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Montag, 18. Juli 2022

"Nordsee Lodge" Pellworm

Eine Rezession?

Ich weiß nicht so recht.

Es ist schon ca. 3 Wochen her, dass wir auf Pellworm waren.

Nur 4 Tage, aber es reichte.

Diese Insel hat sich verändert.

Man merkt es auch an der Gastronomie.

Es war ja nie viel Auswahl dort,  aber nun……

„Unter den Linden“ = zu.

„Nis Puk“ = zu

usw.

„Hooger Fähre“ = neu aufgebaut.

„Alte Kirche“ = Neues Konzept.


Fangen wir mit dem letzten an, denn dort habe ich gewohnt.

Man nennt es jetzt „Nordsee Lodge“

Bedingt durch einen neuen Anbau.

Er ist schön, ohne Zweifel, aber es ist auch ein neuer Stil auf dieser Insel eingekehrt.

Gleichzeitig auch ein neues Preisgefüge.

Denn Übernachtung mit Frühstück (2 Personen) fängt so bei rd. 160,00€ an.

Unterkünfte dieser Art, mit diesen Preisen, nehmen zu.

Der Speiseraum ist geblieben.

Es ist der , des „Alten Kirche“ Restaurants.

Auch hier spürt das sich veränderte.

Auch im Umgang.

Ich konnte mich nur an die einzige Bedienung gewöhnen die schon seit 20 Jahre dort ist. 

Warum? Weil sie normal geblieben ist.

Mir fehlte auch die Kinderspielecke und damit das „Leben in der Bude“.

Was auch geblieben war, waren die künstlichen Blumen in den Trennungskästen. Und genau dieses passt nun eben nicht mehr zur Preislage und dem Wollen.


Doch wollen wir vom ESSSEN sprechen.

Jedermann kann dort essen gehen.

Die Karte ist übersichtlich.

Das Essen aber auch.

Zwar nichts zu meckern, aber gemessen an den selbst aufbauten Ansprüchen, für mich, doch Kritik würdig.

In einer Gaststube in Bayern stellt man mir eine Flasche Bier nebst einem Glas auf den Tisch.

In einem Hotel erwarte ich, dass man mir die Flasche öffnet und einschenkt. (Bzw. erwarte ich eigentlich gar keine Flasche)

Aber macht Euch selbst ein Bild. 


Lucie isst:

Krabbenfrikadellen mit Petersiliensauce und Salzkartoffeln = 26,50 €

Geschmack ? Lucie sagt merkwürdig, würde sie nicht mehr bestellen.

Und:

Graugansbraten mit Rösti = 24,90 €

Fand sie hervorrragend.


Ich esse: 

Fischvariation mit Bratkartoffeln = 24,50 €

Qualitätsmässig ok.

Und:

Dreierlei vom Hering mit Bratkartoffeln = 16,50 €

DAS war nun wiederum meines.


Es ist eben ein Hotel geworden, wenn es auch unter der Firmierung „Restaurant Alte Kirche“ noch reist.


Fazit:

Annehmbar, gehobene Preise, Charme und bodenständig fehlte mir.

Schade.

Muss ich nicht mehr haben.





Sonntag, 17. Juli 2022

"Viet-Thai Asia" Fehmarn

Nun wohne ich auf Fehmarn.

Immer selber kochen, muss ja auch nicht sein.

Also auch einmal etwas anderes.

Da gibt es hier im Landkirchener Weg 18 das

VIET-THAI ASIA Restaurant.


Hier auf Fehmarn gibt es eigentlich alles um essen zu gehen.

Polnisch, Arabisch, Kroatisch, Chinesisch, Griechisch, Indonesisch, Jugoslawisch, (wer weiß noch was alles) aber auch Deutsche Küche. Leider nicht immer das gelbe vom Ei. 

Aber das ist Ansichtssache.

Will man gut hier Deutsch essen gehen, muss man Glück haben und die Preise sind auch nicht immer angemessen.

Also Wir wollten nun mal was exotisches.

Zuerst einmal.

Das von uns ausgewählte Restaurant liegt, an einem Platz, etwas von der Strasse ab.

Genau gegenüber von REWE.

Immerhin gibt es keine Parkprobleme.

Nur, wenn man nicht gut zu Fuß ist, beginnt das Dilemma.

Eine enge Treppe in den 1. Stock hinauf.

