Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Samstag, 20. Dezember 2025

La Rosa Mi Barrio, Hamburg




Nun, wenn man schon in einer fremden Stadt ist, sollte man das Angebot der Gastonomie auch in Anspruch nehmen.

Wo findet man schon ein Peruanisches Restaurant?

Angeboten im Netz mit „ ein helles, modernes Restaurant, gut erreichbar von ihrem Hotel“

Anruf ob Behinderten gerecht?

Aber JA.

Na ja, dann mal los.

Erst einmal muss man sich des abends durch Hamburgs Strassen winden. Lucie immer mit dem Handy und dem Navi in der Hand. 

Dabei waren wir doch nicht auf der Flucht, sondern im Gegenteil.

Dort wo Treppen sind (Tunnel) eben einen Umweg suchen. Gesperrte Bürgersteige wegen Bauarbeiten? 

Kein Problem. „Andere Strassenseite benutzen“

Nur wo den Bürgersteig runter und wo wieder rauf? Also im Dunklen, ohne Licht, durch eine Gasse auf der Fahrbahn. Das die Autofahrer aufpassen. Wenn’s arg hoppelt war ein Hundertjähriger unter den Rädern.

Dann Überwege suchen um in der Richtung zu bleiben, am Hauptbahnhof vorbei. Die Seuche (Radfahrer) im Dunklen an sich vorbei rasen lassen, und dann, dann  sehen sie eine große Leuchtreklame:

„La Rosa“

Wenn man näher kommt sieht man eine Ladenzeile wie bei einem Ramschladen und mitten drin  eine Tür.

Ganz normale Tür mit, natürlich, 2 Stufen. Barrierefrei eben.

Ich gab auf, Lucie rin in die Bude und ………

Es kam ein Mann und eine junge Frau.

Soviel Deutsch sprechend wie ich Peruanisch.

Die Situation erklärte alles.

Er marschierte los und kam mit einem klappbaren Brett als Rampe an.

Steigung unwichtig. ER und Lucie drückten eben kräftig mit.

Durch einen düsteren Vorraum in das eigentliche Lokal.

Eigentlich.

Aber auch hier musst erst noch eine Stufe überwunden werden.

Also Rampe umbauen.

Nun waren wir im  „hellen, modernen Restaurant“

Es war ein Riesenraum.

Platz für mehr als 100 Personen.

Duster wie die Tische und Stühle,

Wohlfühlen ist anders, aber nun ja, in Peru ist das wahrscheinlich immer so.



Der Service, eine junge Frau, war aber sehr freundlich, wie auch alle anderen auch.

Die Möbel waren sauber und dunkel.

Schwarze Tischplatten noch obendrein.

Die besten Tage jedenfalls sind vorbei.



Bier wählten wir. San Miguel vom Fass.  Kenne ich und war gut.

Dann ging es ans bestellen. War leicht. Karte war in Deutsch übersetzt, Finger drauf und sie begriff.



Für beide:

Empanadas De Carne

Teigtaschen gefüllt mit Pulled Beef und in einem Schälchen hausgemachte Chillisauce.

Frittierter Teig, gefüllt.

Man konnte reinbeißen und dann die Chilisauce in die Tasche füllen.

Da ich ein „scharfer“ bin, war die Sauce auch alle geworden.



Lucie:

Bisteck A Lo Pobre

Roastbeef mit Reis, gebratenen Bananen, Pommes und Spiegelei

Kosten 23..-€

Menge war sehr viel-

Qualität war gut

Geschmack gut.

(O-Ton)



Gerhard

Bandeja Paisa Mi Barrio

Schweinebauch, Hackfleisch mit Chorizzo, rote Bohnen, Spiegelei, Avocado, Kochbanane, Maisbrot und Reis.

Kosten 23.-€

Menge zu viel

Qualität na ja

Geschmack hatte ich mir mehr erhofft



3 Tequila

zum runterspülen.


Gesamtkosten: 93,50€


Wir waren voll.

Lucie zufrieden.

