Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Freitag, 14. April 2023

up de Birke in Ladbergen

 


Nun, wir sind unterwegs, und haben Hunger. Zur Übernachtung sind wir in einem Hotel mit angeschlossenem Gasthaus ( oder auch umgekehrt) eingekehrt. Wir sind in „ up de Birke“ in Ladbergen. Das Haus (Restaurant) liegt sehr angenehm von der Autobahn entfernt, also ruhig. Parkplätze übergenug. Mir scheint, das es im Sommer ein Ausflugsziel ist. Für mich, als alter Mann wichtig. Links am Hoteleingang eine Auffahrtsrampe. Innen die Einrichtung rustikal, wie man es auch erwartet. Toilettenanlage top und modern. Barrierefrei. ( Dorthin war mein erster Gang nach der Autofahrt) Was zuerst positiv auffällt: Ein sehr freundlicher Wirt . ( ist heutzutage nicht selbstverständlich) Und eine überaus sympathische und herzliche Wirtin. Bier war angesagt. Ich trank „Krusovice“ ( weiss der Henker was das war, aber GUT.) Lucie ein normales Bier. Das war ihr dann nicht genug, und das nächste war ein „Zwickl Kellerbier“ Um die Weiterfahrt am nächsten morgen nicht zu gefährden, blieb es dann auch dabei. Preise wie üblich ( Rechnung leider verloren) Speisenkarte. Da begann das grosse Zittern. Das, was ich vorher im Internet recherchiert hatte, gab es nicht. Es gab zwar eine Karte mit verschiedenen Gerichten, aber alles lief auf „Schnitzel“ raus. Nicht mein Ding. Die Wirtin empfahl uns…. Nun geht es los. Ich habe die Rechnung nicht mehr, also weiss ich auch die Namen nicht mehr. Dafür aber beide Gerichte in den Fotos. Es waren „Krüstchen“ Lucie eines. Das war: ( Käse Krüstchen ?) Nomen est Omen Kroketten, ein Stück zartes Fleisch, belegt mit Camembert und Preiselbeeren plus Salat mit Dressing. Und ich eines. ( Ovenbecker Krüstchen ?) Das waren zwei halbe Toastscheiben. Etwas gemischter Salat mit einem tollen Honig/ Senf Dressing. ( was Gott sei Dank genug war und trotzdem nicht durch die anderen Speisen lief.) Eine Unterlage aus geschmälzten Zwiebeln mit frischen Champignons. Darauf ein Stück Fleisch ( was sogar zart war) Plus als Deckel ein Spiegelei. Hört sich banal an, aber war toll abgeschmeckt und versöhnte mich völlig. Sei es, dass ich nicht verwöhnt bin oder auch Hunger hatte, es war genau richtig. Auch in der Menge. Beide Krüstchen per Stück: 14,50€ Wir beide waren zufrieden.Vor allem nachdem wir beide noch einige hochprozentige Dinge von "Sasse" probiert hatte

Also, ich würde wieder kommen.Und wenn es dann noch eine richtige Speisenauswahl gäbe, wäre der Tag für mich hier gerettet.

Schaun mer mal






Mittwoch, 15. Februar 2023

Kajüte auf Fehmarn

 


Als ich letztens in der Kajüte essen war, wurde als erstes Blatt in der Speisenkarte ein Gericht angeboten was mir ins Auge stach.

„1 halbe Ente, 1000 !!!!! Gramm schwer, mit Salzkartoffeln und Rotkraut zu 23,50 € „

Ich mag diese Viecher. (auch auf dem Teller) 

Also an diesem Sonntag, nach dem Urlaub der Gaststätte, war es gebont.

In dieser Jahreszeit ist ein Parkplatz, gegenüber auf der anderen Strassenseite, immer sicher.

In der Saison, nur wenn man Glück hat.

Wir beide haben als Essenszeit immer zwischen 14,30 und 17,00 Uhr vorgesehen. 

Ist nun mal so.

Aber gerade um diese Zeit machen die meisten Gaststätten Küchenpause.

Hier aber, die Kajüte, diese macht eine rühmliche Ausnahme.

Küche ganztägig.

Ich glaube es ist die einzige Gaststätte bei der man ausserhalb der üblichen Abfütterungszeiten etwas zu essen bekommt.

DAS ist für mich schon mal ein Grund hier her zu gehen. 

Nun, die Begrüssung ist immer, von jedem, bei jedem, sehr herzlich und persönlich.

