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Mittwoch, 9. April 2014

Kollnburg: Zum Bräu


Mir fiel mir der Bräu in Kollnburg ein.Dort wären jetzt die Kinder im Geschäft.Hierzu muss ich sagen.Dort habe ich schon vor rd. 30 Jahren gegessen. Ich kenne also noch die Großeltern , die Eltern und nun sind die Kinder dort. In der Zwischenzeit hat sich der Gasthof zu einem Wellnesshotel gewandelt. 
Nun möchte ich ja etwas essen und nicht meine Sinne laben.Der Service, ein Herr und eine Dame. Er, sehr schnell, professionell, sehr höflich und eine gute Kraft.  Aber für einen  Gasthof wie ich ihn kenne und mag, zu wenig persönliche Ausstrahlung und zu viel Routine. Die Dame, aus dem Nachbarland, das gleiche, nur es war eben eine Frau. Da kommt mehr von Gefühl zum Vorschein. 
Frage wie immer nach dem Getränk wenn man noch im Mantel dort steht.
Garderobe auf den freien Stuhl gelegt. Ich hätte wenigstens den Hinweis gegeben wo denn nun man seine Klamotten deponieren kann. 
Speisenkarte nicht mehr so üppig wie früher. Wohltuend beschränkt auf alles wesentliche. Die Tische mit einer Viereckdecke, einer Kerze ( was soll dieser Quatsch eigentlich? Wenn ich tot bin braucht man die als Totenlichter. Solange ich lebe unterm Stövchen ) Peffer-  und Salzstreuer. In der Ferne sah ich auch eine Pfeffermühle am Salatbuffett. Nur, ich lehne es grundsätzlich ab beim essen durch die Gegend zu latschen. 
Getränkewunsch: 1 Weizen hell zu 2,70€. Ehe ich es vergesse. 1 Obstler zu 2,00€
Zwiebelrostbraten zu 14,90€
Da ich der einzige Gast war, war das Getränk schnell am Platze. Aber auch das Essen in einer relativ kurzen Zeit.Manche finden das lobenswert, ich dagegen bin dann immer etwas leicht irritiert. Was sich dann auch zeigte.
Die Fritten waren eben Fritten.Hätte man da was Hagelsalz oder Paprika drüber gemacht, wären sie sogar schmackhaft gewesen. So aber, eben Fritten. Was für ein Genuss ist es, Belgische Fritten, heiß am Wagen zu bekommen. Ich weiß nicht wie man in der letzten Zeit in den Gaststätten Fritten servierfertig macht.
Das Essen selbst: Menge und Optik durchaus ansprechend ,Medium perfekt. Qualität ohne jeden Tadel.Nur, das war es aber auch schon.Was hätte man hier machen können? Das Salz überall !! fehlte, ist nicht schlimm und auch bestimmt im Sinne vieler Gäste. 
Die grünen Bohnen in einem Gemüsesud. ( Gott sei Dank ohne die Brühe auf dem Teller ) Was hätte man daraus machen können? Z.B. etwas stark geräucherten Speck drüber, oder was Ingwer, oder sonstwas , vielleicht sogar ein Spritzer Essig, dann hätten sie als Salat ihre Daseinsberechtigung erfüllt, aber so war es nur eine grüne, langstielige botanische Pflanze die gut aussah.
Die Zwiebeln. Ja o.k. Aber eine resch gebratene Zwiebel die knusprig gebraten ist, ist ein Gedicht. Wie hat man diese Zwiebel nur so hin bekommen? In einer Pfanne nicht. Friteuse? So waren sie denn auch. Aber auch das glaube ich nicht.
Das Fleisch selbst. Ich sage ja. Keine Beanstandungen. Hätte man da noch was Tellychery Pfeffer rauf gemacht oder… Ich weiß es nicht, da ich ja kein Koch bin.
Wenn man mir nun immer erzählte, das der junge Wirt ein exellenter Koch wäre, dann hatte er heute frei oder aber er kann zwar kochen aber nicht würzen. Und genau das ist es was ich bemängele.
Gesamturteil:
Fad und langweilig. Ladet nicht zu einem weiteren Besuch ein. Macht auch nicht neugierig.
Für mich nicht interessant. Vielleicht lieben andere Menschen so etwas. Für mich ist auch das kleinste Gericht, mit Liebe und Können zubereitet, eine Freude.Ich möchte nie speisen, sondern essen. Aber auch nicht abgefüttert werden um ein menschliches Bedürfnis zu befriedigen.Schade. Das war es in meinem Leben mit dem Bräu in Kollnburg. Wir werden in diesem Leben keine Freunde mehr.