine Brieftasche wies, überraschender Weise, noch die geforderte Summe in bar auf.

Denn dieses Restaurant akzeptiert nur Bargeld. Keine Karten.

Das ist nun zwar ihre Sache und hat jeder zu akzeptieren.

Nur: So etwas muss ich gross und deutlich VOR dem Restaurant ankündigen und nicht wenn man die Rechnung in der Hand hält.

Ich denke mal, wenn  sich da nichts ändert, werden wir bald wieder ein neues Restaurant haben.

Ich hätte nichts dagegen.








Mittwoch, 25. Juni 2025

ARP'S Gasthof, Flüggendorf

 


Da war bei mir wieder mal ein Arzt Termin fällig.

Meist nehme ich diese  auch wahr. Schliesslich wollen die armen Ärzte ja auch leben. Mir bedeutet es nichts, denn was konkretes machen sie ja doch nicht.

Termin war erledigt. 

Das Wetter schön. Lucie wollte…..

Was bleibt mir da übrig? 

Zuerst ging es in den Wildpark Schwentinental.

Nett, nichts besonderes, aber gepflegt und ruhig.

Nach einer gewissen Zeit meldete sich der kleine Hunger. Bei beiden. 

Wohin nur? Im Netz suchen war ein Option.

Wir einigten uns auf irgend etwas was sich da anbot.

DAHIN nun. Egal was uns erwartet.

Das Ziel hiess: ARP‘S Gasthof in Flüggendorf.

Nie was davon gehört. 

Unterwegs dachte ich so, vielleicht stammt die Anzeige noch aus der Vorkriegszeit?

Wohin man unterwegs schaute. Tote Hose. 

Ob die Leute wissen das der Krieg schon zu ende ist? Gut, wenn jemand Stille sucht, hier ist er richtig. 

Immerhin 12 Kilometer von Kiel entfernt, also immer noch im Dunstbereich des Lebens.

Wir kamen an.

Oha, da standen ja mindesten 10 Autos. 

Und das gegen 14 Uhr.

Aussen sah das Haus durchaus einladend aus und innen strahlte es Willkommen aus.

3 Räume boten sich zur Auswahl an.

Die Toiletten super gepflegt und barrierefrei.

Auch der Eingang hat 3 Stufen, kann aber auf einer Rampe umfahren werden.

Worauf ich immer achte. 

Ob es eine  mich willkommene Wohlfühlatmosphäre verbreitet?

Kommen, setzen, wohlfühlen.

Hier war es so.

Die Speisenkarte deckt alles ab.

Zusätzlich täglich ein Gericht über den ganzen Tag. Meist um die 10,00€.

Alle Tische eingedeckt.




Frische Blümeken (Rosen), Salz und Pfeffermühlen (Salz war zwar feinkörnig und nicht mahlfähig, aber man kann auch über  alles meckern), Flackerlicht, Papierservietten.

Und der Service kam auch bald.

Gleich zum Anfang.

Er war immer sehr freundlich. Wenn er am Tisch war. Nur leider fehlte mir die persönliche Ausstrahlung. 

Es war, für mich, der fehlende Punkt auf dem „i“ .

Was zuerst auffiel. Bald alle Gerichte werden  in grossen  und kleinen Portionen angeboten.

Das Gesamtpreisniveau ist dabei aber immer hervorragend.

Wir waren nun dran.

Der Alte: 1 Maysel Hefe dunkel 0,5 l = 5,00€

Lucie: 1 Engel Kellerbier alkoholfrei 0,5 l = 5,00€

Der Preis ist hier oben im Norden  schon eine kleine Sensation.

Nun wieder ich.





Gebratene Forelle, mit Butter, Salzkartoffeln, Mandeln und einem Salat.

Fangen wir beim letzten an.

Eine kleine Schüssel voll. Wunderbar abgeschmeckt. Tippe mal, kein Balsamico. 

Forelle in  normaler Grösse. Perfekt gebraten.

Schön angerichtet.

Denke und hoffe nicht aus dem TK Bereich.

Seit 10 Jahren wieder die erste, trotzdem Forelle eigentlich eines meiner Lieblingsessen ist. Aber in welcher Gaststätte gibt es heute noch Forelle? 

Nicht aufschreien, erst mal prüfen.

Hier oben so gut wie nie.

Dieses wunderbare Essen kostete 25,00€

Und mein bestes Stück, die Lucie?




