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Samstag, 5. April 2014

Ruhmansfelden: Bellini


Quizfrage:
Was hat die Wüste Gobi und der Bayrische Wald um 17 Uhr gemeinsam?
Es ist kein Leben vorhanden!( Oder nur sehr versteckt.)
Wenn Sie Hunger haben, und nicht bis 18 Uhr warten wollen wo sich ein Lichtlein auftut, Sie auch niemanden fragen können , sieht es ziemlich duster aus.
Nach bald 20 km Fahrt kam ich durch Ruhmansfelden. Es leuchtete " Pizzeria " an einem Haus. Es war so unscheinbar und nichts sagend von aussen, das ich eigentlich nur aus Neugier anhielt.
Die aussen hängende Speisekarte erweckte in mir den Eindruck das sie noch vom Vorbesitzer aus dem ersten Weltkrieg dort hing.
Lieber Wirt!
Dieser Kasten mit Ihrer Karte soll Gäste anlocken. Licht, Angebote, Versprechen gehören dort hinein. So ist er nur abschreckend.
Innen ? Na, das ist doch was. Sehr einladend und freundlich. Platz für ca. 40 Personen. Doppelt eingedeckte Tische. Zwei nette junge Damen.
Zwar freundlich, aber es fehlt die Routine der gespielten Herzlichkeit.
Immerhin, das Gegenteil von aussen.
Die Karte wurde gebracht mit der obligatorischen Frage : " was möchten Sie trinken?"
So langsam geht mir das auf den Geist. Ich möchte erst ankommen, mich setzen, und wenn ich gewählt habe, weiss ich auch was ich trinke!
Die Karte. Wie bei allen Italienern ( oder Südeuropäern) viel zu gross.
Jeder Mensch weiss es: Nicht die Grösse ist entscheidend, sondern die Qualität!
Wein. Immerhin wurden mir verschiedene angeboten. Der von mir gewählte Bardolino zu 4,00€ war sein Geld wert.
Dann eine Pizza Diavolo. Ich bin kein grosser Pizzafan, aber es reizte mich, der Zusatz " scharf"
Wartezeit normal.
Pizza selbst war gut? Oder sehr gut? 6,50€ ? Dann war sie sehr gut. Auch gut scharf
Eigentlich war ich satt und zufrieden.
Das Schild " selbstgemachtes Tiramisu erregte mein Interesse.
Preis 3,90€.
Der Espresso kam auf 1,50€. Leider war der nun kein Italienischer, sondern ein Deutscher.
Da in der Küche zwei Italiener werkelten, hätte ich sie gern gefragt, was sie sich dabei denken diesen Kaffe als Espresso an zu bieten.
Leute, die Hälfte Menge Wasser und wir sprechen uns noch mal.
Die Frage nach welchem Schnaps es mich gelüstete fand ich nun wieder super!
Man fragt mich, was ich geschenkt haben will!
Natürlich ein Grappa. Er war Standard, dafür aber in einer vernünftigen Menge.
Da kam mir der Spruch in den Sinn : Einem geschenkten Gaul schaut man nicht aufs Maul.
Fazit:
Gute Pizzeria. Vor allem, weil Sie gar keine Auswahl haben.
Sauber allemal.
Service etwas jung und ohne Erfahrung.
In der Küche keine Hiwis, sondern Italiener die ihr Handwerk können.
Parkplatz vor der Tür.
Eigentlich war es ein netter Abend, wenn mir nicht ein Zahn abgebrochen wäre an dem noch zwei andere hingen.