Ich glaube, es liegt daran, das der Besitzer und sein Personal keine Deutschen sind. 

Auch der Jahrzehnte lange Aufenthalt von ihnen in Deutschland hat sie, Gott sei Dank, nicht dazu geführt die kalte, unpersönliche Abfertigungsmentalität meiner Landsleute an zu nehmen.

Doch zum Essen.

Zuerst das Bier: 

0,5 liter Grevensteiner je 5,60€

Da es hier überall so viel kostet muss ich es eben hinnehmen.

Aber wenn ich daran denke, dass eine Flasche Radeberger ( 0,5 l) im Kasten 0,50 Cent kostet, dann fange ich doch an darüber nach zu denken.

Nun der Wunsch meiner Frau:



Krokiety, Sauce und Salat.

Kosten: 14,90€

So weit ich sehen konnte, waren das mit einer Fleischfarce gefüllte,  frittierte Teigrollen.

Ein Polnisches Gericht. 

IHR schmeckte es.

DAS war für mich die Hauptsache gemäss meiner Lebensmaxime : „ Füttere die Bestie“


Nun zu mir.




Eine halbe Ente, auf einer Warmhalteplatte, Salzkartoffeln, Rotkohl und eine Sauciere.

Preis 23,50€ 

Fangen wir beim letzteren an.

Leider nur Saucenpulver dick angerührt. Darum habe ICH es nicht angerührt.

Vielleicht hätte man es etwas aufpäppeln sollen, aber da war nichts.

Rotkohl. O.k. wenn man bedenkt, dass das ein  Warmhalteprodukt ist. 

Kartoffeln waren für mich zu viel.

Auch die Ente. Ich habe sie zwar aufgegessen, aber……..

Vor allem in der Optik ist noch ein grosses Betätigungsfeld.

Also, es ist schon eine richtig, gute Portion.

(so dieser Trend, mit einpacken, mitnehmen, ist NICHT mein Stil. ) 

Aber sie wurde trotzdem von mir vertilgt.

Wäre doch lachhaft. 

In der Qualität gut. (auch zart) 

Im Geschmack hätte ICH mir etwas mehr Phantasie gewünscht.

Ein Klacks Preisselbeeren, innen vielleicht eine leichte Füllung mit gut abgeschmecktem  Reis? Etwas Kräuter, ( Majoran, Thymian) oder aber eine gute !!!! Sauce einfach. 

Das wäre schon genug.

Im Gesamturteil.

Nichts zu meckern, es sei denn man sucht etwas.

Anschliessend gab es noch für jeden zwei süssliche Schnäpse ( Korn  mit Karamellgeschmack) 

Das wars.

Ach ja, die Schnäpse gingen aufs Haus.

Ehe wir gingen, war ich noch auf der Toilette.

HIER ACHTUNG!

Die Toiletten sind hervorragend sauber und gepflegt.

Leider aber im Keller. Für Behinderte nicht ideal. Dazu kommt noch erschwerend hinzu, das auf beiden Seiten im Niedergang KEIN Geländer ist. Nur zwei dicke Seile.  Da diese keinen festen Halt ergeben, sollte man sehr vorsichtig sein. Ältere Herrschaften vielleicht begleiten. (mich erst wenn ich wirklich alt bin)

Urteil.

Man muss nicht Ente essen, die Speisenkarte ist ungewöhnlich vielseitig.

Aber es ist auch nicht falsch.


Sonntag, 15. Januar 2023

Kajüte , Fehmarn



Heute wollten wir mal wieder auswärts essen gehen.
Die „ Kajüte“ war unser Ziel.
Wie ich eben sehe, war ein Kollege von mir ja vor kurzem auch da, mit Opi Hartwig.
Nun, Geschmäcker sind eben anders.
Doch davon später.
Also, meine Frau fuhr mich hin.
Sauwetter und vielleicht darum war auch ein Parkplatz genau gegenüber frei.

Da ich den Wirt seit ca. 10 Jahren kenne, ich aber selten essen gehe, war die Freude gross.
Umso mehr überraschte mich die Aussage meines Vorredners eben, dass dort ein Sohn mit im Restaurant sein sollte.
Aber egal.
Es war am Nachmittag noch leer.
Die Bedienung , zwar nicht Deutsch, aber vielleicht darum so angenehm und freundlich.
Sehr dem Gast zugewandt.
Speisenkarte sehr vielseitig.(Wenn man bedenkt, das um diese diese Jahreszeit hier tote Hose ist.
Essen sehr schnell, (Für mich beinahe etwas zu schnell)
Bier für mich Veltins und für meine Frau Grevensteiner, beide aus dem gleichen Hause und beide 0,5 l.
Das erste 5,10€ und das zweite 5,60€.
Unsere Order dann : 
Für Lucie: Pierogie mit Quark und Kartoffeln, halbe Portion, zu 8,50€
Für mich: Dorschfilet mit Sesamkruste, Bratkartoffeln und Chilicreme.
Für beide: je einen kleinen Salat zusätzlich. 
Fangen wir mit letzterem an.

