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Montag, 7. April 2014

Achslach: Forellenhof

Abends.
Alle hier wohnende in ihren Häusern. Touristen erst in 5 Monaten wieder zu erwarten.
Ein einzelner Trottel, ICH, sucht Essen. Nachmittags ist es aussichtslos. Also abends
Da, in der Einöde Lampen an einem Haus. Mitten im Wald. Der Forellenhof. Parkplatz satt vor dem Haus. Wasser schimmert dahinter. Wer sich hier das Leben nimt, gilt auf ewig verschollen. Forellenteich. Zum selber angeln wie ich später erfahre. Also Angler herzlich willkommen.
Behindertengerecht. Mein Hund ist auch willkommen.
Der Raum mit dunklen Holzbalken abgegrenzt und auch an der Decke. Trotzdem überraschend freundlich und hell. Nicht so drückend wie in manchen sogn. " urigen " Häusern. Die Tische ohne Tischdecken. Besteck in einem Glas mit Servietten. Blümeken, und das war es. Die Tischplatten, helles Holz, poliert. Trotzdem, im grossen und ganzen, nicht unpersönlich. Im Gegenteil, im gewissen Masse : Wohlfühlcharakter.
Der Service ( Wirtin ) freundlich, und sofort reagierend als ihre Frage " was möchten Sie trinken" als ich noch vor dem Tisch stand, von mir nur mit einem fragenden Blick beantwortet wurde. Von da an klappte es mit uns !!!
Leise ! Hintergrundmusik. Das ich der einzige Gast war, war durchaus normal. Welcher Trottel ist um diese Jahreszeit in der Bayrischen Pampas?
Die Speisenkarte beinhaltete für jeden etwas. Natürlich Forellen in 4 verschieden Varianten. Alle 13,80€. ( wobei knapp 14,00€ schon ein stolzer Preis hier ist !) Auch Fleischgerichte. 
Zuerst bekam ich einen grünen Veltliner. 0,25l zu 4,50€ Der Wein letztendlich Standard. Der Preis , na sagen wir, an der Grenze. Aber die Wirte müssen ja auch leben.
Mein Wunsch nach einer Leberspätzlesuppe zu 2,90€ wurde relativ schnell erfüllt. Sie kam in einer Keramikschüssel. Heiss. Genau richtig. Standard.
Bestellung: Mandel-Forelle mit Salzkartoffeln und Beistellsalat. Kosten: 13,80€. Wartezeit angenehm. Der Beistellsalat normal. Wenn man die Blätter auch noch in essbarer Grösse geschnitten hätte, wäre es für den Gast angenehmer gewesen. Da ich allein dort sass, konnte ich mit den Fingern nachhelfen ohne missbilligende Blicke zu bekommen. Muss doch nicht sein. Oder?
Der Fisch war natürlich gut. Was ich persönlich vermisste, war ein Schälchen mit zerlassener Butter. Ich würde sagen, das gehört dazu. Kartoffeln sind nun mal , ohne was, trocken. Die Forelle schön kross gebraten und auch genug Mandelblättchen. Bis auf die vermaledeiten Zitronenscheiben. Auch hier die Frage: Was soll man damit machen? Da kein Ausdrücker vorhanden war, siehe oben, ich war allein, habe ich die Finger genommen. Nur, hier fehlte die Tischdecke um die Finger abzuwischen. Ich mache einen Vorschlag. Mein Essen 1,00€ teurer, und die nächsten Generationen haben einen Zitronenscheibenausdrücker kostenlos.
Der Espresso zu 2,00€ war ein Deutscher. Warum? Weil Wasser nichts kostet. Habe ich bei Deutschen aufgegeben sie kennen nur Kaffee, aber keinen Espresso. Trotz der Maschinen aus Italien. Es fehlt den Deutschen die Einstellung dazu.
Bärwurz kostet 2,00€. Dazu braucht man nichts zu sagen. Ist in dieser Gegend das a und o.
Fazit:
Durchaus empfehlenswert. Kann im Sommer auch zum Kaffee nett sein. Sauber allemal. Ich war zufrieden. In der Dunkelheit unbedingt Navi benutzen und kurz vorher etwas langsam fahren ( ich war in einer scharfen Kurve auf einer Lichtung gelandet. Vor !! dem Wein und dem Bärwurz)