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Montag, 4. September 2017

Eidersperrwerk, Aussichtspavillon


Das Wetter ist gut.
Die Sonne nicht zu heiss, leichter Wind.
Was macht man?
Na, man fährt mal eben zum Eidersperrwerk.
Seehunde schauen.
In das schäumende Wasser blicken.
Seinen Gedanken nachhängen.
Und, Hunger bekommen.

Da dieses Gefühl vielen überfällt die am Sperrwerk rum hängen, hat vor über 40 Jahren ein kluger Mann einen Kiosk dort gebaut.
Da dazu ein riesiger Parkplatz gehört, er auch noch Tische und Bänke hin gestellt hat, und vor allem so klug war eine Toilettenanlage zu installieren, war die Gelddruckmaschine für ihn in Betrieb genommen.
Dieser Mann  war nicht nur klug, nein auch reell.
Denn das was  er anbot und bietet ist gut und preiswert.
So kommt es, das dort pausenlos gegessen und getrunken wird.
Seit ein paar Jahren hat er auch auf der Nordseite ein Restaurant erbaut,  aber die Einheimischen und Kenner bleiben hier auf der Südseite.

Zuerst einmal die Toiletten. 
Trotz der unverhältnismässigen grossen Benutzerzahl, ist sie immer pieksauber.
Es steht ein Teller für ein Trinkgeld dort.
Der ist meist voll mit Münzen. 
Man weiss das eben zu schätzen.

Das alles ebenerdig ist zwar klar, aber trotzdem sollte erwähnt werden, das 1-2 Stufen am Eingang sind. 
Rollstuhlfahrer haben es innen schwer durch die Enge zu kommen.
Ach ja, ich vergass zu erwähnen, das man nicht nur aussen, mit Selbstbedienung, was schnabulieren kann, auch drinnen sind Tische und Bänke mit  Aussicht auf die Eider vorhanden.

Innen kommt auch eine Dame zum bedienen.
Insgesamt schmeissen den ganzen Laden, einschl. des  Verkaufs der diversen Artikel, 3 Personen.

Viele Durchreisende nehmen hier noch ein Andenken, eine Zeitung oder auch was deftiges aus der Fleischtheke mit nach Hause.
Der Renner hier ist natürlich ein Fischbrötchen.

Da alle Gerichte, die dort verzehrt werden, frisch gemacht werden, braucht man einige Minuten. 
Mir kommt dieses immer sehr gelegen. 
Ich warte gern aufs Essen wenn es denn erst zubereitet wird.

Die Auswahl ist....... wenig? Nein, eigentlich genug.
Es ist ja kein Speiserestaurant, sondern ein Imbiss.
Wenn auch groß und gehoben.
Der Umsatz hier an einem Tag ist der Traum eines jeden Restaurantbesitzers.
Ob Labskaus, Salate, Fisch, Matjes, Schnitzel 
(immer mit den jeweiligen Beilagen) oder Kaffee und Torte, alles das was man gern hat ohne Ansprüche an ein "Menü" zu stellen, gibt es dort.
Natürlich auch alles trinkbare.
Die Qualität ist gut, der Geschmack ist nun eine persönliche Sache, die Menge ausreichend.
Was mir  persönlich fehlte, war Salz und Pfeffer auf den Tischen.
Sicher hätte ich was bekommen. 
Nur schüchterne Menschen wie ich, fragen nicht gerne nach.

Preise?
Das teuerste Gericht: grosses Krabbenbrot mit Spiegelei zu 15,90€
Aber auch:
Aal in Gelee mit Bratkartoffeln zu 12,90€
Schollenfilet mit Bratkartoffeln zu 9,80€
Currywurst mit Pommes Frites zu 5,20€
Schnitzel mit Pommes Frites zu 9,50€

Die Getränke etwas gehobener.
0,33 Flenz zu 2,50€

Aber alles noch zu normalen Preisen.

Es lohnt sich also dort mal zu halten, oder, wenn man zu Gast in SPO ist, sich mal aus der Dunstwolke der Touristen zu entfernen.
Netter Ausflug und gleichzeitig die Kasse schonend.

Kleiner Tip noch.
Fährt man etwa 1 km weiter ins feindliche  Ausland, ins Dithmarschende Land hinein, findet man rechts und links der Strasse grosse Gemüsebauern wo man seinen Bedarf an frischem  Gemüse decken kann.
Sehr bei der Heimreise zu empfehlen.

Ach ja.
Es geht auch etwas ruhiger.
Auf der Nordseite bietet sich auch ein Restaurant an. 
Der gleiche Besitzer.
Mehr Auswahl an warmen Essen. 
Vor allem mehr Fisch im Angebot.
Oder aber, ein paar hundert meter weiter, die "Mahre"
Kleine Gerichte, zivile Preise, was zum entspannen im Katinger Watt.
Auch nicht schlecht.

Also, Eiderstedt hat nicht nur Abzocke sondern durchaus auch was für den normalen sterblichen .