Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Dienstag, 3. März 2015

Kötzting: Lindner-Bräu


Heute ist Montag.

Das ist so ein obligatorischer Ruhetag in der Gastronomie Deutschlands.
Auch kein Grund zur Klage meinerseits. 
Wichtig ist nur, das man so etwas vorher weiss.
Die Auswahl an Gaststätten ist darum bescheiden.

Das Lindner Bräu hat jeden Tag auf.
Dafür eben Sonntags zu.

Parkplatz immer satt.
Direkte Abfahrt von der Hauptstrasse. Gut ausgeschildert.

Innen nicht voll, aber gut besucht.
Der Stammtisch, wie immer, gut besucht.
Diesmal war der Laustärkste eine SIE.

Diese Dame machte da jemand anderem etwas klar: 
Aber Hallo!
Er war  klug , und schwieg!
Das schlimme ist dabei, das ich nie ein Wort verstehe.
 Vor allem nicht, wenn man unter sich ist und seinen  Dialekt voll ausspielt.

Das schöne hier ist, das man an jedem Tisch mit mehreren zusammen sitzt.
Es dauert keine 5 Minuten, und sie werden angesprochen.
Herrlich!
Rede und Gegenrede.
Auch schon mal vom Nebentisch.
Alles sehr freundlich.
So, wie man sich als " Preiss" die Bajuwarische Gemütlichkeit vorstellt.

Das halbe, aus der eigenen Brauerei, kostet 1,80€

Die Karte sehr vielseitig.
Ich bestellte das teuerste Tagesgericht.

Wildragout mit Knödel, Preisselbeeren und Rotkraut zu 9,50€.

Dabei eine Portion bei der auch noch ein Kind hätte mitessen können.

Das Fleisch sehr zart und von sehr guter Qualität. 
Trotz des Preises.
Geschmack auch gut. 

Auch das wir mit 3 Hunden an einem Tisch sassen, trübte nicht den Abend.

Der Service frug mich beim kassieren ob ich zufrieden war.
Antwort dort und auch jetzt hier.

"Passt."


  

Sonntag, 1. März 2015

Blaibach : Fischerstüberl




Nun, mein Ende naht.
Oh Verzeihung, bitte nicht diese überschäumende Freude aufkommen lassen.

Nicht meines, sondern mein Aufenthalt hier.

Aus diesem Grunde gehe ich nun überall, wo ich in den  letzten Monaten öfter  war, noch einmal essen.
Man weiss nie, bei allen Dingen die man tut, ob es nicht das letzte mal war.
So sehe ich auch mein ganzes Leben.

Heute war das Fischerstüberl dran. (Ist keine Drohung :-)))

Ich wollte Fisch. Natürlich, obwohl sie auch sehr gute Fleischgerichte haben.



Alles gut bürgerlich.
Der Holzofen bullert.
Keine Hektik.
Kein Zwang.
Der Ehemann serviert. 
Er ist sehr freundlich, aber mit Waldlerischem Charm ausgestattet,
Also so nehmen wie er ist.
Die Ehefrau sehr symphatisch, auf die Menschen zugehend, aber auch gleichzeitig die Köchin und darum leider meist abwesend.

Jedes Gericht wird separat zubereitet.
Es dauert also.
Für mich ein absolutes Plus.
Ich mag so nicht die fertig portionierte Ware aus dem TK.

Sie können jeden erdenklichen Wunsch äussern. 
Da das Essen nicht aus dem TK kommt, stellt es also nie ein Problem dar.

Ich trinke dort immer meinen Grünen Veltliner.  
Wenn ich rein komme, nur ein kurzer fragender Blick, ein Nicken, und es ist gebont.

Frage: " Speisenkarte?" 
Antwort: " Nein, Zander" 


Das genügt.
Wenige Gäste, darum auch nie Hektik.

Jedesmal war und bin ich zufrieden.

Der einzige Minuspunkt ist der, wer kennt dieses Gasthaus als Fremder schon?   
Wer findet die Nebenstrasse nach Bleibach  schon ?

Gut , ich finde es gut so wie es ist, der Wirt wohl weniger.

Ich habe mich noch einmal gut umgesehen.
Wenn alles klappt, bin ich im Juli wieder hier.

Ich denke und hoffe es.

Ich jedenfalls würde mich freuen.

Und ich denke, ohne mir was einzubilden, die Wirtsleute auch.

Es wäre bestimmt auch einmal einen Versuch für sie wert dort ein zu kehren.

Samstag, 28. Februar 2015

Prackenbach : Zur Rast


Da geht nun mein Aufenthalt hier langsam zu Ende.
Es heisst Abschied nehmen.
Von guten und auch von weniger guten Dingen.
Das ist nun mal immer so.

Vor allem aber von Menschen.

Ich selbst bin in den letzten 3 Monaten alt geworden.
Ich bin Realist. 
Immer. Auch bei mir selbst.
Und darum stelle ich auch fest, wie schlecht ich laufen kann.
Darum will ich noch mal, von Menschen Abschied nehmen die ich bald 30 Jahre kenne.
Es kann gut möglich sein, das ich noch mehrere Jahre komme, aber eben auch nicht.
So also auch von Margarete.
Der Wirtin von der Rast in Prackenbach.

