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Freitag, 6. März 2015

Bad Kötzting : Gregorie


Heute nun letztes Abendessen in Bayern.

Logisch in meinem Gasthaus
D'reim Gregori

Gepackt wird morgen früh. 
In der Zwischenzeit bin ich Profi im packen geworden.

Die Gaststätte relativ leer. 
Na ja, ich komme auch früh, so gegen 17,00Uhr, da ist noch keine Essenszeit.

Auf meinen Stammplatz.
Etwas durch die Gegend geschaut.
Die gleiche Frage stelle ich mir wieder.
Ob ich noch einmal wiederkomme ?
Ein Glück, das diese Frage nie jemand beantworten kann. 
Es ist ja auch keine Frage des Alters.

Doch erst einmal bestellen
Als Bier das Zwickel naturtrüb zu 2,50€ 

Ja, was ich esse ich denn nun?
Ein " Gickerl" war im Hinterkopf.
Dachte so an meine Fellnase. Der hat das nämlich gern. Andererseits esse ich oft was dem gefällt, weniger was ich gerne wollte.
Bin eben das Personal meines Hundes.

Doch dann fiel meine Wahl auf Zwiebelrostbraten.

Gebont.
Logischerweise habe ich schon bald alles durch. 
Wusste also was mich erwartet.
So war es auch.

Vorerst ein Beistellsalat.
Standard.
Ich würde versuchen den einzelnen Komponenten einen Eigengeschmack zu geben. 
Nur mal so.

Das Hauptgericht.
Ein gutes Stück Fleisch, medium, ohne Geschlinke. 
Darauf ein Stück Kräuterbutter.
Aber nicht steinhart gefroren, wie sonst sehr oft. Gut.
Alles überdeckt von einem handgemachten  Berg gerösteter Zwiebeln.
Ehrlich, sie sind immer sehr gut, und ich mag sie auch gerne.
Preis: 16,90€

Für diese Gegend mag es teuer klingen, aber ist von der Qualität her gesehen, seinen Preis auch wert.

Leider hatte ich kein Handy bei mir. 
Hing an der Steckdose zu Hause.

Der Wirt hatte nachher noch etwas Zeit.
Es kam an meinen Tisch und wir quatschten etwas.

Ein Bärwurz auf Kosten des Hauses.
Dann quälte meine Fellnase um seinen Anteil draussen zu essen.

Der letzte Abend war gelaufen.
Ein Auf Wiedersehen.

Das war der Bayrische Wald.
(Diesmal)

Ach ja.
Da ich selbst hier wiederkomme, sollten andere das auch als eine Empfehlung meinerseits ansehen.

Ich werde es versuchen möglich zu machen.

Donnerstag, 5. März 2015

Böbrach : Brauerei Eck


Vorletzter Tag meines Urlaubs im Bayrischen Wald.
Zu Hause erwartet mich nichts.
Noch nicht einmal was zu essen.
Also, was lag näher, als zum Metzger meines Vertrauens zu fahren, 
a.) um noch was für hier zu essen zu kaufen und 
b.) gleich eine Bestellung für die nächste Woche persönlich auf zu geben.

Denn dieser Metzger, die  "Höfermühle" inGeiersthal, beliefert mich auch, wenn ich mal zu Hause bin. 
Schon seit längerem beziehe ich einen Grossteil meiner Waren von ihm.
Die Seniorchefin war im Laden. 
Es ist ein kleiner Handwerksbetrieb. Kundenorientiert.
Der Plausch mit ihr war genau so gut wie ihre Ware.
Interessierte sollten mal im Internet reinschauen.
Da ist mehr persönliche Hinwendung drin, als zu Hause im Laden.
Die Ware plus Porto sind ihr Geld allemal wert. 
Vielleicht noch billiger als zu Hause.
Z.B. wollte ich ein Suppenhuhn.
Wird am Dienstag geschlachtet und am Mittwoch versandt. Hat in meinem Beisein den Bauern angerufen und Bescheid gesagt.
Ich weiss schon warum ich das unbekannte, gefrorene aus dem Discounter nicht will.
Aber jeder eben so wie er es mag.