Meinen Rollator habe ich unten gelassen. Den klaut keiner.

Die enge Treppe war von Vorteil, da ich mich nun am Geländer hoch wuchten konnte.

Also nicht für Oma oder sonst jeden geeignet.

Toiletten sind glücklicherweise auch oben.

Sie waren annehmbar.

Der Raum, bald ein Saal, wie üblich, in dunklen Holztönen gehalten.

Der übliche Pseudoasiatische Kitsch noch in annehmbarer Menge.

Die Speisenkarte vielfältig.

Das liegt aber daran, das diese Karten bei diesen Ländern immer im Baukastenprinzip aufgebaut sind.

Langer Rede kurzer Sinn.

Wir waren die einzigen Gäste.

Das liegt aber daran, das wir immer zu einer Zeit essen gehen, wo andere am Strand liegen. Nämlich zwischen 15 und 16 Uhr.

Darum haben wir auch immer das Problem einer den ganzen Tag geöffneten Küche.

Hier ist es so.

Aber, nur in den Sommermonaten.

Es gibt also das übliche.

Karten sauber.

Ambiente Durchschnitt.

Bedienung freundlich. (Klar, sind ja auch keine Deutsche) 

Getränkewunsch von uns: Tsingtao Bier. Gut gekühlt (nicht gefroren) und im Preis identisch mit allen anderen Sorten die im Angebot stehen.

Preise in der Speisenkarte, in Bezug auf die Menge, durchaus interessant.

Um die 16,00 Euro für eine GROSSE Portion Ente ist schon selten.

(nebenbei bemerkt, das teuerste Gericht der Karte)

Reis in der Schüssel, etwas Wokgemüse und nach Wunsch die Schärfe.

Qualität? Ja. wir kommen wieder.

Sagt also genug.

Einmalig die Knusperhaut der Ente.

Was MICH etwas gestört hatte war die Schnelligkeit des servierens.

Na ja, andere finden das immer toll, bei MIR gehen aber immer sofort die Alarmglocken an.

Im großen ganzen, würde ich sagen

Durchaus empfehlenswert.

Der Nachteil liegt in der Lage des Restaurants und des 1. Stockes.

Nun, es können eben nicht alle in der Innenstadt sein. 

Hat auch seine Vorteile.

Donnerstag, 21. Mai 2020

#„Museumskaffee“ Arrach



Nun ist es wieder einmal soweit.
Nach wie viel Monaten war ich wieder einmal auswärts essen?
Muckelchen wollte nie auswärts essen gehen und dann kam der Virus. 
Nun aber war Vatertag.
Ein Ehepaar aus dem  Dorf meinte, es wäre mal Zeit raus zu gehen.
Das Museumskaffee bot sich an.
Ich war dort schon einmal vor ca. 6-8 Jahren, also keinerlei Erinnerungen.
Das Haus liegt hier in Arrach direkt neben der Schnapsbrennerei Drexler. 
Also kein schlechtes Zeichen. 
Das Innere des Hauses ist nicht betretbar. 
Da wütet wahrscheinlich der Virus.
Aber der Biergarten bietet  sich an. Auf Gras, nicht auf Schotter, hohe Bäume, Holztische und Gartenstühle, nun ja, eben ein wunderschöner Biergarten.
Am Eingang die obligaten Schilder wegen den Gefahren. 
Zusätzlich ein Desinfektionsgerät für die Hände.
Also alles nach Vorschrift aber nicht zum Essen anregend.
Auf den Tischen nichts.
Gewürze dürfen nicht auf den Tischen stehen.
Dafür die süssen Mädel neben ihren kurzen Lederhosen den obligaten Stofffetzen im Gesicht. 
Ist eben so.
Muss man sich dran gewöhnen.

Die Speisekarte überraschend vielfältig und gross.
Wer mich kennt, weiss das ich was gegen ein grosses Angebot habe.
War aber hier, bei der Frequention, noch annehmbar.
Vor allem war sie vielfältig und damit für jeden was in petto.
Ich bestellte einen Weisswein, trocken 4,50€ der viertel Liter.
Danach Zanderfilet mit Bratkartoffeln und Salat zu 12,50€.
Was mir auffiel, auch bei meinen Tischnachbarn, riesige Portionen.
Den anderen beiden schien es geschmeckt zu haben, denn die Teller waren ratzeputz leer. 
Ich aber bekam ein wirklich schönes Stück Fisch.
Perfekt gebraten. 
Die dazu gehörenden Bratkartoffeln?  Ja, Bayern kennen eben keine anderen und können es auch nicht. Überall hier nicht. Wenn ich mal wieder an der Küste bin sende  ich denen mal welche zu, damit sie wissen wie sie aussehen. Aber man kann nicht alles haben.
Also, gut.
Der Salat war gut. Überschaubar. Ohne Güllekugeln dafür aber die Gurke endlich wieder einmal geschält.
Findet man hier auch selten.