Viel, in der Vielfalt der Jahreszeit entsprechend, aber leider kaum Dressing.
Dagegen war Lucie begeistert von ihren Polnischen Teigwaren.
Und ich?

Fisch hervorragend. Innen wie frisch. Bratkartoffeln sehr gut. 
Bei allen Gerichten keine Beanstandungen in Bezug auf Würze.
Im Gegenteil. Von Chili war in der Chilicreme nichts zu spüren. Die Creme schmeckt saulecker, kann sie aber nicht in bekanntes einordnen. ( Habe ihn teilweise als Dressing beim Salat benutzt) 
Die Menge des gesamten Essens war für mich zu viel.
Wir waren rundum satt (nicht alles aufgegessen) und vor allem, sehr zufrieden.
Sehr schmackhaft und nicht überwürzt. 
Andree als Wirt, ( früher in der Bedienung im „AltenZollhaus“ ) hat hier Fuss gefasst.

Nebenbei bemerkt.
Auf der Speisenkarte steht auch eine halbe Ente, mit Rotkraut und Beilage zu 23,00€
Da die Ente aber mit 1000 Gramm angegeben war, habe ich leider drauf verzichtet.
Denn 1 Kg Ente ist mir doch zu viel.
Haben vereinbart, das nächste mal für 2 Personen.
Nach ein paar Helbing gingen wir zufrieden und übersatt zum Auto.
Sehe gerade die Helbings gingen aufs Haus. 
Wir kommen wieder.
Sehr zu empfehlen auch, weil Küche ganztägig ist.


Donnerstag, 17. November 2022

Tschechei


 Ach ja, wir waren ja in der Tschechei auch einmal zu Mittag essen.

Auf Einladung von Papa und Mama (:-))))

Es war alles so, wie man sich die Tschechei vorstellt und ich sie seit 30 Jahren kenne.

Die Zeit scheint hier still zu stehen.

Auch die Menschen.

Ob das nun schlecht oder gut ist, kommt auf die Betrachtungsweise an.

Aber irgendwie menschlicher und normaler sind die Menschen hier schon. 

Vor dem Hotel ist ein guter Parkplatz.

Der Eingang ist barrierefrei.

Also problemlos für gehbehinderte. 

Innen, schmucklos, einfach, sauber.

Soooo, kenne ich es noch von den alten Oststaaten.

Holztische und kein Schnick- Schnack.

Die Zeit scheint hier still zu stehen.

Schlecht? Ich weiss es nicht.

Das was ich hier bei mir zu Hause erlebe ist auch nicht mehr meine Welt.

Künstlich, aufgemotzt, unehrlich.


Mehrere ältere Einheimische sassen an den Tischen und waren am essen.

Von unserem eintreten wurde, trotz meinem Grüssen, keine Notiz genommen. 

Auf allen Tischen lagen zwei Speisenkarten, foliert.

Salz, Pfefferstreuer, (Mühlen haben hier noch keinen Einzug gehalten) Öl und Essig in kleinen Flaschen wie man es von früher her kennt.

Nur die Zahnstocher habe ich vermisst.

Die unvermeidliche Maggiflasche neben einem nicht angezündeten Totenlicht durfte nicht fehlen. 

Plastikset und ein Teller mit dünnen Papierservietten, sowie Messer und Gabeln vervollständigten die Eindeckung. 

Im Prinzip, alles ok.

Das Speisenangebot war überraschend vielseitig.

Alles was man wollte. Fisch und Fleisch.

Immerhin ist das hier tiefste Provinz.

Nur über die Preise sollte man nicht reden.

Ein Hauptgericht liegt hier zwischen 6 - 8 Euro.

Dabei in der Menge mehr als ausreichend.

Wobei man immer im Hinterkopf haben sollte, das man hier viel Mehlspeisen als Beilage hat.

Nicht schlecht, wer es mag. 

