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Freitag, 9. Mai 2014

Der Duft der uns umgibt.

Es ist abends.
Also Essenszeit.
Den ganzen Tag must du hungern. Ich weiss nicht ob das Strategie oder Dummheit ist.
Wenn ich um 9 Uhr morgens gefrühstückt habe, kann ich nicht um 12 Uhr mir schon wieder ein Menü reindonnern.
Also warten und hungern bis die geneigten Wirte meinen, füttere die Bestie das sie am Leben bleibt um morgen wieder meine Kasse zu füllen.

Nun gut.
Doch noch mal von vorn.
Gestern abend ging ich nun essen.
3 Tische nebeneinander.
Ich setzte mich an den mittleren.
Getränk kam, das Essen wurde bestellt und wurde auch nach angenehmer Zeit serviert.
In diesem Moment kamen neue Gäste herein. Diese setzten sich an den Tisch hinter mir.
Es waren 2 Personen. Woher ich das ohne mich umzudrehen weiss?
Das roch ich!!! 
Sie hatte ein gutes ( wirklich gutes!)  Parfüm über sich geschüttet, und er hielt es mehr mit der markanten Chemienote ala Pitralon.
Na gut. War eben so.
Als aber kurze Zeit später am Tisch vor mir ein neues Paar kam, sich setzte, konnte ich nach kurzer Zeit feststellen.
Auch diese Dame hatte in einem teuren Parfüm gebadet.
Der Herr? Weiss ich nicht. Entweder dezent, was ich also als normal bezeichnen würde, oder gar kein Rasierwasser.
Ich gehe mal davon aus, das es Parfüms waren und kein Eigengeruch der, u. U., ja auch sehr anregend sein kann.
Diese 3 Duftkompositionen verbreiteten sich nun und trafen in der Mitte über meinem Kopf zusammen. Sie erzeugten eine ganz neue Kreation.
Ich sah auf meinen Teller.
Was war da eigentlich drauf?
Der Geruch des Essens ( der ja ganz wesentlich auch den Geschmack und das Wohlbefinden beeinflusst) war futsch.
Warum schmeckte mir mein Essen eigentlich nur noch larifari ?
Ich habe es gegessen weil ich Hunger hatte und weil man nun nach 10 Stunden Askese etwas seinem Körper zur Bearbeitung zufügen muss.

Ob sich die Damen, oder auch Herren, mal die Mühe gemacht haben, über die Menge ihrer , über ihren wunderschönen Körpers geschütteten Menge von Chemieprodukten, Gedanken zu machen?
Ob sie sich bewusst sind, das es u.U. , wenn der andere es nicht gut empfindet, den Tatbestand der Körperverletzung erfüllt?
Ist es nicht auch wie im Umgang und Vorzeigen mit seinen körperlichen Reizen , weniger ist mehr?

Zwei Gründe für diese Überdosierung würde ich anerkennen:
Die Herrschaften sind schon so abgestumpft, das sie überhaupt nicht mehr wahrnehmen wie aufdringlich sie stinken, oder sie wollen damit Aufmerksamkeit erregen.

Beides wäre sehr traurig.
Ich werde in Zukunft versuchen einen Tisch in einer Ecke zu finden.