Im grossen ganzen war ich  zufrieden.
Vor allem spielte das Wetter mit, meine Begleitung war sehr angenehm und ich fühlte mich sichtlich wohl.
Zum Schluss noch ein Viertele zum runterspülen.

Was will man mehr?
Ach ja. 
Biergarten, also ohne Hindernisse.
Parkplätze satt vor dem Haus.
Toiletten nicht besucht, da man dafür sich maskieren  muss und das Haus von der anderen Seite nur betreten darf. Da gehe ich eben erst zu Hause.
Empfehlung für das Haus?
Aber ja.
Vor allem als ich beim rausgehen zwei Riesenwindbeutel an einem Tisch sah.
Ich verspreche, DIE muss ich vertilgen. Ob ich es schaffe, weiss ich nicht.
Aber ich bin ein Kämpfer.

Montag, 24. Juni 2019

#“Zur Klause“ Bad Kötzting


Nun, bin ich wieder unterwegs. 
Immer in Action.
Putzen, sich versorgen, und im Krankenhaus Muckelchen besuchen..
Wann hört DAS mal auf?
Es lohnt sich nun mal nicht für einen einzelnen Mann selbst zu kochen.
Darum, im Anschluss an den Besuch im Krankenhaus, gönne ich mir ein Abendessen in einem Restaurant.
Als Belohnung.
Früher war das täglich, heutzutage nur im Urlaub, oder wie jetzt.
Von irgendwas muss ich ja auch leben und fit bleiben.
Da war ich  nun 2 Tage im Gutshof in Simpering, und schon ist es dort zu Ende, weil der nur am Wochenende auf hat. 
Darüber mal ein nächstes mal.

Heute war ich „Zur Klause“ in Bad Kötzting.
Warum? 
Weil alle anderen Ruhetag hatten oder erst ab 17/18 Uhr öffnen.

Da war doch noch etwas......
Ich war früher einmal am Weissen Regen.
War nicht toll. Habe ich in  meiner Erinnerung abgespeist. 
Aber da soll jetzt ein neuer Besitzer sein.
Versuch ist es wert.
Vor allem, weil es da oben einen schönen, ruhigen Biergarten gibt.

Um es vorneweg zu sagen.
Der ist immer noch da und auch das  einzige was gut ist.

Parken direkt daneben.
Keine Stufen oder sonstwas.
Grosse Schirme und Bäume.
Kies, Gartentische und Stühle. . 

Mein Bier, wie gewünscht, ein halber Liter zu 2,70€.
Ortsüblich.
Nicht zu kalt.
Münchner Brauerei.
Lecker.

Die Speisenkarte nicht zu üppig, aber für jeden Geschmack.
Ob Wurstsalat, Schnitzel oder Kaiserschmarren, alles im Angebot.
Auch zu zivilen Preisen.
Von der Menge wollen wir nicht reden, die stimmt meist, die Bayern essen gern viel.

Hier ist schon der Haken.
ICH esse gern gut, es muss nicht viel sein.
Meine Bestellung?
Klausner Schnitzel zu 11,90€
Auf Deutsch, Cordon bleu.
Dazu Fritten, eine Beilage Tomatenketschup, und ein gemischter Salat.

Der letztere war eigentlich gut.
1 grosses Salatblatt, der hier unvermeidliche klacks  Kartoffelsalat, Möhrengeraspel, etwas Grüne Gurke (wann wird man endlich mit der Unsitte aufhören die Grünen Gurken ungeschält zu verwenden? Essen wir nicht schon genug Kontaktgifte?) Gott sei Dank keine Güllekugeln und etwas Krautsalat.
Alles dezent angemacht.  
War ok so und erfrischend.