Also, wenn man die Betonung hier auf Hunger setzt,  ist man immer und überall sehr gut aufgehoben.

Die Bedienung, auch ohne jegliche Allüren. 

Macht eben ihren Job. 

Vom Geld her, wenn man die Leistung in Relation setzt, lohnt es sich immer in der Tschechei essen zu gehen. 

Unser Essen?

Serviettenknödel, Rotkraut und Schweinefleisch von der Haxe mit Sauce.

Menge mehr als ausreichend.

Die Knödel, aufgeschnitten, natürlich gut, weil sie hier zu Hause sind. 

Sauce schmackhaft (wenn auch Mehllastig) 

Rotkraut, na ja.

Fleisch leider trocken gebraten.

Passiert mir auch schon mal, also kein Beinbruch.

Ist eben auch eine Qualitätsfrage. 

Und wenn ich mir den Preis von ca. 7,00€ für eine Portion vor Augen halte, ist kein negatives Wort mehr zu sagen.

Es war gut, ich war eingeladen, sollte vielleicht das nächste mal mal was anderes probieren.

Im Vertrauen, ICH wollte ja auch Forelle. (stand auch auf der Karte) aber mein Ehegespons hatte für mich anders entschieden.

Als guter Gast sagt man eben nichts und Krach mit der Frau ist auch nicht angenehm.

Trotz allem, es war zufrieden stellend. 

Denke nach dieser Episode, dass man in der Tschechei durchaus essen gehen kann.

Vom Preis allemal. 

Wir reden hier von essen und nicht von speisen.



Mittwoch, 16. November 2022

Birkenwerder

 


Da waren wir nun wieder auf der Rückreise.

Lt. Internet war eine Übernachtung in Birkenwerder geplant.

„Hotel Birkenwerder“

Anfahrt von der Autobahn zwar unkompliziert, aber doch etwas weiter als gewohnt.

Das Hotel liegt auf der rechten Seite der Hauptstrasse.

Strassenlärm ist aber nicht vernehmbar.

Parkplätze waren zwar genügend am Haus vorhanden, aber bei Hochbetrieb? Ich weiss nicht.

Der Eingang ist vorn und hinten beim Haus. Das Hotel selbst liegt in der 2. Etage.

Es ist ein Fahrstuhl vorhanden.

Das er schon 28 Jahre alt ist, hörte man an seinen Rumpel- und Quietschgeräuschen.

Komisch. Nun ist die "Wiedervereinigung" schon so viele Jahre her, aber immer noch könnte ich mit geschlossenen Augen sagen in welchem Staatsbezirk ich mich aufhalte.

Die Menschen sind anders.

Irgendwie.

Viiiiel freundlicher und trotzdem reservierter als die "Wessies"

Wie lange doch Erziehung durch den Staat nachwirkt, dachte ich und bekam Angst wenn ich an das heutige Deutschland denke.

Denn so manipuliert wie heute, warn Deutsche noch nie.

Oder sollte es am IQ liegen?

Doch weiter.

Unten ist ein Vietnamesisches Restaurant mit einer grossen Terrasse. 

Lt. Auskunft im Internet wäre es nur möglich im Hotel eine Kleinigkeit zu essen.

Das aber stellte sich als völliger Blödsinn heraus. Das Restaurant ist hervorragend, gut besucht und hat alles was man sich nur wünscht. Da wir den Ankündigungen gefolgt waren, hatten wir schon gegessen. Haben aber trotzdem im Restaurant die Fahrt mit etlichen Bierchen über 2 Stunden lang ausklingen lassen. 


Zimmer sind ok. 

Warum nur der eine Steckdosenkreis ohne Saft war?????? Die Wege des Schicksals sind eben unergründlich. Mit Kabelverlängerung wurde auch diese Hürde gemeistert.

Frühstück am nächsten morgen.

Na ja.

Eine kleine Ecke.

Ein kleiner Raum.

Eine ältere Dame.

Und? Und eigentlich alles was man brauchte.

Die Lebensmittel waren zwar frisch, aber ihre Herkunft, den Discounter, konnten sie nicht verleugnen.


Das Frühstück war im Preis von 79,00 inbegriffen.

Also, der Preis war  top.

Die Dame ältere erwies sich als leutselig und so konnten wir ganz entspannt die Fahrt fortsetzen.

Fazit:

Durchaus einkehrenswert.

Es gibt schlechteres.

Dienstag, 15. November 2022

 


Am Samstag ging es wieder aus der Tschechei zurück nach Deutschland. 
Das Seeschlösschen in Gross Köris war wieder unser Ziel.