Ich musste ja nun auch selbst was essen.
Hier war in der Nähe die kleine Privatbrauerei Eck in Böbrach.
Dort verkehre ich schon seit Jahren.
Nur jetzt, ist mir das von Kötzting aus, immer zu weit zu fahren.
Vor allem aber, es hat mir das dortige Bier angetan.
"Wilderer Dunkel."
Da stehe ich drauf.


Drinnen wie eh und jeh.
Der Service herzlich, so das man sich sofort wohlfühlt.
Man hat das Gefühl nie weg gewesen zu sein.
Der Chef muffig wie ich ihn kenne.
Der kann gar nicht anders. 
Da ich ihn schon seit ca. 10 Jahren kenne, würde ich mir um ihn Sorgen machen , wenn er einmal anders wäre.

Nur die Speisenkarte hat ihr Aussehen geändert.
Heller, frischer, freundlicher, wenn auch mit gleichem Inhalt.
?????
Nein, zwei oder drei Gerichte sind neu.
Das erste was mir ins Auge stach, mein Leibgericht:
"Krautwickel."
Da gibt es bei mir kein überlegen.
Die musste ich essen.

Aber das war nicht die einzige Neuerung.
Zuerst wurde mir ein Amuse serviert.
4 Sorten Brot.
Ein kleines Einmachglässchen mit Schmalz drin.
Dieses Schmalz verändert. ( Butter?) auf jeden Fall nett.
Es ist nun das zweite Restaurant hier das so etwas macht.
Mein Kompliment.
Es kostet kaum was, stellt  aber den Gast schon mal zufrieden und ruhig.
Mein alter Vorschlag, hier wurde er verwirklicht. Und auch in einer netten Form der Darbietung.
Mein Bier schmeckte noch einmal so gut.
Daumen hoch! 



Doch nun wurde mein Essen gebracht.
Das erste was ich beim servieren sah, war ein Schock.
Aber Gerhard, nicht aufregen. Hier kennt man es nicht anders.
 Eigentlich sollte ich mich langsam dran gewöhnt haben.
Ein Teller.
Viiiiel Sauce.
Darin "schwammen" Butterkartoffeln.
Wenn Kartoffeln in Fett geschwenkt werden, nehmen sie keine Sauce mehr an.
Das müsste ein Koch wissen.
Das schlimmste für mich !!! war, die Salatblätter plus Tomate MIT Dressing am Tellerrand.
Nun konnte ich kühlen Salat mit warmer Specksauce essen , und die Specksauce mit dem  säuerlichen Dressing abkühlen und versauen.
Leute, bitte doch mehr überlegen.
Entweder keinen Salat, oder extra im Schüsselchen.
Das passt nun wirklich nicht zusammen.
Dieses Thema besteht hier seit Jahren und wird sich nie ändern.
" Das haben schon die alten Bajuwaren so gemacht, und das  werden wir auch nicht für euch ändern! " 
Fress es, oder lass es stehen.


Doch nun genug gemeckert.
Die Restsauce war gut im Geschmack.
Die Kohlroulade war ein Gedicht !!!
Auch von der Füllmenge gut.
Meine zu Hause schmeckt anders, aber nicht besser.
Auch die, die ich bisher gegessen habe reichen nicht an diese heran.
Diese hier war toll abgeschmeckt.
Ich weiß nicht was da drin war, aber die sichtbaren Kräuter, toll.
Habe den Service gefragt, wusste sie aber auch nicht.

Ehrlich, es tat mir leid, etwas für meinen Hund abzweigen zu müssen. :-)))))))))

Es liess mich sogar meinen vorherigen Ärger glatt vergessen.
Mit Sicherheit wird dieses neue Gericht einen Stammplatz auf der Karte finden.
Ach ja für die Leser: 10,00 €

Im Sommer bin ich wieder hier.
Allein für die Krautwickel fahre ich diese Strecke.

