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Sonntag, 14. Juli 2024

"Kochs Steak- und Fischhaus" in Fehmarn

Schräg gegenüber unserer Wohnung liegt dieses Restaurant.Jedes mal, wenn wir einkaufen gehen, kommen wir daran vorbei und sehen in den Vorgarten mit den Tischen.

Schon als wir hier einzogen, sagte ich: 

„DAS wird mein Restaurant.“

Es ist, bis heute, nie etwas draus geworden.

Unsere Essgewohnheiten, Lucies Arbeitszeit, deren Öffnungszeiten, irgendwas war immer.

Nun, jetzt wir haben es geschafft.

Ein schöner Vorgarten  mit Schirme, Tische und Stühle. Gut gegen die Strasse mit einer hohen, dichten Hecke abgeschirmt. Es lässt sich gut dort sitzen.

Ein grosser, kostenloser Parkplatz ist gleich daneben.

Kommt man in das Restaurant, ist man, jedenfalls ich, etwas überrascht.

Ein grosser Raum, nicht gerade unfreundlich aber auch sehr nüchtern gehalten, empfängt einem.

Fussboden Laminat, der Blick auf den Tresen, der die Rückwand ausfüllt, besteht aus hellen Ziegelsteinen.

Keine Gardinen, sondern nur Jalousetten.




Gut, nichts zum meckern, im Laufe des abends interessiert mich sowieso etwas anderes mehr als Äusserlichkeiten, aber die Erwartungshaltung bei mir war eben eine andere.

An der Tür stehen geblieben. Der Wirt kam sofort und bot uns einen Tisch an. Bei mir, mit Rollstuhl, immer etwas problematisch.

Hier aber ist genügend Platz zwischen den Tischen und ich muss mir nicht die leisen Bemerkungen an den anderen Tischen mit anhören.

Auch die Toiletten sauber, gross und barrierefrei.

Die Esstische  selbst im mittleren Holzton.

Salz - und Pfeffermühle in Standardausführung vorhanden. Ein frisches Blümeken, Papierserviette und Plastikset rundeten die Eindeckung ab.

Zwei überaus hübsche und freundliche Servicekräfte, plus einer erfahrenen Dame,  rundeten das ganze ab.

Die Speisenkarte verdient, ob ihrer Aufmachung, auch den  Namen. 

Schön in der Optik.

Kein Blatt mit Schreibpapier in Plastikhülle wie es z. Zt. Mode geworden ist.

Das Angebot  genug für jeden. 

Menge und Auswahl. Mir fiel auf, dass Matjes mindestens 6 mal angeboten wurde.

Wird mit Sicherheit in den nächsten Tagen von mir näher unter die Lupe genommen.

Doch nun zu uns.

Hier ist Grevensteiner angesagt. 0,5 l zu 5,70€

Auf diese Preise scheint man sich hier eingeschossen zu haben

Nun kam der Knüller. 

Lucie wollte vegetarisch essen. 

Ich fiel vom Glauben ab.

Aber was solls, wenn SIE will????

Das war nun Salat, 3 Ecken, panierter Käse, Fritten und Preißelbeeren. Alles für 15,90€




Als sie die Portion in der Menge sah, sagte sie erst mal nichts.

Für mich war das Käse. So etwas esse ich nicht. Auch nicht wenn man mir das  öfters anbietet,  zum kosten. ( eben hat mein Finger beim schreiben gezuckt und wollte was anderes schreiben)

Wie gesagt. Viel. Lucie hat es nicht geschafft. Und DAS will etwas heissen. Aber sie war zufrieden. Endlich mal. 

Was will man mehr?

Ich dagegen bestellte einen Steak Teller zu 25,90€




Fangen wir mal an.

Salat wie gehabt auf dem Teller. 

Auch bei Lucie.

Ich persönlich muss mich zwar daran gewöhnen, empfinde es aber jedesmal als eine Zumutung. 

Salat gehört mit seinem Dressing auf einen extra Teller.

Die Kombination von Essigwasser, Fleischsaft und vielleicht noch Gemüse, ist nicht als vorteilhaft an zu sehen. Im Gegenteil, ist eine S…….. 

Ach ja, sollte man erwähnen.

Man kann IMMER wählen. 

Kartoffeln, Ofenkartoffel, Fritten ODER Salat.

Ich hatte Salat gewählt.

Dressing war angenehm und passte.

Fleisch? 

Es war Fleisch in 3 Sorten. 

Nur, kein Steak!

Ein Steak ist zwingend aus Rindfleisch ( nie Geflügel) und mindestens 2 Finger dick.

Das da waren  drei Stücke Fleisch. Nicht mehr und nicht weniger 

Basta.

Gut im Geschmack. O.k. Doch warum schreibt man das nicht auf die Karte? Überall finde ich diesen Unsinn. ( Es war auch dieses Stück Rindfleisch kein Steakfleisch) 

Mir hat es geschmeckt

Vor allem die lauwarme Remoulade.