Meine Frau meinte, wenn schon kein Wirlpool für sie bei der Hinreise drin war, dann wenigstens ein gutes Martingansessen als Ersatz dafür.

Wenn es ums Essen geht, bin ich immer leicht zu überzeugen.

Also einen Tisch für 14 Uhr per email reserviert.

Die Anfahrt klappte.

Rd. 300 Kilometer Fahrt und pünktlich um 14 Uhr standen wir auf der Matte.

Da hatte ich in der anderen Rezession etwas ganz wesentliches vergessen.

An der linken Seite der Terrasse ist ein selbst bedienbarer Lift für Rollstuhlfahrer oder des gehens behinderter Menschen ( wie ich) 

Ansonsten war alles bestens.

Empfang zwar von anderem Personal, aber auch dieses, trotz ihres jugendlichen Alters, erstklassig.

Die Scheisse ging aber schon los, als mir meine Frau, in Anbetracht der späteren Weiterfahrt, nur Weinschorle erlaubte.

Notgedrungen musste ich Rotwein mit WASSER verdünnt trinken.

Für mich, der Wasser nur als ein  notwendiges Übel betrachtet, grausam.

Ich brauche im Normalfall NIE Wasser, noch nicht einmal beim kochen.

Dafür nehme ich immer Wein.

Nur bei Kartoffeln im Schnellkochtopf schon manchmal eine halbe Tasse Wasser.

Und nun musste ich das Zeug roh trinken.

Himmel steh mir bei.

Kosten des gefärbten Wassers: 4,20€





Die Gans:

Zwei Keulen mit Anhang. Sehr zart und trotzdem etwas knusprig. Es wurde vorher gefragt, ob knusprig oder mittel gewünscht wäre. Wo gibt es so etwas noch? Fleisch auch nicht faserig. Für mich hätte ruhig mehr Fett dran sein können, aber man kann eben nicht alles haben. 

Dazu zwei Kartoffelknödel auf denen oben Butterbrösel prankten.

Rotkraut und Grünkohl rundeten das alles ab.

Fairerweise sollte ich sagen, den Grünkohl hätte ich mir kräftiger mit mehr Eigengeschmack gewünscht.

Dazu eine Sauciere mit köstlicher Sauce.

Preis per Person: 28,90€

ICH habe die Portion  nicht geschafft, aber es blieb eben nur 1 Kloss und etwas Grünkohl übrig.

Konnte ich geistig verschmerzen.

Lucie spülte den Rest mit einem Latte Macchiato zu 3,60€ runter.

Als Nachtisch kam der Besitzer zu uns an den Tisch.

Er hätte gehört das wir wieder zum essen eingekehrt waren.

Wir quatschten viel über alte Zeiten.

 Nach rd. 2 Stunden drängte ich zum Aufbruch, denn wir mussten noch knapp 2 Stunden zum nächsten Übernachtungsziel fahren.

Das lag dann in Birkenwerder.

Aber zum Schluss liess ich noch meine  Drohung im Raum stehen.

WIR KOMMEN WIEDER.





Montag, 14. November 2022

Seeschlösschen, Groß Köris



 Nun sind wir auf Tour, Richtung Tschechei.

Übernachten ist angesagt.

Die Wahl fiel schwer, aber letztendlich landete ich einen Volltreffer, in jeder Beziehung. 

Das Seeschlösschen in Gross Köris wurde von mir gewählt.

Abfahrt von der Autobahn, genau am Ende der Abfahrtskurve liegt auch schon das Haus. 

Trotzdem kein Laut von der Autobahn zu hören. 

Eigentlich sind es zwei Häuser.

Ein Schlösschen und ein Restaurant.



Parkstreifen auf beiden Strassenseiten vor dem Haus und auch ein grosser Parkplatz daneben, laden zum halten ein.

Eine Tankstelle ist etwa 400 Meter dahinter an der gleichen Strasse.

Sehr gepflegt sieht das ganze aus. Breite Freitreppe mit Geländer. Leider stehen dort Blumentöpfe zwischen den Pfosten, also Behinderte etwas aufpassen. 

Am Eingang innen rechts, die Rezeption.

Eine überaus freundliche, zuvorkommende junge Frau nahm uns in Empfang.

Reservierung war gebucht, also alles ok.

Dann kam eine entscheidende Ansage von der Dame.