Fritten.
Ich wollte dem Wirt erst erklären, dass, wenn man Fritten öfter erwärmt, sie nicht weicher werden.
Sie waren mit der Gabel nicht zu bändigen, darum hatte ich Glück, das ich noch Finger hatte.
Der Klecks Tomatenketschup war geschmacklos.
Das Fleisch??????
Gross schon, nur ich brauche das nicht.
Denke mal frittiert. (weiss ich aber nicht genau) dafür forztrocken. 

Etwas Käse drin und etwas ger. Speck.
Nun, dass der da nicht reingehört, sollte aber schon klar sein. Er passte auch vom Geschmack nicht hinein. Machte das Fleisch noch trockener als es schon war.
Mein Vorschlag:
Etwas weniger Fleisch, anderen Käse und dann saftigen Kochschinken.
Würzen mit Salz und Tellycherrypfeffer.
Das in die Pfanne.
Nicht mehr Arbeit oder mehr Kosten, dafür aber essbar.

Nur, warum sage ich so etwas?
Am Nebentisch war das gleiche auch geordert worden.
Auf Nachfrage des Services, ertönte ein: „SUPER!“

Jeder ist und isst eben anders.
Mein Bärwurz hinterher kostete 2,40€
Damit war ich wieder versöhnt.

Noch einmal?
Glaube ich nicht.
Habe die geforderte Summe gut aufgerundet.
DAS war mir der angenehme Aufenthalt wert.

Das Essen war dabei nur Nebensache.


Dienstag, 18. Juni 2019

#Eggerwirt in Söll


Nun das war es mit Essen gehen in Söll.
Muckelchen liegt im Krankenhaus, alles ist nicht gut, Urlaubsabbruch, morgen Heimreise.
Das Krankenhaus in Bad Kötzting erwartet uns am morgigen Dienstag Nachmittag.
Damit ist mein Urlaub und meine Suche nach einem guten, vernünftigen Restaurant in Söll am Wilden Kaiser auch beendet.

Aber heute habe ich noch Hunger.
Die Kriterien: 
Parkplatz und leichter Eingang bleiben die gleichen.

Ach da war doch noch........... 
Oberhalb meiner Wohnung die Jausenstation Oberhausberg.
Hatten wir schon zu Hause ins Auge gefasst.
Die wollten wir zu unserem Stammlokal erklären.
So war es geplant.
Nichts wie rauf. Gute 800 Meter Entfernung.
Eine Dame empfing mich.
„Kann ich eine Kleinigkeit bei Ihnen essen?“
„Wir haben nichts zu essen für sie“
Bitte???? Na Toll.
Ich wäre ja auch mit einem Wurstbrot zufrieden gewesen, denn alles was ich noch habe, ist schon eingepackt.
Nichts zu machen.
Es gab nichts.
Touristenfreundlichkeit  sieht in meinen Augen anders aus.
Den ganzen Tag hatte ich noch nichts gegessen, also doch wieder nach Söll fahren.

Da war mir doch der „Eggerwirt“, beim Arztbesuch, aufgefallen.
Genau gegenüber.
Parkplatz war schon mal vorhanden.
Aber eine  Treppe!!!!!!!!!
Nichts für Behinderte oder Rollstuhlfahrer.
Ich rauf.
Ich rein.
Und?.......
"Wir haben nur Essen für Hotelgäste.
Wir sind kein öffentliches Restaurant."
Boing.

Ich weiss nicht ob die Dame auf mich stand oder ob ich ihr leid tat, sie meinte:
Wenn Sie mit dem zufrieden sind was ich ihnen bringe, dann setzen sie sich mal in die Ecke dort. 
Ich war es   !!!!!
Man nennt so etwas bei uns den Katzentisch.
Es wurde schnell noch eine Decke aufgelegt.
Aber irgendwas bekam ich ja mal.

Zuerst bestellte ich einen halben Liter trockenen Weissen (11,60€) 
Und harrte der Dinge.
Übrigens, der Wein war gut und ich am Ende etwas angeschlagen.

Langsam kamen die Hotelgäste.
Holländer oder Engländer, ich weiss es nicht.
Mittelalter, wahrscheinlich eine Busgesellschaft.
Ca. 60 Personen.

Vorher aber noch wurde ich befragt ob des Essens.
Ich meinte: Egal was, ich habe nur Hunger.

