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Sonntag, 23. März 2014

Meine Wünsche als Gast




Ich wünsche mir, dass…


...ich während meines Besuches ein Lächeln oder ein nettes Wort des Services höre oder sehe. Es zahlt sich bestimmt beim " Tip" aus. Im übrigen interessieren keinen Gast die privaten Sorgen des Personals.


... wenn ich ein Restaurant betrete, und an der Tür stehen bleibe, um Erlaubnis für meinen Hund bzw. einen Tisch angewiesen zu bekommen, ich nicht wie ein Hausierer ignoriert werde.


...man mich nicht, ehe ich sitze, schon nach meinen Getränkewünschen fragt. Ich renne schon nicht weg, sondern möchte mich erst einmal in Ruhe aklimatisieren.


... man mir die Zeit gibt, die Karte in Ruhe zu studieren, zum wählen und nicht laufend nachfragt , ob ich denn nun weiß, was ich endlich möchte.


...die Karte auf dem Tisch liegen bleibt, um nicht während des Wartens auf mein Essen wie ein Idiot in der Gegend herumzustarren. Gleichzeitig besteht für mich die Möglichkeit, in der Karte für den Nachtisch oder die nächsten Tage was zu finden.


...es schön wäre, wenn ich zum Wein auch Brot angeboten bekommen würde. Auch zur Suppe sollte es auf dem Tisch bleiben. Die Kosten können doch gern auf die Rechnung gesetzt werden. In Italien geht es doch auch.


...auf dem Tisch Salz- und Pfeffermühlen stehen. Die obligatorischen Streuer, mit dem Staub der Jahrhunderte gefüllt, sind eine Zumutung und haben mit essbarem nichts mehr zu tun.
 Betrachte ich als eine Unverschämtheit.

...der Gast bedient wird. Selbst im Raum herumzulaufen, um Fehlendes zu suchen, ist eine Zumutung.


...es möglich sein sollte, ein "amuse  zu bekommen? Frischkäse, Schmalz oder auch Paté aus den Resten zu machen, dürfte jede Küche können. Es wird eh weggeworfen.


...das Besteck auf dem Tisch liegt und nicht in einen Keramiktopf zum Es-selber-raussuchen.


...ich zu jedem Gang ein gesondertes Besteck bekomme. Das Messer immer erst sauber zu lecken, ist nicht unbedingt die feine Art.


...zwischen Suppe und Hauptgericht eine angemessene Zeit verstreicht. Ich habe es schon öfter erlebt, das mir beides gleichzeitig serviert wird.


...bedacht wird, das Kartoffeln, Fleisch, Gemüse, Sauce, und vor allem der Salat eigenständige Komponenten sind. Alles auf einem Teller ( und vielleicht den Salat mit Essig oder Fertigpampe übergossen, die durch den Teller läuft) erinnert mich immer an einen Schweinetrog.


... das ich Öl und Essig auf dem Tisch habe. Warum ist das nicht möglich? Jeder Gast kann selbst entscheiden wieviel und was er möchte. Bei ganzen Nationen geht es, nur nicht in Deutschland.

 Fertigpampe zeugt nicht von einer guten Küche.
...die Salatblätter in mundgerechte, essbare Stücke geschnitten sind. Leider esse ich meinen Salat nicht mit Messer und Gabel.
 So vornehm bin ich nicht.

...der Kartoffelsalat des Vortages nicht auf dem Salatteller mir serviert wird. Er dient m.E. nach nur der Resteverwertung. Ich möchte aber kein Abfallverwerter sein.


..ich einen leeren Beistellteller bekomme. Wo soll ich denn sonst Gräten und Knochen hinlegen? Der Essteller sieht immer wie ein Schlachtfeld aus, wenn man die Fischgräte von einer Ecke des Tellers zur anderen verschiebt.


...die Unsitte der Zitronenscheibe auf den Gerichten mal überdacht wird. Wie soll ich die benutzen oder essen? In die Finger nehmen und matschen? Oder mit der Gabel drauf drücken, dass meine Umwelt auch was von den Spritzern hat? Ein Ausdrücker kostet unter einem Euro!
 Bitte nachfragen. Gebe diesen gern als zusätzliches Trinkgeld.

...ich persönlich mag auch kein Salatbuffet (Buffet im allgemeinen nicht). Ich möchte am Tisch bedient werden und keine Spurts hinlegen oder "in der Schlange" anstehen. Jedes gute Restaurant füllt mir gern auf meine  Bitte meinen Teller mit Salat am Buffet.


...das Geschirr abgeräumt wird, wenn ich mit allem fertig bin und nicht je nach Leere eines jeden Tellers oder Schüsselchens oder wenn der Service gerade vorbei kommt. Ich möchte in Ruhe essen.


...während des Essens einmal nachgefragt wird, ob der Gast zufrieden ist oder noch Wünsche hat. Die saublöde Frage, vielleicht noch mit abgewendetem Kopf beim Abräumen des Geschirrs: "Hat es geschmeckt?" ist eine Frechheit. Denn a.) bin ich fertig und es ist sowieso nicht mehr zu ändern, und b.) welcher Gast würde sagen: "Nein, es hat nicht geschmeckt."


... man mal Wilhelm Busch liest. Denn der sagte: "Musik wird störend oft empfunden, weil sie mit Geräusch verbunden." Andere mögen ihre Musik ja als schön empfinden, für mich ist es oft eine Zusammenreihung von Disharmonien. Wenn es schon sein muss, dann bitte "piano". Denn die Unterhaltung mit meinen Partnern ist mir wichtiger.


...ich nach dem Essen gefragt werde, ob ich ein Dessert wünsche. Die Karte ist ja weggeräumt worden und ich kenne nicht das Angebot dieses Hauses.


...da der Kaffee bei mir obligatorisch ist, der Service ab und zu mal auf das MHD bei den nach nichts schmeckenden, aber servierten Plastikdosen mit Milch ähnlichem Inhalt schaut. Manche scheinen noch aus den Hortungszeiten der Nachkriegszeit zu stammen.


...man mir mal folgendes erklärt: Wer hindert eigentlich das Restaurant daran sich von diesen Belgischen Folien mit dem Staub aus den Ardennen beim Kaffee zu trennen? Ohne Mehrkosten gibt es eine Unmenge von kleinen Beigaben, die keinen Cent mehr kosten. Die Industrie ist da sehr erfinderisch.


...es schön wäre, wenn ich die Rechnung auf den Tisch gelegt bekomme. Es nervt, wenn der Service, mit geöffneter Geldscheintasche, entweder in meine Brieftasche stierend oder gelangweilt mit den Füßen wippend, darauf wartet, dass ich nun endlich den richtigen Schein raussuche. Ich bin kein Zechpreller und auch nicht auf der Flucht. Kann es sein, das diese elektronischen Geldanzeigegeräte nur der Steuerhinterziehung oder des Betruges dienen? Denn es hat niemand was in den Händen.


...wenn ich dann den Raum verlasse, also kein Geld mehr für heute dalasse, es befriedigend für mich ist, einen freundlichen Abschiedsgruss zu hören.


Ich weiß es sind Wünsche.
Aber alle verursachen keine Kosten.
Obiges erlebe bei 80% der Deutschen Gastlichkeit. 
Darauf brauchen wir uns nichts einzubilden.
Man hört oft das Wort "urig" im Zusammenhang mit schlechter Esskultur.

Hier scheiden sich die Geister.
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