Ich habe sie mal zur Königin des Steaks erklärt.
Aber heute zur Prinzessin des Abschmeckens.    
Sie steht mit Elfriede vom Höllensteinsee auf einer Stufe.

Es dauert hier naturgemäss immer eine Ewigkeit bis ich was bestelle.
Es wird auch nicht gedrängt.
Wir haben immer vorher seeeehr viel zu erzählen.

Ich mag sie eben.

Ganz besonders, weil die Liebe bekanntlich auch durch den Magen geht.

So wie heute.
" was magst essen?"
" mach mir was"

Ich weiss hundertprozentig, was dann kommt,  trifft genau meinen Geschmack.
Darin kennen wir uns bestens.

Einen Salat vorab. 
Am Dressing wird in Zukunft etwas verändert. 
( hat sie mir versprochen :-)))))))
Das ist das schöne, das man so etwas sagen kann, ohne als Spinner oder Meckerer da zu stehen.

Dann Bratkartoffeln mit Bosnischem Knoblauchsteak.

Bratkartoffeln normal.
Etwas Sauce. 
Kräftig abgeschmeckt, auch in der wenigen Menge durchaus zu Bratkartoffeln passend. Mehr wäre schlecht gewesen.

Fleisch.
Etwas mehr als Medium, aber durchaus in Ordnung.
Abgedeckt mit einer Knoblauchpaste. (?) 
Aber Hallo. Und wie!
Auch noch dabei durchaus toll in der Schärfe.
Genau wie ICH es mag.
Es war ein gutes Abschiedsessen weil es punktgenau meinen Vorstellungen von einem gut gewürzten Stück Fleisch entsprach.
Morgen werde ich keinem etwas ins Gesicht sagen können.
Aber, ich mag Knoblauch. 
Das mir die Menschen eben aus dem Weg gehen.

Auch das beste Stück Fleisch kann Scheisse schmecken, wenn es nicht vernünftig behandelt und gewürzt wird.

Hier in der Rast habe ich noch nie etwas gegessen was MIR nicht gefiel.

Ich denke, das sollte für sich sprechen.  

Zeitungen liegen parat.
Der Holzofen bullert.
Alle haben Zeit.

Zu guter letzt kam auch noch der Ehemann.
Etwas auch mit ihm geplauscht, etwas Tips fürs Internet gegeben und schon waren 3 schöne Stunden rum.
Hier hat man immer das Gefühl ein willkommener Gast zu sein.
Auch ohne was zu essen.
Nur mal so.
Hier taucht niemals das Gefühl des "abgefüttert werdens" auf.

Macht es gut ihr Drei. 
( Auch der junge Mann. Öffne dich mehr dem Internet und helfe ihr ! )
Ich möchte im Sommer wiederkommen und dann ..........

Bleibt gesund und verwöhnt auch die anderen Gäste.
Diejenigen die euch bei der Vorbeifahrt besuchen, aber auch die, die bei Euch wohnen.

Pfüat di




Samstag, 21. Februar 2015

Blaibach : Fischerstüberl




Heute ist Freitag.
Heute gibt es Fisch.
Jawoll.
Warum? Weiss der Henker.
Aber ich wollte heute meine Forelle essen.

Auf ins Fischerstüberl. 
Da wird heute  bestimmt wieder normaler Betrieb,
 nach den Tagen, herrschen.

Also, pünktlich um 17 Uhr war ich da, 
Die äusserst freundliche Wirtin begrüsste mich. 
Ein kleiner Plausch war fällig.
Der Ehemann, zwar auch immer freundlich, aber eben ein Mann,  war noch nicht da, da hatte sie etwas Zeit für mich.

Da merkte ich plötzlich:
Au, Scheisse, ich hatte das Geld vergessen.
Gott sei Dank noch  nichts bestellt.

Das passiert mir eigentlich so gut wie nie!
Ob das der Anfang vom älter werden ist?
Gut, man kann mal vergessen das man verheiratet ist, 
aber doch nicht das Geld! 

Ich wollte sofort noch einmal nach Hause fahren, was kategorisch von der Wirtin abgelehnt wurde.

Da ich ein Mensch bin, der auf die leisen Töne und Untertöne  achte, fiel mir sofort auf, 
nicht DAS , sondern WIE es mir gesagt wurde, 
das ich bei Gelegenheit mal bezahlen kann.
Es war mir zwar unangenehm, aber ich fand es toll.
Letztendlich bin ich ein fremder Zufallsgast dort.

Toll.
Sie hatte sofort 20 Pluspunkte bei mir.

Mein grüner Veltliner kam unaufgefordert.
Trinke ich immer dort.

Dann der Salat mit Dressing. Normal. 