Noch was Essig gekauft.
Eine überschaubare Menge Wilderer Bier in den Kofferraum für zu Hause.
Ist auch toll für Schweinebraten im Rohr zu benutzen

Ab, Richtung Bad Kötzting.

Es war ein schöner Nachmittag . 

Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Vielleicht, im Sommer, den  Salat nicht in der Pampe?   


Mittwoch, 4. März 2015

Viechtach : Schützenhaus


Nun, auf meiner Rundreiseabschiedsessentournee war ich heute, im für mich, besten Restaurant, dieser Gegend.
Im Schützenhaus in Viechtach.

Eigentlich wollte ich wieder einen Salatteller mit Putenbrust  essen.
" Schützenhaus Spezial " 
Vor allem wegen des Dressings.
Selbst gemacht.
Keine Fertigpampe und auch nicht lieblos Essig und ein Tropfen Öl wie ansonsten ich es hier gewohnt bin, sondern sehr geschmackvoll zubereitet.
Ich könnte das Dressing mit Brot allein essen.
Man kann es auch zum mitnehmen käuflich erwerben.

So war mein Vorhaben.

Etwas palavern mit der ( etwas schüchternen ) Tochter.
( Nadine, Gäste beissen keine hübschen Mädchen !)

Dann, als ich die Karte bekam, sah ich, das Lachs heute in allen Variationen heute im Wochenangebot war. 


Da war es klar.
Salat kann ich immer essen.
Und da meine Figur sowieso versaut ist, nutzen auch keine Rettungsversuche in den letzten 2 Tagen.
Ausserdem soll Lachs gesünder als Fleisch sein.
Wenn er nicht gerade tot gebraten wird, esse ich ihn sogar sehr gern.
Scheue aber immer das Risiko da so trockenes Futter zu bekommen.
Hier aber weiss ich, das das nicht passiert.

Zuerst meinen  gewohnten Grünen Veltliner ( ( 3,50€ ) und die Tageszeitung.
Immer wieder gut.
Sitzt man nicht so bekloppt da rum und wartet darauf abgefertigt zu werden.

Es kam das amuse.
Angewärmtes Stangenbrot und Schmalz.

Danach einen zusätzlichen Beistellsalat zu 3,50€
 ( wegen des Dressings :-))))))) 

Meine Bestellung:
"Gebratenes Norwegisches Lachsfilet an knackigem Gemüse und Ananas in einer leicht scharfen, süss-saurem Thaisauce einschl. Basmatireis" zu 14,90€




Toll.
Auf Nachfrage, speziell auf meinen Geschmack , zusätzlich abgeschmeckt.
DAS nenne ich Kundendienst und Gastfreundschaft.
Wobei ich bemerken möchte.
Diesen Service und Aufmerksamkeit bekomme nicht nur ich, sondern jeder Gast.

Anschliessend meinen Espresso.
Auch dieser im vernünftigen Wasserverhältnis.
Manche Deutsche lernen es eben auch noch.

Der Williams von "Prinz" ( kannte ich nicht. Im ersten Moment fruchtig, im Abgang mir zu süss. Für Frauen bestimmt der Renner ) ging aufs Haus.

Schwätzchen mit den Wirtsleuten.
Alle guten Wünsche.
Und wieder verliess ich eine gastliche Stätte.

So langsam werde ich traurig.

Ob ich noch einmal wiederkomme?

Der Juli ist vorgesehen.
Aber wir denken, andere lenken.

Darum heute schon mal.
Danke Dirk, Ehefrau und Nadine.

Wenn es klappt, sehen wir uns wieder.
Ich war immer gern bei euch.





Dienstag, 3. März 2015

Kötzting: Lindner-Bräu


Heute ist Montag.

Das ist so ein obligatorischer Ruhetag in der Gastronomie Deutschlands.
Auch kein Grund zur Klage meinerseits. 
Wichtig ist nur, das man so etwas vorher weiss.
Die Auswahl an Gaststätten ist darum bescheiden.

Das Lindner Bräu hat jeden Tag auf.
Dafür eben Sonntags zu.