Man brachte mir einen gem. Salat. 
Ich wollte (konnte) ihn mir nicht selbst holen. 
Kosten: 4,80€
War gut und für mich genug.
Anschliessend gab es Zander.
Diesmal aber wirklich ein Stück Fisch und nicht Reste wie beim Postwirt.
Dazu Pasta mit Gorgonzolasauce.
Sah wenig aus, aber am Ende war es für mich genug.
Es war gut und schmackhaft.
Kosten: 15,00€
Nachdem ich die Preise nun hier kenne, war der Preis in Ordnung. 
ICH war ja froh, überhaupt etwas bekommen zu haben.

Die zwei Damen  des Services waren vollauf mit dem Bedienen ihrer Hotelgäste beschäftigt.
Ein eingespieltes Team.
Mutter und Tochter?
Besitzer? 
Ich weiss es nicht.
Es waren auf jeden Fall  zwei Damen, die mich nett  behandelten.


Eigentlich, abgesehen von meinen Wirtsleuten,  die ersten und einzigen netten Menschen hier in Söll.

Fazit:
Würde man hier beim Eggerwirt auch Touristen bedienen, wir würden uns schon die Treppe heraufquälen.

Aber das ist ja nun vorbei.
Morgen Mittag geht es wieder heimwärts.
Muckelchen ist froh wieder in ihre gewohnte Umgebung und in den Schoss ihrer Familie zu kommen.
Schade.
Aber vielleicht gibt es im Herbst noch einmal eine Gelegenheit.
Man sollte NIE NIE sagen. 

Montag, 17. Juni 2019

#Chiaro di Luna in Söll


Nun, wieder einmal unterwegs auf der Suche nach Essen in Söll.
Es gibt hier eigentlich viel Restaurants, aber nur die wenigsten finden meine Aufmerksamkeit.
Entweder Eingangstreppen oder keine Parkmöglichkeiten.
Vielleicht überlegt man mal, dass nicht jeder 100 oder mehr Meter zu Fuss gehen kann um dann noch eine Treppe empor zu steigen.

Ein freier Parkplatz in meinem Blickfeld nahm mir auch heute wieder die Entscheidung ab.
Heute gibt es Pizza.
Pizza bei einem Türken.
Wäre lieber zu einem Italiener gegangen, aber wie gesagt. Siehe oben !!!

"Chiaro di Luna." nannte sich das Etablissement.
Ist das Türkisch???

Weiss der Henker ob es in Türkisch auch das Wort „Luna“ gibt.
Von vornherein. „Es basst immer noch nicht“
Das sah ich schon beim eintreten.

Die Eingangsstufe ist erklimmbar, da an der Seite ein Geländer ist.
Ich wurde höflichst, NACH  dem hinsetzen, dazu aufgefordert, doch an einem kleineren Tisch Platz zu nehmen.
War ok. für mich, obwohl während des ganzen abends keine neuen Gäste kamen.

Aber die, die da sassen, waren schon interessant.
Ich beobachte gern fremde Menschen.
Und wenn die dann noch so laut sprechen, das man zuhören MUSS, dann ist alles paletti.
Österreicher in ihrem Heimatland zeigen es gerne sehr lautstark.

An einem Tisch ein Ehepaar mit 2 sehr gut erzogenen Kindern zwischen 6 und 10 Jahren.
Touristen ???
Angenehm. Sieht man heute leider sehr selten.

Am anderen Tisch zwei Österreichische Ehepaare, die sich gegenseitig versuchten zu erzählen wie toll sie sind.
Wie die Geschäfte laufen.
Interessant war für mich die Tatsache, dass eines von Ihnen  nur noch Mediterran isst, die Vorzüge von Oliven pries, die besondere  Wirkung von Salaten hervorhob und dabei Weissbier und Obstler trank.
Man muss heute eben gesund leben.

Ich war dran.
Der Wirt ein älterer Herr, der Sohn oder Schwiegersohn kannte den ganzen Abend  nur das  Handy ohne den Kopf zu heben, brachte die Karte. 

1/4 l Valpolicella zu 5,90€ war das erste.
War normal und ok.

Die Karte bestand zwar auch aus einigen anderen Gerichten, aber ich merkte, HIER war Pizza angesagt.
Es gab auch Pasta in verschiedenen Variationen.
Die Türkischen Angebote kannte ich nicht, darum auch kein Bedarf.
Auf gut Glück wollte ich nichts probieren und der Wirt machte mir nicht den Eindruck als ob er bereit wäre mir etwas zu erklären.
Also Pizza. Warum auch nicht? Lange keine mehr gegessen.
Diavolo zu 9,90€ sollte es sein.