„Ihr Zimmer ist zwar in diesem Haus gebucht, aber da Sie, wie ich sehe, gehbehindert sind, möchte ich Ihnen ein anderes, ebenerdiges Zimmer, barrierefrei in unserem nebenan liegenden Schlösschen anbieten. Auch das Auto kann neben der Wohnung parken.“ 

Ich war baff. 

Diesen Service kenne ich in dieser Bananenrepublik seit Jahrzehnte nicht mehr.

Aufpreis? Weiss ich nicht, glaube es war überhaupt keiner.

Das Angebot wurde von uns freudig angenommen.

Frühstück war im Preis enthalten.

Kosten: 99,00€

Meine Frau maulte etwas, sie hatte gelesen, dass es auch ein Zimmer mit eigenem Whirlpool für 30,00€ Aufschlag gab.

Aber wirlen kann sie zu Hause. ( oder bei mir) 

ALLE Türschlösser funktionieren mit einer Chipkarte. 

Was mich persönlich bewegte, war die überaus korrekte, dem Kunden freundlich zugewandte Art der jungen Dame.

Ein Musterbeispiel.


Abendessen war nun angesagt.



Die Tische waren eingedeckt.

Die Karte, klein, aber fein.

Preise, unter Durchschnitt.

Erst mal jeder ein Bier. 

Meine Frau bekam ihr geliebtes Engel vom Fass. 0,5l zu 3,90€ ( Davon können wir zu Hause noch nicht einmal träumen) 

Ich, ein Radeberger vom Fass 0,5l zu 4,50€

Das waren Bierpreise, da lachte mir das Herz.

Auf der Autobahn hatten wir, an einer Raststätte, für die Tasse Kaffee etwas über 6,00€ bezahlt.

Mein Essen.



Eine Steinpilzcremesuppe zu  € 4,90€

Vor allem, viele Pilze füllten den halben Teller.


Dann einen gemischten Salat zu 
 € 4,90€

Gut, aber ohne Überraschung.




Berliner Leber, mit Äpfel, geschmelzten Zwiebeln und Stampfkartoffeln.

Preis:   € 16,90€

Stampfkartoffeln, lecker. Keine Tütenware. Gut abgeschmeckt.

Äpfel und Zwiebeln ergänzten die Leber. Durch und nicht ledrig. 2 gute Stücke. 

Ich war in meinem Element.

Lucie, meine Frau, hatte geordert: 



Hausgemachte Lammbratwurst, grüne Bohnen und Bratkartoffeln.

Preis: 15,90€

Das die Wurst nicht aus der Fabrik kam, sah man schon von weitem. 

Bratkartoffeln?

Gut, da sind Menschen von der Küste etwas verwöhnt, (liegt an der Kartoffelsorte) aber sie waren, lt. Lucie, trotzdem sehr gut. 

Zum Abschluss dann  noch etwas von dem klaren Zeug um den Mund zu spülen.

Linien Aquavit, Kosten:  € 2,50€

Tasse Kaffee: 2,60€

Gesamtsumme: 67,50€

Ich habe mich selten so wohl gefühlt.


Der See glitzerte etwas, es war totenstill.

Hier würde ich gern Urlaub machen.


Der nächste Morgen.

Wirklich ausgeruht zum Haupthaus.

Im Wintergarten war eingedeckt.

Hell, freundlich, Sonnendurchflutet.

Wir zwei waren die einzigen Gäste.

An der Seite das Angebot.

Ein Korb verschiedener, knackfrischer !!!!!Brötchen. 

 Und dann:

8 Sorten Käse, Wurst, Schinken, geräucherter Fisch, Tomatensalat, Mozzarella, Obst, Müsli, und, und, und.

TOLL

Das Frühstück war vorüber.

Ein netter, älterer Herr gesellte sich am Tisch  zu uns.

Es wurde was „ geklönt“. Von früher usw.

Schön vor der Weiterfahrt noch ein nettes Gespräch zu führen.

Dann stellte sich heraus.

Es war Herr Assmann, der Besitzer, der sich noch persönlich davon überzeugte ob auch alles nach unseren Wünschen abgelaufen wäre.

Das es so etwas noch gibt, finde ICH bemerkenswert.

Sollte ich doch noch einmal irgendwo hinfahren, hier wäre mein Ziel.

Haus, Personal, Essen.

Alles Mein Ding.


Nachtrag.

Wir unterbrechen hier am Tage unserer Rückreise um eine Martinsgans zu essen.

Von uns vorbestellt. 

Fahren dann wieder weiter.