Sie bestellte: Dammwild, Rotkraut, Kroketten. Champignons in Wacholderrahm, Preiselbeeren-Pfirsich.

Die kleine Portion: 19,70€

Ein Glück das der Koch nicht aus der Küche kam, dann wäre ich Lucie quitt gewesen.

Um das ganze etwas ab zu runden.




Schuhsohlen mit Vanilleeis und Kirschen.

Im Klartext: knusprige Teigblätter ( sehr lecker) Eis und eingemachte Kirschen.

Kosten: 5,50€

1 Kaffee zu 2,90€

1 doppelter Espresso zu 3,70€

Gesamtrechnung: 66,80€

Wir waren nicht nur satt, sondern auch sehr zufrieden.

Leider sind es von hier rd. 80 Kilometer.

Wäre es nicht so weit, es KÖNNTE  meine Lieblingsgaststätte werden.

Doch nicht traurig sein.

Auch andere Mütter haben schöne Töchter.


Montag, 16. Juni 2025

Long Nhi Asia, Grömitz



Es war ein wunderschöner Tag.
Logisch das Lucie den ausnutzen wollte. Wenn das so ist, muss ich leiden und mit gehen( fahren).
Als Belohnung dafür brauche ich dann mal nicht selbst zu kochen, sondern irgendwas findet sie immer.
Ziel war Grömitz.
Lohnt sich immer. Wer das Wasser liebt, und nicht den Hollydaybums sucht, findet hier immer und überall sein Ziel.
Hin, laufen, bzw. fahren und endlich hatte Lucie Hunger.
Der Sinn stand ihr nach Asia.
Wobei die Deutschen unter diesem Sammelbegriff alles mögliche verstehen. Ich muss aber sagen, auch im Angebot wird da alles vermischt. Also bleiben wir bei Asia ohne eine spezifische Kost zu nennen.
Von aussen ansprechend.
Gleich am Anfang der Fussgänger Zone. 
Rollstuhl geeignet.
Auch die Toiletten grosszügig und sehr sauber. 



Freundliche Gesichter. DAS war klar, es sind ja keine Deutsche.
Speisenkarte wie immer unendlich.
Leeres Restaurant, war aber klar, da wir immer gegen 16 Uhr essen. Das ist keine normale Essenszeit.
Die Dame des Servicebereichs sehr hilfsbereit bei der Tischauswahl und der Platzierung meines E-Rollstuhls.
Wir sassen endlich. 
Bier zuerst. War klar. 



Für uns je ein 0,33l Tsingtao. Ich kenne das und trinke es gern. Kosten: 5,70€
Der Innenraum grosszügig möbliert.
Für mich den ganzen Aufenthalt faszinierend.
Die eine Wand war ein grosser Spiegel.

Ich schaute genau schräg dagegen. Habe mindestens eine halbe Stunde gebraucht um zu kapieren das es ein Spiegel war. Dachte immer das es ein Nebenraum wäre.
So sauber und glänzend war der, dass es aussah als ob es ein eigener Raum war.
Nun kann man lachen, ich zog daraus den Schluss, das es in der Küche genau so aussehen würde. 
Nun hatten wir auch gewählt.
Ich bestellte: 
Eine Thai Suppe zu 4,90€
Scharf, 2 Garnelen, Champignons, Glutamat. Weiss man, ist also kein Gegen-Argument. Ich fand sie lecker.



Lucie bestellte:
6 Stck. Frühlings Minirollen zu 4,50€
Nach Ihrer Aussage gut.




Und nun gleich zum Hauptgericht von ihr.



Bratreis, Gemüse und Ente.
Kosten: 16,90€
Von der Menge kann eine ganze Kompanie oder Lucie satt werden.
Die Ente schöne scharfe Kruste.
Schmackhaft.
Und ich?



Scharfe Kantonente mit Hoisinsauce.
Auch hier. Ente aufgeschnitten und wunderbare krossige Haut.
Ich war restlos zufrieden und beide pummelsatt.
Zur Verdauung für den Alten noch Bambusschnaps zu 2,80€ 
Geschmack eigenartig, aber man könnte sich dran gewöhnen.
Gesamtkosten: 57,40€: 
Gesamturteil: selten so gut, so viel und so billig gegessen.
Und das in einem Seebad während der Saison.
Es war ein gelungener Tag.