Was mich verblüffte, war, wie schnell sie an meinem Tisch war.
Gross, auf einem Holzbrett, sehr dünner Teig, nicht knusprig, gut belegt, schmackhaft.

Ich war zufrieden, da ich nicht mehr erwartet hatte.

Die gesamte Atmosphäre war nun nicht atemberaubend, aber ok. 

Noch einmal?
Würde sagen: Genau wie gestern.
Wenn ich nichts anderes finde, und der Parkplatz lockt, vielleicht ja.

Da mein Muckelchen z.Zt. im Krankenhaus ist, teste ich eigentlich in dieser Zeit alles aus, wo ich demnächst mit ihr hingehen kann.
Denn Treppen steigen oder weit laufen, können wir beide nun mal nicht mehr.
Jetzt habe ich Zeit dafür um DAS zu finden wonach ich suche.
Sieht seeeehr schwer aus.
DAS Österreich, was ich von früher her kenne, scheint es nicht mehr zu geben.

Bis jetzt hat ganz Söll mich jedenfalls noch  nicht überzeugt.
Da bin ich von Ellmau andere Gasthäuser gewohnt. 
Wie heisst es so schön?
Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Schaun mer mal.





Sonntag, 16. Juni 2019

#Dorfstuben in Söll


Nun, heute ist der zweite Tag an dem ich essen ging.
Mein Ziel war: 
Die Dorfstuben in  Söll.
Warum?
Weil vor der Tür ein Parkplatz frei war.
Der Eingang war behindertengerecht.
Also, hinein.

Drinnen war ich der einzige Gast.
DAS hätte mir zu denken geben sollen.
Draussen waren zwar einige Tische besetzt und auch noch viele frei, aber ich esse, wenn es geht, nie draussen. 
Ich wählte die Gaststube wo ich auch wieder der einzige Gast war.
Heute ist  Samstag und in der Saison.

Die Toiletten scheinen im Keller zu sein, also Behinderte vorher nachfragen.

Der Service, freundlich und schnell.
Das war es aber auch schon.

Das Bier kam: Für mich unbekannte Marke, aber nicht schlecht. Trinkbar gekühlt.
Kosten: 4,10€
Normaler Preis hier. 

Die Karte wurde ebenfalls gereicht.
Der Inhalt, allgemeiner Durchschnitt.
Bestellung raus.
Und nun warten.
Ich bin kein Freund vom schnellen Essen liefern. 
Denn dann ist es meist aufgewärmter, fertig portionierter Schmarrn. 

Es kam, nach angemessener Zeit.
Holzfäller Pfanne.
Kosten: 13,50€
Kleine schwarze Pfanne gefüllt mit Gemüse (TK Ware) 
Bratkartoffeln (sehr braun)
2 dünne Scheiben Schweinernes.
Darauf ein paar Röstzwiebeln.
Genug für mich.
Geschmack, na was will man da verkehrt machen?
Salz stand nicht auf dem Tisch.
Hätte ich brauchen können.
Da ich nicht gefragt habe, mein eigenes Verschulden.

Der Clou kam noch.
Ich bat, im Anschluss an mein Essen, um einen Malteser.
Die Dame des Services kannte dieses Wort und auch die Marke nicht und konnte damit nichts anfangen. 
Ich meinte, na dann bringen sie mir eben einen anderen Aquavit.
Pures Nichtverstehen auch nach nachfragen und Erklärungen meinerseits.
Das Wort  Aquavit existierte nicht in ihrem Wortschatz.
Als ich dann Obstler sagte, war auch sie zufrieden.
Der kostete dann 2,40€ und der Espresso (man sagt hier: Kleiner Brauner, obwohl DAS etwas anderes ist. Aber ich werde den Deibel tun und einen Österreicher aufklären) wie gesagt der Espresso kostete 2,30€.

Fazit.
Ich war satt.
Mehr auch nicht.
Zufrieden und noch einmal?
Wenn wieder mal woanders kein Parkplatz frei ist. 
Ansonsten?

Man soll in Touristengebieten nie aufgeben.
Einmal findet man schon das Restaurant wo man sagt:
Basst.