Die Forelle und  Salzkartoffeln.
Der Fisch innen gefüllt mit Knoblauchlastigem Gemüse. 
So angeboten.
So gewünscht.
So mein Geschmack.

Ein gelungener Abend.
Zum Schluss noch einen Espresso. 
( Bitte, lieber Service, die halbe Menge Wasser nehmen !) 

Und ich schlich mich, mit einem komischen Gefühl in der Magengegend, zum Auto.

Das Essen selbst?
Wenn es nicht gut wäre, würde ich da nicht jede Woche mindestens einmal hingehen.
Es lohnt sich !
Sie können mir  vertrauen.

Morgen werde ich vielleicht mal ein Steak probieren.

Muss ja noch meine Schulden bezahlen. 


Donnerstag, 19. Februar 2015

Muss ich Angst haben ??



Da habe ich nun wieder einmal ein Problem.

Sehr oft, wenn ich im Restaurant sitze, mich wohl fühle, sehe ich an anderen Tischen, hier im Bayrischen Wald weniger, aber woanders viel ! mehr, Menschen mit Kopfbedeckungen.

Männer! denke ich mal. 
Die Gesichter sind meist ja nicht zu erkennen.

Mützen, Kappen, Kopftüchern ( bei Männern!) Hüten .

Ganz toll, aber  diese Kapuzen ( Hoodie?) die verdecken auch was sich darunter verbirgt.
In Zeiten des Angst vor dem Islam, mache ich mir schon Gedanken. 
Es kann auch sein, das man dem Gegenüber sein Konterfei nicht zumuten möchte um der nicht den Appetit zu verderben. 

Vor allem beim essen selbst werden diese Dinger auch auf behalten.
Ich denke mal eine Kommunikation untereinander ist nicht möglich, wahrscheinlich auch  nicht erwünscht. 

Ich wollte die Wirte oft fragen, ob man die Heizung für diese Gäste nicht höher stellen kann.
Ich habe es aber nie selbst als kalt empfunden.

Ich sehe das aber auch im Sommer.
Also muss es mit der Temperatur nichts zu tun haben.

Mir persönlich ist das unangenehm, muss mich aber fügen.
Jeder eben wie er es in seiner Kinderstube gelernt hat.

Es war immer so.
Es gab immer Menschen mit Manieren und welche die nie den Status eines normalen Mitbürgers erreicht haben.

Immerhin kam bis jetzt noch niemand auf die Idee, während des Essens seine Schuhe aus zu ziehen oder Handschuhe an zu ziehen.

Das gibt mir Hoffnung.





Dienstag, 17. Februar 2015

Arnbruck: Höbinger Kutscherstub'n

Heute war nun die Höbinger Kutscherstub'n mein Ziel.
Wunderschönes Wetter.
Schnee war auch von den Strassen.
Ich war lange nicht mehr da.
Ganztägig warmes Essen.q
Immer Fisch in Variationen vorrätig.
Wirt auch immer zu einem Plausch aufgelegt  ( es ist ein Hamburger)
Was kann mir da noch passieren?

Alles in den letzten Jahren unverändert.

Auch diese himmliche Ruhe.

Gäste gingen, ich kam rein, der Laden war unser.
Später kamen noch Gäste aus Nürnberg hinzu. Auch sehr angenehm. 

Bestellt ein Hefeweizen.
Was gequatscht, denn schliesslich kennen wir uns schon einige Jahre.

Ach ja, Essen.

Zuerst mein Hefeweizen.

Dann wählte ich "  Fischvariatonen." 
Da der Mann von der Küste stammt, wusste ich, der kann damit umgehen.


Lachs, Kabeljau und Zander(?) auf einem Muschelbett plus Bratkartoffeln und Beistellsalat.

Der Salat war ohne Blätter. Nur kleingeschnittene Tomaten, etwas! Gurke und Paprika,  ohne Dressing, leicht in Essig und etwas! Öl. 

Die Bratkartoffeln endlich !!!!! mal wieder in einer separaten Schale und nicht wie in einem Trog auf dem Teller mit drauf gepappt. 

Grosses Salatblatt, vernünftige Menge Zitronenhälften. Die habe ich mir auf den Salat gedrückt . Der Blödsinn, den ich überall hier vorfinde, das zum Fisch immer Zitrone gereicht wird, verstehe ich sowieso nicht. Das Mittelalter mit der Zitrone beim Fisch ist längst vorüber.
Dann die Fischfilets und Muscheln. 
Die Sauce, köstlich. Hätte ich mit einem Löffel essen können.
Es lohnt  sich schon einen vernünftigen Wein zu verwenden. Auch in der Menge.

Noch ein Bier, ein Plausch mit den Gästen aus Nürnberg.

Es war ein schöner Spätnachmittag.
Zum Abschied einen Klaren.

Das Leben kann so schön sein.

Warum nicht jeden Tag so?
Versuche in den nächsten Tagen noch einmal die Zeit zu finden um dorthin zu fahren.

Vielleicht treffe ich Sie dann auch dort?
Man kann auch wunderschön dort spazieren gehen.