Dazu zwei Scheiben Röstbrot. ( Könnte ich auch etwas dazu sagen, aber es passte schon) 

Alles sehr gut im Geschmack. 

Nun, danach noch 4 Gammel Dansk. Je 3,50€ 

Ein kleiner Plausch mit Tischnachbarn die auf der Durchreise waren, 

Es war ein schöner Abend. Jedenfalls für mich.

Lucie mit ihrem veganen Teller, müsst ihr selbst fragen. 




Dienstag, 25. Juni 2024

"Nordlicht" in Großenbrode



Wir  wohnen dort, wo andere Urlaub machen.

Auf Fehmarn. So weit, so gut. Nur, Fehmarn lebt von seinem Ruf, nicht von dem was es bietet. Aber das hier ein Restaurantblog ist, daher wollen wir nicht untersuchen warum diese Insel, trotz ihres hohen Besucheraufkommens so viele Mängel hat. 

Da wäre z. B. die Gastronomie. Abfütterung immer. Ansonsten meist nach 17 Uhr. 

Und darum gehen wir, wenn es mal sein sollte, auch gern in die umliegenden Orte.

(Nebenbei bemerkt. Es geht NIE etwas über selbst gekochtes)

Rings um Fehmarn reiht sich ein Badeort neben dem anderen. Und alle sind in Bezug auf Hinwendung zum Gast wesentlich besser aufgestellt. Angefangen von den Strassen, über die Parksituation bis zu den wirklich gut begehbaren  Strassen und Promenaden. 

Dazu auch Gaststätten die überall alle Bedürfnisse abdecken.

So waren wir also in Grossenbrode.

Ein wirklich ansprechender Ort mit einem Strand und einer Promenade die jeden begeistert. 

Überall!!!!!  problemlos für Behinderte begehbar. 

Doch wir wollten ja essen.

Da liegt dann in einer Reihe WAS man möchte. 

Italiener, Deutsche, Griechen, Türken, Orientale.  

Also, sie Auswahl ist gut, vor allem auch zu unserer Zeit  um 16,00 Uhr. 

Hier ist das kein Problem.

Die Entscheidung fiel schnell.

Nordlicht.

Direkt an der Promenade gelegen.

Gross im Inneren, aber trotzdem durch Zwischenwand übersichtlich und gemütlich erhalten.

Vor dem Lokal Sitzplätze im Freien mit grossen Schirmen. (ca. 80-100 Plätze) Sehen und gesehen werden, garantiert. Hier wollte ich sitzen. 

Die Bedienung war sehr freundlich und nicht geschäftsmässig. ( wie immer wieder festgestellt,  keine Deutsche.) 

Tische aus dunklem Holz. Stühle mit Bast. Alles noch optisch sehr gut.

Bier für mich ist Hasselröder. 0,5 l zu 5,20€. 

Alkoholfrei für Lucie. 0,33 l zu 3,30€. 

SIE wollte es so. Wegen des Autos. Das Gesicht von ihr war das Geld wert. Sie blieb auch bei der Kostprobe. 

Die Karte ist eigentlich sehr reichhaltig und gut sortiert. Wenngleich auch etwas Fischlastig. Viel Krabben im Angebot. 

Ganz toll fand ich einen Hinweis. (sinngemäss) 

„Fischfilet bekommen wir fertig. Ist kein Eigenprodukt. Wird nur noch von uns paniert und dann  gebraten) 

So viel Offenheit findet man selten und sollte auch honoriert werden. ICH behaupte mal, das, egal wo ich esse, 80% von dem was ich auf dem Teller habe,  Convenience Ware ist.

Doch zu uns.




Lucie bestellte: Geschmorter Spitzkohl, 2 gebratene Hähnchenbrüste, Sahnepampe, Salatgarnitur und Kroketten.

Preis: 17,90€

Menge, Qualität, Preis, ok. Ich kann immer nur das wiedergeben, was SIE sagt. Ich koste nie bei anderen Tellern

Finde das über den Tisch herumgereichte Essen tödlich.

Warum dann nicht gleich aus einer Pfanne oder Topf gemeinsam essen. 

Vielleicht noch den Löffel teilen? 

Kann mich erinnern. In Südtirol hielt mich das ab bei den Bergbauern so zu essen. Alle anderen fanden das „urig“. Ich zum kotzen. 

Aber jeder wie er es mag. 

Also, wie gesagt. Sie war zufrieden.

Merke. Eine am Tisch zufriedene Frau, ist nachher pflegeleichter. 

Ich wollte aber auch etwas essen.




Meine Wahl:

3 Matjesfilet, Bratkartoffeln, Salatgarnitur, kleines  Schälchen mit was drin.

Preis: 13,90€

Aussehen gut, Menge reichlich. Preis sehr gut.

Nun, fangen wir mal an. Das erste was auffiel, die Matjes waren …….. rosa? rot? Karmin? irgendwie so. Sah gut aus, ( aber künstlich. Konnte nicht Natur sein) Sherry war es mit Sicherheit nicht. Kam  mit Sicherheit bei den Gästen aber gut an. 