Ich vermisste das AHA Erlebnis.

Das Ambiente könnte daran beigetragen haben.

Meckern?

Eigentlich nicht, aber auch nicht jubeln.


Immerhin, als ich Zeichen gab, kamen die Hilfstruppen wieder und expedierten mich wieder mit ihrem Brett auf die Strasse.

Es war nicht schlecht, aber noch einmal?

Ich weiß nicht.

Hamburg hat mit Sicherheit andere Lokalitäten.


Herr He, Hamburg




Wir waren ein  paar Tage in Hamburg.

Möglichkeiten um was zu essen oder zu speisen, unendlich.

Für mich war entscheidend, dass ich das Restaurant vom Hotel barrierefrei erreiche.

Das ist beileibe nicht selbstverständlich.

Der Clou aber war, bald bei allen, so auch hier, kommt man in den Betrieb nur über eine hohe Eingangsstufe. Da ich das überall so sah, denke ich mal, das es was mit Hochwasser zu tun hat.

So auch bei diesem Restaurant.

Da stehst Du dann mit deinem Ferrarie vor einer 35 cm hohen Stufe.

Lucie krempelte die Arme hoch. Ich lehnte mich an die Scheibe um nicht zu stürzen, und…….

Von innen wurde das bemerkt und sofort kamen einige Damen und Herren um mich in das Lokal hinein zu wuchten.

Alles wuselte um uns rum.

Tisch natürlich sofort wie gewünscht.

Ach wären Deutsche Servicekräfte nur annähernd so aufmerksam wie diese Chinesischen Damen und Herren.

Das Restaurant selbst ein  eigenartiges Lokal., relativ schmal, dafür aber (schätzungsweise) 8 Meter hoch.

An den Wänden Bilder im Format: 1 Meter x 4 Meter. Alles Chinesischer Art, aber keinesfalls aufdringlich oder überladen.

Sehr sauber.

Publikum schien aus vielen Bekannten zu bestehen. Man sah es auch an der Art ihrer Bestellung

Was ich auch schön fand.

Speisenkarte lang, aber trotzdem übersichtlich.

Alles mit einer Nummer versehen

Daneben ein Block und ein Kugelschreiber.

So konnte man also seinen Wunsch aufschreiben und auch noch einmal nachschauen und ändern.

Zusätzlich Gabel, Löffel und Stäbchen.

(Das letztere brauchen wir nicht, das mag jeder benutzen der dazu ein Affinität hat.) Aber ein Messer wäre für mich schon nicht schlecht gewesen.

Wenn das Mäuschen nun merkt, dass man so seine Wahl getroffen hat, nimmt die den Block ohne zu fragen und Dein Essen ist gebont.

Die Preise bewegen sich, nach meiner Meinung , im unteren Drittel.

Wo kann man schon für 10,00 € zu Mittag essen?

Noch eine Besonderheit.

Speisen die schärfer als normal sind, sind in der Karte mit einem großen roten Haken gekennzeichnet. 1 = scharf, 2 sehr scharf.


Bier, (Uns war danach) Spatenbraü, München.


Da wir keine Rechnung haben, Angaben nur aus dem Gedächtnis,

Lucie:

Frühlingsrollen (gefüllt mit Gemüse)

Gebratene Reisnudeln mit Gemüse




Gerhard:

Peking Suppe 

Gegrillte  Ente ohne Knochen mit Gemüse und Reis




Pflaumenwein

Bambusschnaps


Die beiden letzteren gingen auf das Haus trotz eigener Bestellung 

Dann hatten wir Mühe, ohne das Gesicht zu verlieren, das angebotene Eis NICHT an zu nehmen.

Auf jeden Fall war die Endsumme: 74,40€


Für uns, auf jeden Fall empfehlenswert.

Kein Imbiss, sondern schon ein gutes Restaurant aber mit Imbisspreisen und dem Aufmerksamkeit eines guten Hotels.

Allein der Abschied erinnerte mich an das Verlassen von langjährigen , guten Freunden.