Parkplatz immer satt.
Direkte Abfahrt von der Hauptstrasse. Gut ausgeschildert.

Innen nicht voll, aber gut besucht.
Der Stammtisch, wie immer, gut besucht.
Diesmal war der Laustärkste eine SIE.

Diese Dame machte da jemand anderem etwas klar: 
Aber Hallo!
Er war  klug , und schwieg!
Das schlimme ist dabei, das ich nie ein Wort verstehe.
 Vor allem nicht, wenn man unter sich ist und seinen  Dialekt voll ausspielt.

Das schöne hier ist, das man an jedem Tisch mit mehreren zusammen sitzt.
Es dauert keine 5 Minuten, und sie werden angesprochen.
Herrlich!
Rede und Gegenrede.
Auch schon mal vom Nebentisch.
Alles sehr freundlich.
So, wie man sich als " Preiss" die Bajuwarische Gemütlichkeit vorstellt.

Das halbe, aus der eigenen Brauerei, kostet 1,80€

Die Karte sehr vielseitig.
Ich bestellte das teuerste Tagesgericht.

Wildragout mit Knödel, Preisselbeeren und Rotkraut zu 9,50€.

Dabei eine Portion bei der auch noch ein Kind hätte mitessen können.

Das Fleisch sehr zart und von sehr guter Qualität. 
Trotz des Preises.
Geschmack auch gut. 

Auch das wir mit 3 Hunden an einem Tisch sassen, trübte nicht den Abend.

Der Service frug mich beim kassieren ob ich zufrieden war.
Antwort dort und auch jetzt hier.

"Passt."


  

Sonntag, 1. März 2015

Blaibach : Fischerstüberl




Nun, mein Ende naht.
Oh Verzeihung, bitte nicht diese überschäumende Freude aufkommen lassen.

Nicht meines, sondern mein Aufenthalt hier.

Aus diesem Grunde gehe ich nun überall, wo ich in den  letzten Monaten öfter  war, noch einmal essen.
Man weiss nie, bei allen Dingen die man tut, ob es nicht das letzte mal war.
So sehe ich auch mein ganzes Leben.

Heute war das Fischerstüberl dran. (Ist keine Drohung :-)))

Ich wollte Fisch. Natürlich, obwohl sie auch sehr gute Fleischgerichte haben.



Alles gut bürgerlich.
Der Holzofen bullert.
Keine Hektik.
Kein Zwang.
Der Ehemann serviert. 
Er ist sehr freundlich, aber mit Waldlerischem Charm ausgestattet,
Also so nehmen wie er ist.
Die Ehefrau sehr symphatisch, auf die Menschen zugehend, aber auch gleichzeitig die Köchin und darum leider meist abwesend.

Jedes Gericht wird separat zubereitet.
Es dauert also.
Für mich ein absolutes Plus.
Ich mag so nicht die fertig portionierte Ware aus dem TK.

Sie können jeden erdenklichen Wunsch äussern. 
Da das Essen nicht aus dem TK kommt, stellt es also nie ein Problem dar.

Ich trinke dort immer meinen Grünen Veltliner.  
Wenn ich rein komme, nur ein kurzer fragender Blick, ein Nicken, und es ist gebont.

Frage: " Speisenkarte?" 
Antwort: " Nein, Zander" 


Das genügt.
Wenige Gäste, darum auch nie Hektik.

Jedesmal war und bin ich zufrieden.

Der einzige Minuspunkt ist der, wer kennt dieses Gasthaus als Fremder schon?   
Wer findet die Nebenstrasse nach Bleibach  schon ?

Gut , ich finde es gut so wie es ist, der Wirt wohl weniger.

Ich habe mich noch einmal gut umgesehen.
Wenn alles klappt, bin ich im Juli wieder hier.

Ich denke und hoffe es.

Ich jedenfalls würde mich freuen.

Und ich denke, ohne mir was einzubilden, die Wirtsleute auch.

Es wäre bestimmt auch einmal einen Versuch für sie wert dort ein zu kehren.