Der Geschmack war eben Matjes und die Farbe, sagen wir mal, ein optischer Hingucker. 

Bratkartoffeln normal und reichlich. 

So richtige Bratkartoffeln, wie ich sie kenne, gibt es nur an der Nordsee bei den Friesen.

Dann stand da noch das Schälchen. Da war drin. Gurken mit Sicherheit. Remoulade  auch. Viel, nur leider geschmacklos. Also ich, hätte darauf verzichten können. Aber es sah gut aus und der Tourist fand es wahrscheinlich auch gut.

Also, keine Meckerei von  mir, sondern nur eine persönliche Feststellung.

Ach so.

Platz war  überall vorhanden. Rollstuhlgerecht.

Toiletten barrierefrei zu erreichen.

Denke, waren  nicht zum letzten male hier.

Auch das drumherum lag mir.

Mittwoch, 8. Mai 2024

"Kerlins Kupferpfanne" in Garding

 



Kerlins Kupferkanne in Garding ist für mich eine Konstitution. 

Da war ich immer und fand jedesmal genau das was ich suchte.

Der Geschmack  war immer etwas anders.

Gut bis sehr gut.

Auch in der Auswahl.

Das die Preise leicht über dem Level lagen, war mir immer egal.

Gutes kostet auch immer etwas mehr,

Dazu kam auch immer der persönliche Kontakt mit den beiden, den ich im Prinzip sehr schätzte.

Ich habe dort auch öfter eine längere Zeit mit Quatschen verbracht.

Nun, dieses Jahr war es wieder klar, das erste Essen mussten wir bei Kerlin zu uns nehmen.

Trinken:

Flenz 0,4l zu 5,00€

Lucies Sinn stand auf Spargelsuppe.

8,00€ SIE sagte, mit vielen Abschnitten, also gut.

Danach gab es bei uns beiden Spargel mit Kartoffeln.

Kartoffel klar.

Spargel in normaler Portionsgrösse.

Qualität auch klar. Der wird hier angebaut.

Nur bei den Beilagen variierten unsere beiden Gerichte.

Lucie bekam Lammsteak zu 29,50€

Und ich Schnitzel zu 28,00€

Von den Portionen, der Menge und auch der Qualität einschl. des Geschmackes braucht man hier nicht zu reden.




Et passt.

Ach fällt mir gerade ein. Spargel kostet hier im Moment das Pfund 2,95€

Also, wir waren, wie immer zufrieden.


Dienstag, 7. Mai 2024

"DE KOHSTALL" in Poppenbüttel

 



De Kohstall in Poppenbüll ist ein Begriff.Jedes mal, wenn ich auf Eiderstedt bin, gehe ich dort mindestens einmal essen.

Warum?

Gute Frage. Erst mal liegt es so immer auf dem Weg wenn ich mal ins innere der Halbinsel fahre, man kann dort gemütlich sitzen. Draussen oder drinnen. Parken kein Problem.  Ruhe und keine Hektik ist angesagt.

Vor allem aber, es gibt den ganzen Tag warmes Essen.

Für mich überall das Hauptkriterium. 12 Uhr Mittags ist mir zu früh und 19 Uhr Abends zu spät.

Bin eben, wie meist, anders als die anderen.

Doch zurück zum Lokal.

Trinken ist angesagt.

Eine sehr nette Dame im Service nahm unsere Wünsche an. Der Chef am Tresen und die Ehefrau in der Küche.

Eine wundervolle Konstellation.

Krombacher ist hier angesagt.

0,3 l zu 3,80€

0,4 l zu 4,80€

Korn 0,2 zu 2,50€

Lucie wollte heute vorher eine Suppe.

Warum dieses, weiss der Henker.

Na gut. Rinderbouillon zu 5,30€

Hier kann man sicher sein, das es eine Bouillon ist und kein Tütenprodukt.

Ihr hat es geschmeckt. Ich habe zugesehen.

Dann kam ihr bestelltes Hacksteak.

Dazu muss man sagen, dass manche Gerichte als „Knecht“ und manche Portionen als „Bauer“ gekennzeichnet sind.

Hier war es eine Knecht, also kleinere Portion.

Als sie die Portion sah, wusste ich, Warum „habe ich Suppe gegessen?“ 

Da musste sie nun durch. Aber meine Frau ist in dieser Hinsicht tapfer und ein Kämpfer.

Bilder finde ich leider nicht. Gemacht habe ich aber welche.

Auf jeden Fall eine Riesenportion, schmackhaft zum Preise von 17,40€

Bei mir das gleiche. 

Lammrollbraten zu 24,30€

Da ich hier meist etwas vom Lamm esse, sagt das wohl schon etwas über den Geschmack aus.

Bohnen und Kartoffeln waren natürlich obligatorisch.




Dieses Haus ist noch aus der alten Schule.

Solide, ohne SchnickSchnack.

Wünsche kann man äussern.

Werden auch erfüllt.

Sollte ich es noch einmal nach Eiderstedt schaffen, hier ist mein Erscheinen  gesichert.